Der Chor Joyful unterhielt die Besucher des Innenhof-Festes mit einem abwechslungsreichen Programm. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Wie schön kann doch der August sein. Beim Innenhof-Fest des MGV 1840 am Samstagabend zeigte sich der Sommer von seiner angenehmen Seite – nicht zu heiß, aber trocken. Unter freiem Himmel schmeckte das Essen, während Helmut Wehe (Gesang und Gitarre) und Patrick Embach (Gesang und Keyboard) mit Unterhaltungsmusik bis Mitternacht zum Tanzen animierten und das Discofieber entfachten.
Beim Innenhof-Fest des MGV 1840 genossen die Besucher das Essen, Musik und Gesang. Foto: Hannelore Nowacki
Mit Einbruch der Dunkelheit sorgte der Chor Joyful unter der Leitung von Elisabeth Seidl für eine Sternstunde des Gesangs. Genau genommen waren es faszinierende 35 Minuten, in denen das Publikum im voll besetzten Innenhof begeistert lauschte und am Schluss nach Zugaben verlangte. Ein Medley aus dem Musical „Sister Act“ brachte die Stimmung im Innenhof auf Touren, wobei der Nonnenchor stilgerecht kostümiert auftrat. Beim Musical „Starlight Express“ waren die Männer am Zug. „Höre ich den Nachtzug“ war ihr gesanglicher Einstieg. Bunt und gemischt machte sich der Chor Joyful anschließend auf die gesangliche Reise nach Afrika - zunächst mit „The Lion Sleeps Tonight“ aus dem Musical „König der Löwen“. Aus dem „Dschungelbuch folgte das Lied „Ich wäre gern wie du“. Zu den afrikanischen Kompositionen gehörte das sanfte religiöse Lied „Siyahamba“ und der aufstampfend temperamentvolle Protestsong der Zulus „Aya ngena“. „Hakuna Matata“, ein weiteres Stück aus dem Musical „König der Löwen“ folgte und dann noch „Africa“ von Toto. Nach dem Auftritt waren die Chormitglieder wieder bei der Bewirtung im Einsatz. Der lange Regen kam erst am Sonntag, so wie es der Wetterbericht vorhergesehen hatte. Willkommen war das himmlische Nass zwar nicht, aber leider nicht abzustellen. Allerdings genießen Verein und Gäste bei den Innenhof-Festen des MGV 1840 den Vorzug, vom Innenhof in die geschützte Notkirche umziehen zu können. So kam Vereinsvorsitzender Holger Schneibel am Sonntagnachmittag trotz Wetterlage zu einer sehr positiven Bilanz: „Wir sind wirklich zufrieden“. Im großen Saal des evangelischen Gemeindezentrums der Lukasgemeinde sei es den ganzen Vormittag und über Mittag voll gewesen, berichtete Schneibel dem TIP. Während der Regen auf allen Tischen und Bänken für Pfützen sorgte, fühlten sich einige Gäste und der Vereinsvorsitzende draußen wohl, zwar unter einem der Sonnenschirme sitzend, aber bei 17 Grad war es nicht gerade wohlig warm. Gegen 15 Uhr hatte der Vereinschef die letzte Portion „gegrillter Schafskäse“ ergattert. Ein paar Bratwürste gab es noch, aber bald waren auch die verkauft. Im Gewölberaum war vom riesigen Kuchenbüffet nur noch ein winziger Rest übrig. Ein Ergebnis, das den Damen im Verkauf ein glückliches Strahlen in die Gesichter zauberte, aber einige Gäste ein wenig ratlos machte. Die meisten Kuchenstücke hatten diesmal das Innenhof-Fest in gut verpackten Paketen verlassen – für den gemütlichen Verzehr beim Sonntagskaffee zu Hause. Zum Frühschoppen im Saal sangen mehrere Lampertheimer Chöre – der gemischte Chor der Liedertafel, der St.-Andreas-Chor und die Chorgemeinschaft Cäcilia und Sängerbund Sängerrose. Trotz Ferienzeit war es Andrea Hintz-Rettenmaier gelungen, zehn Crescendo-Chorkinder auf die Bühne zu bringen. Mit dem Hit „Atemlos“ begeisterte Lilly Herweck sicher nicht nur den Vereinsvorsitzenden. Mit dem Posaunenchor Hofheim endete der musikalische Frühschoppen. Hannelore Nowacki