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  • Di., 14. Oktober 2014, 07:11 Uhr
    Buntes Treiben mit vielfältigem Angebot beim 5. Bauernmarkt mit Kunst-Hand-Werk

    Feine Kunst, Handwerk und Handarbeiten

    Zur feierlichen Eröffnung begeisterte die Trommelgruppe der Landfrauen die Zuschauerrunde mit traditionellen afrikanischen Rhythmen. Bürgermeister Gottfried Störmer und Spargelkönigin Melanie I. eröffneten den 5. Bauernmarkt in Lampertheim. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Schon vor der offiziellen Eröffnung des 5. Bauernmarktes in Lampertheim waren mehrere Besucher in die Biedensandstraße gekommen. Links und rechts an der Straße und auf dem Hofgelände des Kreuzhofbauern und von Familie Knecht hatten etwa 30 Aussteller ihre Stände aufgemacht. Neben Essen und Trinken war vieles geboten, was der Veranstalter kurz als Kunst-Hand-Werk angekündigt hatte. Die Sonne kam erst zur späteren Mittagszeit durch den Hochnebel durch, aber das störte niemanden. Die Hauptsache – kein Regen. Dafür leuchteten die zum Verkauf und zur Zierde ausgestellten Kürbisse in allen Größen und vielen Farben um die Wette. Bürgermeister Gottfried Störmer eröffnete den Bauernmarkt gemeinsam mit Spargelkönigin Melanie I. Störmer dankte dem Kreuzhofteam als Veranstalter für das Engagement und lobte das vielfältige Angebot.

    Als Schirmherr habe er darauf zu achten gehabt, dass das Wetter einigermaßen sei. Die Eröffnung wurde von der Trommelgruppe der Landfrauen unter der Leitung von Ingrid Morweiser-Sadik mit traditionellen afrikanischen Rhythmen begleitet, wie sie dort auf dem Land bei der Feldarbeit verbreitet sind. Bewundernde Blicke zogen die Oldtimertraktoren auf sich, Hochglanzschätze der Freunde historischer Fahrzeuge aus Bürstadt und Lampertheim. Kinder lieben Speckstein, das weiß Hildegard Babin aus Bensheim aus Erfahrung. Deshalb hatte sie neben ihrem Stand mit fertigen Schalen, Kerzenständern und Skulpturen aus Speckstein einen Tisch mit Werkzeug und Rohmaterial aufgebaut, an dem Kinder ausprobieren konnten, wie sich Speckstein mit Feilen, Raspeln und Sägen in die gewünschte Form bringen lässt. „Ähnlich wie Holz kann man Speckstein bearbeiten“, erklärte die Kunsthandwerkerin.

    Ein Schmied hatte seinen Ofen mitgebracht und schmiedete das heiße Eisen mit Hammer und Amboss. Dass Schmieden  gar nicht so leicht geht, wie es aussieht, stellte ein Zuschauer beim Ausprobieren schnell fest. Bei einem anderen Stand war Erntezeit im Häkelbeet angesagt. Eine kunstvolle Tierwelt aus Zimbabwe hatte Michael Sack im Angebot. Klaus Neudecker hat  helles, leichtes Lindenholz aus einheimischem Forst mit LED-Licht zum Leuchtobjekt geadelt. Mit ihrem Kuchenverkauf verfolgten die jungen Leute vom Leo-Club, der Nachwuchsorganisation des Lionsclubs, einen guten Zweck, den Leo-Präsident Daniel Schnell erklärte: Der Erlös fließt in ein Schulprojekt in Ghana, um die Lehrergehälter zu bezahlen. Aus Spendengeldern wurde bereits das Gebäude errichtet und die Trinkwasserversorgung gesichert. Letztes Jahr wurden die selbst gebackenen und gespendeten Kuchen zugunsten der musikalischen Früherziehung in einer Kinderkrippe verkauft. Ab November gehen die Leos auf die Wochenmärkte in Bürstadt und Lampertheim, um Sachspenden wie Spielzeug und Schreibwaren für die „Leo Engelspost“ zu sammeln.

    Hannelore Nowacki

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