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  • Mi., 19. Februar 2014, 13:18 Uhr
    Helmut Hummel: Wir haben aber kein Geld zu verschenken

    FDP unterstützt schnelles Internet für Lampertheim

    LAMPERTHEIM - In der Diskussion um den in den nächsten Jahren immens steigenden Bedarf an schnelleren Internetzugängen für Industrie, Gewerbe und Handel als auch private Nutzer zu decken,  begrüßt die FDP die gemeinsame Initiative der Gemeinden Biblis, Groß-Rohrheim, Bürstadt, Lampertheim, Einhausen und Lorsch auf der Suche nach einer Lösung und Umsetzung.  Die Bundesregierung hat eigens eine Arbeitsgruppe eingerichtet mit dem Ziel, Städte, Gemeinden und Landkreise hierbei zu unterstützen, auch mit finanziellen Mitteln. Bevor die öffentliche Hand, sprich Lampertheim und andere Gemeinden,  tätig werden darf, muss allerdings ein Marktversagen festgestellt werden. Das heißt, es ist kein am Markt operierender Anbieter bereit, in diesem Bereich, z.B. den Riedgemeinden, ein eigenes Netz mit Glasfaserkabel, oder anderen Übertragungstechniken aufzubauen. Ein gemeinsames Gutachten der Gemeinden hat dies im Vorfeld bestätigt und die Frage lautet, soll Lampertheim sich mit welchem finanziellen Aufwand an einem eigenen Glasfasernetz der Riedgemeinden beteiligen. Zur Debatte nach dem KPR Gutachten stehen Summen von bis zu 3,4 Millionen Euro für ein eigenes Netz, oder bis zu  1,6 Millionen Euro für einen verlorenen Zuschuss an einen noch zu findenden Investor. Geld, das wir nicht haben und dringend für andere kommunale Aufgaben bräuchten, so  Fraktionsvorsitzender Thomas Bittner, für ein Glasfaserkabel mit der Anforderung von mindestens 50Mbit/sec Übertragungsrate.

    Lampertheim ist in der Kernstadt bereits versorgt, ebenso Neuschloß und Teile von Hüttenfeld. Lediglich Randbereiche der Kernstadt, Rosengarten und Hofheim sind unterversorgt. Biblis und Groß-Rohrheim werden durch ein vorhandenes Glasfaserkabel der EWR zum Kernkraftwerk hin mitversorgt. Ein eigenes Kabel, oder die Bezuschussung eines Fremdkabels hält aber die Telekom nicht davon ab, später durch eigene Datenleitungsangebote sich noch die Rosinen herauszupicken, so geschehen kürzlich in  Rüsselsheim, was die kommunalen Investitionen unattraktiv werden lässt. Laut Fritz Röhrenbeck plant die Telekom entsprechend eines Wirtschaftsblattes eine Investition von einer Milliarde Euro in neue Satellitenübertragungstechniken, heißt weg vom Glasfasernetzausbau. Außerdem erprobt sie derzeit eine Ertüchtigung der vorhandenen Kupferleitung auf 500Mbit/sec.

    Alles Anzeichen dafür, dass der Markt in Bewegung ist und Lampertheim sich finanziell nur dann beteiligen sollte, wenn der Bund oder das Land helfen und die Investitionen langfristig wieder in den Stadtsäckel zurückfließen, so Helmut Hummel. zg

     

     

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