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Mo., 12. Oktober 2015, 08:35 Uhr
Lessing-Gymnasium: Silke Weimar-Ekdur zur Schulleiterin ernannt
Feierstunde mit großem Programm, viel Lob und guten Wünschen
Mit der Kapitänsmütze ausgestattet, im Kreise ihrer Mitarbeiter, startet Silke Weimar-Ekdur als Schulleiterin in eine vielversprechende Zukunft. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Das Lessing-Gymnasium (LGL) hat eine neue Schulleiterin – eigentlich schon seit dem Frühjahr, als Silke Weimar-Ekdur ihre Ernennungsurkunde erhielt. Das Staffelholz hatte sie da schon ein Jahr zuvor bei der Amtseinführung von Frank Bocksnick übernommen, der weiterhin stellvertretender Schulleiter ist. Am Freitagabend begann die Feierstunde in der voll besetzten Mensa mit dem Percussion-Ensemble unter der Leitung von Musiklehrer Jerôme Dath, ein stimmungsvoller Einstieg in ein großes Programm mit Wortbeiträgen von Schülern und Lehrern, mehreren eindrucksvollen Kostproben des musikalischen Potenzials der Schüler und vielen emotional gehaltenen Grußworten von amtlicher Seite. Neben der Schulgemeinde, Schulleitern aus dem Kreis Bergstraße und früheren Lehrerkollegen, waren Vertreter aus verschiedenen Bereichen des schulischen und gesellschaftlichen Lebens der Einladung der Schule gefolgt. Ebenso waren Familie und Freunde von Schulleiterin Weimar-Ekdur zur Feier gekommen. Stellvertreter Bocksnick begrüßte in seiner Ansprache eine Vielzahl von Gästen namentlich und erklärte den Zuhörern die jeweiligen Arbeitszusammenhänge. Gegenwärtig besuchen genau 1111 Schüler das LGL, ließ Bocksnick die Zuhörer wissen. Nach dem Schulentwicklungsplan des Kreises Bergstraße solle das Lessing-Gymnasium kontinuierlich bis auf etwa 1250 und ab dem Schuljahr 2021/22 auf etwa 1350 Schülerinnen und Schüler anwachsen. Vom Staatlichen Schulamt in Heppenheim waren Gymnasialdezernentin Lotte Schwan und die regionale Europaschulkoordinatorin Margit Rippert gekommen. Die Stadt Lampertheim hatte den Ersten Stadtrat Jens Klingler entsandt. Für den Schulverbund Lampertheim sprach Gabriele Polzin, Schulleiterin der Elisabeth-Selbert-Schule. Weitere Grußworte sprachen Kollegen aus Reichelsheim und Bensheim, vom Studienseminar Heppenheim und vom Schulseminar des LGL sowie Pfarrer Ralf Kröger von der Martin-Luther-Gemeinde, die Vorsitzenden von Schulelternbeirat und Förderverein, Barbara Werner und Frank Tampe, der Personalratsvorsitzende Horst Jüllich und der Sprecher der Schülervertretung Faisal Darwish. „Es wäre zu schade gewesen, sich allein zu freuen“, sagte Schulleiterin Weimar-Ekdur in ihrer Ansprache. Als passender Zeitpunkt für die Feierstunde am Freitagabend, aus der dann ganz locker fast drei Stunden wurden, habe sich nach Abitur und anderen Ereignissen der Herbst angeboten, erklärte sie den Zuhörern. Beim Erstellen der Gästeliste sei die vielgestaltige Organisation der Schule und das außerschulische Beziehungs- und Bildungsgeflecht deutlich geworden, erklärte sie, was sie als großen Vorzug wertete. Besonders freue sie sich, dass ihr unmittelbarer Vorgänger Dr. Jürgen Haist angereist war. Den Zuhörern stellte sie die zahlreichen Schwerpunkte des LGL vor, die in ihrer Gesamtheit ein Alleinstellungsmerkmal seien, aber auch eine Herausforderung. Mit vereinten Kräften gehe es jetzt um die Konsolidierung, nicht um weitere Expansion.
Die herzlichen künstlerischen Glückwünsche erhielt Schulleiterin Silke Weimar-Ekdur von der Kunst-AG. Foto: Hannelore Nowacki
„Schule ist heute nur im Team zu leiten“, betonte Weimar-Ekdur und unterstrich dies mit einem Zitat von Gotthold Ephraim Lessing, dem Philosophen und Namensgeber der Schule: „Wir alle sind Blätter an einem Baum, keins dem andern ähnlich, das eine symmetrisch, das andere nicht, und doch alle gleich wichtig dem Ganzen“. Landrat Christian Engelhardt, Schuldezernent im Kreis Bergstraße, der auch Träger des Lessing-Gymnasiums ist, sprach in seiner Rede von der Bedeutung der Schule als Dreh- und Angelpunkt im Leben der Kinder, vom sozialen Zusammenhalt, der Kultur- und Wertevermittlung und der Integrationsleistung.
Dabei komme es auf die Unterstützung der Eltern an und auf das pädagogische Personal. Sein Resümee: „Schule ist wichtig“. Nachdem Schulleiterin Weimar-Ekdur von ihrem Stellvertreter Bocksnick im Kreise der Mitarbeiter mit einer Kapitänsmütze ausgestattet worden war, sagte Landrat Engelhardt: „Ich will Sie als Kapitän ansprechen und wünsche Ihnen, dass Sie das Schiff mit vollen Segeln in den Hafen steuern“. Der Landrat, noch frisch im Amt, freut sich auf die Zusammenarbeit, wie er ausdrücklich betonte. Erster Stadtrat Klingler überbrachte die Grüße von Magistrat und ehrenamtlichen Repräsentanten der Stadt Lampertheim und lobte die kooperative Art der neuen Schulleiterin, die er in persönlichen Gesprächen kennengelernt habe. Sein Fazit: „Wir ziehen regelmäßig in Lampertheim den Hauptgewinn“. Ronja Wosch, Schülerin der Stufe Q3, führte als routinierte Moderatorin durch das Programm. In mehreren Beiträgen zeigten die Schülerinnen und Schüler, wie sie die bunte Vielfalt aus 18 Nationen gemeinsam leben und verbanden ihre Grußworte mit persönlich gehaltenen Glückwünschen für ihre neue Schulleiterin. Die guten Wünsche erreichten ihre Schulleiterin in verschiedenen Sprachen von Arabisch, Russisch bis Somalisch sowie in der Unterrichtssprache Französisch, die Weimar-Ekdur neben Englisch lehrt. Nach dem gemeinsamen musikalischen Abschluss mit dem Schulleiterinnen-Begrüßungs-Kanon waren die Gäste zum Sektempfang in der Aula eingeladen. Hannelore Nowacki
Im Rahmen der Feierstunde überreichte Lotte Schwan, Gymnasialdezernentin des Staatlichen Schulamts, die Urkunde der Herbert-Quandt-Stiftung für das Lessing-Gymnasium Lampertheim, das beim Trialog der Kulturen mit dem Motto „Vereint in der Verschiedenheit“ unter den teilnehmenden hessischen Schulen den 1. Preis gewonnen hat. Foto: Hannelore Nowacki