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Mo., 22. August 2016, 23:02 Uhr
Innenhoffest des MGV 1840 konnte auf viele Besucher zählen
Feiern in der Sommerfrische mit Musik und Gesang
Der guten Stimmung beim Innenhoffest des MGV 1840 Lampertheim konnte das frische Augustwetter nichts anhaben. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Die Bratkartoffeln in der Riesenpfanne mussten auf Genießer nicht lange warten, wie das Grillfleisch, der Schafskäse und der Wurstsalat gehören sie traditionsgemäß zum gelungenen Innenhoffest des MGV 1840 wie die Sonne zum August. Die aber hielt sich besonders am Samstag sehr zurück, dafür sorgte ergiebiger Regen für einen schön glänzenden Bühnenboden und die Sonnenschirme bewährten sich als Regenschirme. Und dann das große Glück am Abend – pünktlich zum Auftritt der Lampertheimer Musikgruppe „Second Chance“ war der Regen vorbei und mitreißende Rhythmen heizten den Zuschauern ein. Mit dem Lied von Marius Müller-Westernhagen „Ich bin wieder hier“ stimmte die Band das Publikum auf den harmonischen Abend ein. Die Bandmitglieder, die erst in reiferen Jahren zu ihrer gemeinsamen musikalischen Leidenschaft gefunden hatten und sich gerne mal „Altrocker aus LA“ nennen, waren bei ihrem Open-Air-Konzert in ihrem Element. Alle Musiker sind Schüler der Musikschule Lampertheim. Zum Abschied waren zwei rockige Zugaben fällig. MGV-Vereinsvorsitzender Holger Schneibel nutzte die kurze Umbauphase für den folgenden Bühnenauftritt des Bollwerk-Duos zur Begrüßung der Besucher, die er einlud, das Innenhoffest auch am Sonntag zu besuchen. Namentlich begrüßte Schneibel Bürgermeister Gottfried Störmer, Gottlieb Ohl, den Vorsitzenden der Kulturkommission und die Lampertheimer Spargelkönigin Stefanie II. Im Samstagabendprogramm ging es weiter Barbara Boll und Patrick Embach, die dem Publikum mit ihrer Liedauswahl aus dem Herzen sangen. Mit „It never rains in Southern California“, ein aktueller Bezug zur dortigen Wetterlage, ging es los, um nach Amy Winehouse und einer französischen Anbetung der Liebe bald mitten im deutschen Schlager zu landen. Mitschwingen, auch Mitsingen zu Freddy Quinns altem Hit „Seemann, deine Heimat ist das Meer“ war ein Vergnügen, das ein Strahlen in die Gesichter zauberte. Humorvoll unterhaltend leitete Sängerin Barbara Boll zu weiteren Schlagern über. „Mach mir den Schmetterling, mein Hase“, forderte sie kess ihren Keyboarder und Mitsänger auf. Als „Butterfly“, wie ein Schmetterling im Sonnenschein, kam der traumhafte Song angeflogen. Aus den Reihen des MGV 1840 hatten sich ein Frauenensemble und der Männerprojektchor zusammengefunden, um dem Publikum jeweils drei Lieder zu präsentieren. Die Damen hatten „Lollipop“ und „Amarillo“ im Programm und zur Melodie von „Rote Lippen soll man küssen“ einen eigenen Text mit dem Titel „Schöne Feste soll man feiern“ gedichtet. „Mambo“ und „Männer“ von Herbert Grönemeyer sowie „Westerland“ von den „Ärzten“ hatten die Männer vorbereitet. Eindrucksvolle Leistungen hatten die 75 Helferinnen und Helfer erbracht, die für den Auf- und Abbau zuständig waren, zentnerweise Kartoffeln und Zwiebeln schälten und die Bewirtung der Besucher stemmten. Drei Zentner Kartoffeln und zwei Zentner Zwiebeln hatten Lampertheimer Bauern gestiftet, die auch Vereinsmitglieder sind, wie der Vereinsvorsitzende mitteilte. Über die Unterstützung durch „cultur communal“ zeigte sich Schneibel sehr dankbar, da die Bühne eine Leihgabe war und der Bühnenaufbau vom Bauhof übernommen wurde. Am Sonntag gestalteten mehrere befreundete Chöre und der Evangelische Posaunenchor aus Hofheim den musikalischen Frühschoppen. Unter der Leitung von Andrea Hintz-Rettenmaier trat der vereinseigene Kinderchor auf. Hannelore Nowacki
Der Samstagabend gehörte der musikalischen Unterhaltung. Foto: Hannelore Nowacki