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Do., 29. Oktober 2015, 16:49 Uhr
Heißes Feuer und magische Lichtspiele
Feuerabend bei „GUTDRAUF“-Herbstferienspielen bekam viel Applaus
Die Faszination des Feuers wurde durch das Fackelfeuer spürbar. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Fackelflammen loderten und wurden mit schnellen Drehungen zu kunstvollen Lichteffekten umgewandelt, magische Lichtspiele formten in der Dunkelheit farbige Kreise und Wellen von ergreifender Schönheit. Leuchtende geschnitzte Kürbisgesichter, auf der Bühne in zwei langen Reihen zu sehen, strahlten in der Dunkelheit. Im Rahmen der „GUTDRAUF“-Herbstferienspiele präsentierten Ferienkinder im Alter von sechs bis 13 Jahren und die Teamer unter der Leitung von Werner Hartel von der Sportjugend Bergstraße am Dienstag in der Riedhalle Eltern, Freunden und Angehörigen einen einstündigen „Feuerabend“, der mit viel Applaus belohnt wurde. Das Spiel mit dem Feuer barg jedoch keinerlei Gefahren, da die Kinder seit Montag in das Thema Feuer eingewiesen worden waren, wie Hartel im Gespräch mit dem TIP erläuterte. Zu Beginn führten zwei Mädchen einen Kerzentanz auf. Heiße Flammen wurden anschließend an Stäben entfacht. Eine besondere Zauberkraft entfalteten die LED-Leuchtstäbe in den Händen der Kinder, die diese äußerlich unscheinbaren Werkzeuge des Lichts gekonnt im Kreis und in Wellen bewegten – in der dunklen Halle entstanden auf diese Weise farbige Kreise und Figuren, die schwerelos im Raum zu schweben schienen. Auch die Teamer hatten sich in dieser Kunst geübt. Janine Klingler war wieder dabei, vor drei Jahren noch im Freiwilligen Sozialen Jahr, ist sie jetzt Jugendwartin der Sportjugend Bergstraße. Am Schluss war die Faszination brennender Fackeln zu spüren, die Werner Hartel den Zuschauern nahebrachte. Wer möchte Feuerschlucken? Diese seltene Gelegenheit bot Hartel den Eltern in der Halle an vor dem gemütlichen Teil des Abends. Zehn Teamer unterstützten Hartel bei den Herbstferienspielen, für die er eine Woche Urlaub genommen hatte. Eigentlich hatte er mit täglich etwa 30 Kindern gerechnet, doch der Erfolg war wesentlich größer, erzählte Hartel einerseits begeistert. Denn andererseits wurde es bei 60 Kindern und zehn Teamern beim Mittagessen schon etwas eng, Tische mussten sogar im Flur aufgestellt werden. Und Janines Mutter, Doris Klingler, die täglich ehrenamtlich für die Ferienkinder ein leckeres Mittagessen kochte, hatte alle Hände voll zu tun. Mit nur zehn Euro Beitrag am Tag einschließlich Essen seien die Ferienspiele sehr günstig, erklärte Hartel, was jedoch nur dank der finanziellen Unterstützung durch die Karl-Kübel-Stiftung, die Gemeinde Biblis, die Sportjugend Hessen und den Radfahrverein möglich sei. Hannelore Nowacki