Sa., 22.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 29. Juli 2019, 09:43 Uhr
    Abenteuer Polizeistation - ausprobieren von Handschellen und Zelle

    Ferienspiele bei der Polizei mit Führung und Vorführung



     

    LAMPERTHEIM – Was kann man in der größten Polizeistation in Südhessen erleben? Wer nach einem Polizeieinsatz in die Zelle kommt, wird sich nicht freuen, auch Fingerabdrücke abzugeben mag nicht angenehm sein. Doch die Ferienspielkinder, die am Donnerstag bei der Polizei in der Florianstraße zu Gast waren, hatten Spaß und gar keine Scheu. Zur Begrüßung und zum Spielen an diesem schon sehr heißen Morgen hatte Susanne Camus von der Stadtjugendförderung mit dem Spielmobil einen schattigen Platz beim THW ausgesucht, den einzigen weit und breit. Auf den ausgelegten weichen Matten saß die Kinderschar und hörte zu, was die drei Polizisten ihnen zum Empfang zu sagen hatten. Den Vormittag werde man nun miteinander verbringen, kündigte Polizeioberkommissar Dirk Neumann an. Nach der Führung in zwei Gruppen durch die Polizeistation stand eine halbstündige Vorführung eines Polizeihundeführers aus Heppenheim mit seinem Diensthund auf dem Programm. Vom stellvertretenden Dienststellenleiter Gerald Gürtelschmied, erfuhren die Kinder, dass in Lampertheim 90 Leute im Schicht- und Streifendienst sowie in der dezentralen Ermittlungsgruppe tätig sind, Beamte und Angestellte. In Viernheim gebe es mit der Ermittlungsgruppe zwölf Polizisten. „Vielleicht wäre das was für euch?“, fragte er. Für die Berufswahl in einigen Jahren gab der Polizeihauptkommissar den Kindern einen wichtigen Tipp – für den Polizeiberuf brauche man Abitur. Während die erste Gruppe mit Polizeioberkommissarin Silvia Köglmeier und Betreuerin Nele Camus zur Besichtigung der Polizeistation unterwegs war, beschäftigte sich die zweite Gruppe mit allerlei Spielen und kreativen Dingen. Vor der Praxis kam die Theorie bei der Führung. Ein Plakat mit der Aufschrift „Hilfe-Insel“ hing an der Tafel im Konferenzraum. Wer weiß, was eine „Hilfe-Insel“ ist? Auf ihre Frage erhielt die sympathische Polizistin ein paar richtige Antworten. Ihr Rat an die Kinder: „Es ist immer gut, wenn ihr einen Zettel mit der Handy-Nummer von eurer Mama oder Papa dabei habt.“ Und wer hat schon ein Handy? Vier Kinder streckten die Finger hoch. „Und was macht ihr mit dem Handy?“. Jedenfalls nicht nur telefonieren, ließen die Kinder bei diesem Thema ein wenig schüchtern wissen. Silvia Köglmeier erklärte, was sie am Gürtel trägt, ein ganzer Gürtel voller Waffen, die Pistole und vieles mehr. Der Schlagstock lässt sich praktisch zur vollen Länge ausfahren, das führte sie vor. Eine Schießübung im Jahr sei Pflicht, zwei bis drei weitere Schießtermine seien üblich. Beim Abstieg ins Untergeschoss wird es etwas kühler, ein Gefühl, das nicht lange währt. Drei Zellen gibt es, die Türen waren offen. Die Kinder dürfen in eine Zelle hineingehen und auf der Matratze Platz nehmen, die auf einem gekachelten Sockel liegt. Dann hat die Polizistin eine tolle Idee, die bei den Kindern gut ankommt: Sie schließt die Tür. Ein Erlebnis, das sich auch die anderen Kinder der Gruppe nicht entgehen ließen, die dann in die Zelle drängten. Fragen über Fragen ergaben sich im Laufe des lockeren Zellenaufenthalts, bis hin zur Klärung, was „bedrohen“ heißt. Bei der Fingerabdruckaktion drängten sich die Kinder um Silvia Köglmeier, die ihnen alles genau erklärte. Aber nicht alle wollen die schwarze Tinte an den Fingern haben, wie der sechsjährige Niklas. Für saubere Finger sorgte sogleich Nele Camus mit einem wirksamen Reinigungsmittel. Hinten am Gürtel trug Silvia Köglmeier Handschellen, die zum Ausprobieren animierten. Zum Glück hat sie immer den passenden Schlüssel parat. Der achtjährige Henrik war schon letztes Jahr dabei, Finn, neun Jahre alt, erzählte, dass er schon dreimal mit den Ferienspielen bei der Polizei gewesen sei, ganz besonders freue er sich auf die Hundevorführung. Zum Abschluss lernten die Ferienspielkinder ein Einsatzfahrzeug von innen kennen. Einmal am Steuer sitzen, ein Wunschtraum, der Wirklichkeit wurde. Hannelore Nowacki

     Einmal am Steuer eines Polizeiautos Platz nehmen, auch das war beim Besuch der Polizeistation möglich. Foto: Hannelore Nowacki


     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2