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  • Fr., 21. November 2014, 12:22 Uhr
    Goetheschule wird erweitert – mehr Raum für Unterricht, Mensa und Betreuung

    Feierstunde mit Grundsteinlegung

    Landrat und Schuldezernent Matthias Wilkes füllte gemeinsam mit Kindern der Goetheschule die kupferne Zeitkapsel, die dann dauerhaft in den Grundstein eingemauert wurde. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Die Kinder der Grundschule haben sich schon intensiv mit dem entstehenden Neubau auf dem Schulgelände befasst. Unter der Fragestellung „Was wächst denn da, blüht hier was, wird hier was gebaut“ hatten sie ihre Ideen in vielen Bildern aufgezeichnet. Mit dem Ersatzneubau für mehr Raum in der Goetheschule investiert der Landkreis Bergstraße zwei Millionen Euro in die Zukunft. Bei der Feierstunde für die Grundsteinlegung am Dienstagmittag in der Turnhalle machte Landrat und Schuldezernent Matthias Wilkes deutlich, dass die neuen Räume auch einen weiteren Schritt zur Ganztagsschule bedeuten. Die Nachfrage nach Betreuung sei gestiegen und „Schule ist ein entscheidender Standortfaktor“.  Wilkes betonte die Verpflichtung der öffentlichen Hand die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Zudem könne die Ganztagsschule zum Ausgleich der sozialen Unterschiede beitragen, die bislang immer noch den schulischen Erfolg entscheidend beeinflussten. Die alten Pavillons hätten nicht mehr den Sicherheitsstandards entsprochen, eine Renovierung wäre nach gründlicher Prüfung nicht wirtschaftlich gewesen. Mit dem Ersatzneubau, der in den Sommerferien 2015 fertiggestellt wird, erhält die Goetheschule drei weitere Unterrichtsräume mit angeschlossenen Gruppenräumen, eine neue Mensa mit Platz für rund 80 Schüler, Nebenräume wie Küche, Lagerflächen und Technik. Die Goetheschule wird zurzeit von 330 Kindern besucht, das Betreuungsangebot wird von 75 Kindern genutzt. Aus Platzmangel mussten die Kinder bisher im Schichtbetrieb zu Mittag essen. Bis der Neubau genutzt werden kann, dient eine Containeranlage als Raumersatz. Der Goetheschule bescheinigte Wilkes verschiedene exzellente Konzepte der Pädagogik, „die jedoch Raum brauchen“. Angesichts der weitläufigen Baustelle meinte der Landrat: „Halten Sie durch mit der Vorfreude auf Sommer 2015“. Der Schulchor unter der Leitung von Bettina Wosch beeindruckte die Zuhörerschaft mit themenbezogenen, fröhlichen Liedern. „Bau nicht dein Haus auf den losen Sand“ war der musikalische Rat in einem der Lieder. Zur Feierstunde waren auch Eltern, Lehrerkollegen, Schulleiterinnen und zahlreiche Mandatsträger aus Magistrat und Stadtverordnetenversammlung gekommen. Schulleiterin Margarete Veltman gab einen Überblick über die Leistungen der Goetheschule, die sich zahlreiche Attribute erarbeitet hat wie „betreute“ und „bewegte“ Grundschule. Seit zwei Jahren ist sie „selbständige Schule“ und wurde erst kürzlich als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. „Die Goetheschule ist schon immer eine innovative Grundschule“, resümierte Veltman. Dazu gehöre, sichere Wege zu verlassen, aber die Schule im Blick zu haben. „Diesen Herausforderungen der Zukunft wollen wir uns stellen“, sagte Veltman und zitierte ein weiteres Mal Goethe, der schon damals erkannt hatte: „Die Schwierigkeiten wachsen, je näher man dem Ziele kommt“.

    Nichts bleibt wie es ist. Das könnte die Botschaft beim rasanten Stacking sein – die hohe Kunst des Becherstapelns beginnt stets von neuem. Marko Jäger und Stephan Finkel (im Stacking-Becherturm) vom Architektenbüro Grüninger hatten den Kindern ihre Planungen für das neue Gebäude erklärt, in dem nicht alles gerade sein werde. Foto: Hannelore Nowacki


    Veltman wies auf die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Lampertheim hin und lobte die gute Vernetzung mit den Kindertagesstätten. Bürgermeister Störmer, der die alten Pavillons noch aus seiner Schulzeit kannte, meinte in seinen Grußworten: „Es war höchste Zeit, diese durch einen Neubau zu ersetzen“. Die Kinder aus der Stacking-AG unter der Leitung von Conny Prinz erhielten für ihre rasanten Vorführungen viel Applaus. Gemeinsam mit Landrat Wilkes füllten die Kinder die kupferne Zeitkapsel für die Grundsteinlegung mit allem, was vielleicht in hundert Jahren über unsere heutige Zeit informieren kann. Am Rande der Baustelle lag der hohle Grundstein bereit, um die Kapsel aufzunehmen. Mit Maurerkelle und Mörtel machte Landrat Wilkes den Anfang, dann drängten sich Jungen und Mädchen um den Grundstein, um ihn schließlich vollständig zu verschließen. Am Schluss durfte mit dem Gummihammer die dauerhafte Versiegelung eingeleitet werden. Die Feierstunde endete auf Einladung des Landrats mit einem Umtrunk und Imbiss. Hannelore Nowacki



     

     

     

     

     

     

     

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