Do., 14. Januar 2016, 10:39 Uhr
Mehrere Monate nach geeigneten Nachfolgern gesucht
FDP will weiterhin Neuschlösser Interessen vertreten
NEUSCHLOSS - Auch bei der Lampertheimer FDP herrscht Bedauern, dass in den Stadtteilen Neuschloß und Rosengarten keine Ortsbeiräte für die kommende Wahlperiode gewählt werden können. Die Ortsbeiräte als direkt gewähltes Parallelorgan zur Stadtverordnetenversammlung sind für die Liberalen ein wichtiges Element bürgerlicher Beteiligung. Ortsvorsteher a. D. Gottlieb Ohl (FDP) drückt sein Bedauern darüber aus, dass es im Stadtteil Neuschloß mir fast 1500 Einwohnern nicht gelungen ist, neun Bürgerinnen und Bürger zu finden, die bereit waren, sich für fünf Jahre um die Belange der Menschen in Neuschloß zu kümmern. „Wir haben mehrere Monate erfolglos versucht, geeignete Nachfolger für die ausgeschiedenen Ortsbeiräte Traudel Neudecker und Paul Schneider zu finden. Dass beide nach vielen Jahren hervorragender Arbeit Platz machen wollten, ist verständlich und nachvollziehbar“ so Ohl. Auf die Frage, warum er selbst nicht kandidiert hätte, erklärt Ohl: „Ich wäre mit Sicherheit gewählt worden, hätte dann einem Nachrücker Platz gemacht, da ich nach 18 Jahren als Ortsvorsteher aus dem Gremium ausgeschieden bin. Für ein solches politisches Taktieren zum Wählerstimmenfang, bin ich nicht zu haben. Das ist zwar legal, für mich persönlich bedeutet dies aber Betrug am Wähler“. Sicher, die wichtigsten Themen, wie die Sanierung der bewohnten Altlasten, eine bürgerfreundliche Finanzierung, die Sanierung des Sodabuckels, die begonnene Sanierung des Grundwassers und die Gestaltung des Schlossplatzes wurden während der Amtszeit von Gottlieb Ohl erledigt oder soweit vorangetrieben, dass sie in der jetzigen Wahlperiode zu Ende gebracht werden konnten. Die endgültige Sanierung des Grundwassers ist in der Zwischenzeit von der politischen Bühne in Verwaltungshandeln umgemünzt worden und bei der Stadtverwaltung und dem Projektbeirat Altlasten PAN gut aufgehoben. Parteichef Thomas Bittner ist hier optimistisch: „Der Projektbeirat, der ebenfalls von Gottlieb Ohl und Ralf Peter gegründet wurde, besteht aus Menschen mit einem hohen Fachwissen und wird von den Behörden auch so wahrgenommen, Dieses Gremium wird den Neuschlössern auch weiterhin zu Verfügung stehen.“
Bittner und Ohl versichern den Bürgern in Neuschloß und Rosengarten jedoch unisono: „Wenn wir wieder gewählt werden, dann vertreten wir die Interessen von Neuschloß und Rosengarten wie in den vergangenen fast 23 Jahren wieder mit großem Engagement in der Stadtverordnetenversammlung, den Ausschüssen und dem Magistrat. „
Vielleicht sollten alle demokratischen Parteien einmal darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoll wäre in den Stadtteilen überparteiliche Listen aufzustellen, denn das Interesse an parteipolitischer Arbeit in den Ortsbeiräten wird mit Sicherheit nicht zunehmen. Dennoch sollte es, wie auch bisher, unser aller Ziel sein Bürger für ein kommunalpolitisches Engagement zu begeistern“ resümieren Ohl und Bittner in ihrer Stellungnahme. zg