Abenteuerreise in die Welt der Mathematik, des kreativen Schreibens, der Burgen und Klöster des Mittelalters sowie alternativer Energien
Ferienakademie feierte gelungenen Abschluss
Die zehnjährige Ronja präsentiert die im Rahmen der Ferienakademie erstellten Basteleien aus der Mathematik – unter anderem archimedische Körper. Foto: Benjamin Kloos
HÜTTENFELD – Eine ganz besondere viertägige Abenteuerreise in die weiten Gebiete von Mathematik, des kreativen Schreibens, der Welt der Ritter und Mönche des Mittelalters sowie der alternativen Energien Windkraft, Solartechnik und Brennstoffzellen unternahmen 40 hochbegabte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 4 bis 6 aus dem gesamten Kreis gleich zu Ferienbeginn – das Programm der Ferienakademie 2019 sah täglich etwa sechsstündige Erkundungen im ausgewählten Arbeitsgebiet und interessante Freizeitangebote in den kursfreien Zeiten vor. Im Litauischen Gymnasium waren dabei in den besten geeigneten Räumen, die gleichzeitig Raum zum Lernen aber auch für Freizeit und zum Übernachten boten, dem Forscherdrang keine Grenzen gesetzt.
Im bis auf den letzten Platz gefüllten Schlosssaal der Schule versammelten sich am Donnerstagnachmittag alle Teilnehmer, Kursleiter und Freizeitbetreuer, Eltern und interessierte Besucher aus den Schulen der teilnehmenden Kinder zum feierlichen Abschluss mit der ersten Präsentation der Ergebnisse: Die Teilnehmer des Projektes „Kreatives Schreiben” trugen nach der offiziellen Begrüßung und Grußworten, unter anderem durch den Lampertheimer Bürgermeister Gottfried Störmer, ihre selbst geschaffenen Texte vor. Ein Thema dieser Texte war der Klimawandel, in einem beeindruckenden Vortrag schilderte eine Projektteilnehmerin: „Unser Planet ist wunderschön, warum zerstören wir ihn? Warum? Warum?” und rief am Ende laut ”Stop!”. Weitere Themen warten unter anderem warum Mathematik benötigt wird oder eine Traumreise, welche die Besucher begleitet von Klaviermusik zur Entspannung einlud.
„Es ist toll, wenn man nicht nur selbst etwas macht, sondern dies auch weiter gibt, zum Beispiel durch Anregungen”, erläuterte Dr. Gabriele Hoffmann vom Litauischen Gymnasium in ihrer Begrüßung. Stolz ergänzte sie, dass die jungen Nachwuchsforscher von aktuellen und ehemaligen Abiturienten des Litauischen Gymnasiums betreut wurden – „begabte Schüler betreuten begabte Schüler.”
Dr. Melanie Eberhard freute sich über die gelungene 17. Auflage des Feriencamps. „Mit 13 Schulen haben wir einen neuen Rekord, darunter sind auch zwei Grundschulen.” Wichtig war den Organisatoren, dass die teilnehmenden Schüler nicht nur eine Empfehlung seitens ihrer Lehrer für das Feriencamp hatten, sondern dass diese auch selbst eine Bewerbung für dieses abgaben – mit einer ausführlichen Begründung, warum sie an diesem Camp teilnehmen möchten.
Als Projektleiterin und -leiter konnten Janine Kolling (Alexander-von-Humboldt-Schule, Viernheim) für das Angebot „Kreatives Schreiben“, Matthias Abendroth (Gymnasium Michelstadt) für den Bereich „Geschichte“, Dimitrios Kostopoulos (Litauisches Gymnasium, Lampertheim-Hüttenfeld) für den Kurs „Neue Energien“ und Felix Lotz (Altes Kurfürstliches Gymnasium, Bensheim) für das Fach „Mathematik“ gewonnen werden.
Impressionen aus der Ferienakademie
Im Anschluss an die Begrüßung konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte vorstellen. Im Bereich der „Alternativen Energie” gab es eine Tankstelle für Elektroautos zusehen, die mit Solar- und Bewegungsenergie betrieben wird, in dem eine Brennstoffzelle im Auto aufgeladen wird oder eine Alarmanlage, die durch Wind betrieben wird, und die die zehnjährige Arianita fachgerecht erläuterte.
Basteleien aus der Mathematik standen im Bereich Mathematik im Vordergrund, wobei auf praktische Weise mathematisches Verständnis und dreidimensionales Denken gefördert wurden: Die Schülerinnen und Schüler begaben sich auf eine Reise, die von den alten Griechen bis in die Zukunft führte. Am Donnerstag präsentierten die jungen Teilnehmer zahlreiche aus Papier gebaute geometrische Körper – unter anderem archimedische sowie platonische Körper.
Geschichte anfass- und erlebbar machte das Projekt „Willst Du wissen, wie Ritter und Mönche gelebt haben?”. Die Schüler wurden nicht nur Architekten einer mittelalterlichen Burg und Erbauer von Rüstungen, sondern durften in Lorsch selbst Essenzen herstellen. Benjamin Kloos