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  • Fr., 23. Februar 2018, 08:55 Uhr
    Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr mit vielen  Beförderungen

    Feuerwehr half im vergangenen Jahr 61 Menschen aus Notlagen

    Gruppenbild nach der Jahreshauptversammlung in der Fahrzeughalle mit Bürgermeister Gottfried Störmer (rechts), beförderten Einsatzkräften, Wehrführer Thorsten Gutschalk (3. von links) und Stadtbrandinspektor Klaus Reiber (links). Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – „Der Personalstand der Feuerwehr Lampertheim kann weiterhin als gut bezeichnet werden“, diesen Satz stellte Stadtbrandinspektor Klaus Reiber seinem Bericht zum Jahr 2017 voran. Nur geringfügig seien die Rückgänge. Lampertheim hatte insgesamt 176 Einsatzkräfte, in der Freiwilligen Feuerwehr Lampertheim Mitte waren zum Stichtag 31. Dezember 85 Mitglieder aktiv gegenüber 86 im Vorjahr. Den Lehrgangs- und Ausbildungsstand bezeichnete Reiber als gut und „sogar sehr gut“. Jedoch müsse die  Tagalarmsicherheit verbessert werden, darüber sei er mit dem Bürgermeister im stetigen Austausch, teilte Reiber der Jahreshauptversammlung mit, an der auch Bürgermeister Gottfried Störmer als oberster Dienstherr teilnahm und unter dem Tagesordnungspunkt „Gäste haben das Wort“ nicht nur den Einsatzkräften selbst dankte, auch deren Familien schloss er in sein Dankeschön ein. „Sie sind da, wenn wir Sie brauchen“, betonte Störmer.

    Zur Jahreshauptversammlung hatte der Magistrat der Stadt Lampertheim in das Technische Zentrum in der Florianstraße eingeladen, voran ging die Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins Lampertheim Mitte, dem 301 Mitglieder angehören. Vorsitzender Ralf Klotzbach berichtete von den zahlreichen jährlich wiederkehrenden Terminen und Tätigkeiten der Mitglieder im Jahr 2017, zu denen die erfolgreiche Christbaumaktion, der Familien- und Ehrenabend, der Tag der offenen Tür und Besuche zu Festlichkeiten bei den Feuerwehren der Region gehörten. Zur Erhöhung des Jahresbeitrags von 20 auf 25 Euro, wie vom Vorstand  vorgeschlagen, kam es nicht, einige Vereinsmitglieder sprachen der Versammlung die Beschlussfähigkeit ab, weil die Einladungen zu spät eingegangen seien. Strittige Punkte traten in der  anschließenden Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr nicht auf, allerdings merkte Ralf Klotzbach unter dem Punkt „Verschiedenes“ an, dass es am Wohlfühlcharakter in der 30 Jahre alten Feuerwache an einigen Stellen mangele, auch die ebenso alte Möblierung sei großenteils erneuerungsbedürftig. Die ziemlich lange Mängelliste ließ sich der Bürgermeister als Ansprechpartner in dieser Angelegenheit geben und versprach sich darum zu kümmern. Wehrführer Thorsten Gutschalk listete in seinem Jahresbericht 2017 insgesamt 212 Einsätze (im Vorjahr 205) auf, von denen 33 Brandeinsätze waren, mit acht Mittelbränden und drei Großbränden. Die ehrenamtlich rund um die Uhr tätigen Einsatzkräfte wurden zu 123 Hilfeleistungen gerufen, darunter vier Einsätze auf Eis und Gewässern, elf Einsätze bei Sturm und Unwetter und acht Verkehrsunfälle. 42 Mal wurden sie zur Menschenrettung und Unterstützung der Rettungsdienste alarmiert. Bei diesen Einsätzen wurden 61 Menschen gerettet oder in Sicherheit gebracht, eine Person konnte nur noch tot geborgen werden. Auch der Altrhein und seine restlichen Fische wurden gerettet. Anfang September waren tausende Fische im sauerstoffarmen Wasser zu Tode gekommen, mit Wasserwerfern konnte das Wasser umgewälzt und aufgefrischt werden. Wegen der Bauarbeiten auf der A6 war die Lampertheimer Feuerwehr zum ersten Mal mit Feuerwehren aus Mannheim und Frankenthal für einen Autobahnabschnitt zuständig – bei einem schweren LKW-Auffahrunfall wurde der Unfallverursacher mit hydraulischen Rettungsgeräten befreit. Bei den Alarmeinsätzen leistete die Freiwillige Feuerwehr Lampertheim Mitte im ganzen Jahr 5.789 Stunden. Außerdem wurden Brandschutzpläne überarbeitet und bei 13 Veranstaltungen mit 330 Stunden Brandsicherheitsdienst geleistet. Bei der Weiterbildung in Lehrgängen und Seminaren kamen 2.893 Stunden zusammen. In die Jahre gekommen sind auch viele Fahrzeuge, die dank der aufwändigen Pflege von Gerätewarten und Helfern eine beachtliche längere Nutzungsdauer erreichten. Auch am 30 Jahre alten Feuerwehrhaus werde gute Arbeit geleistet, lobte der Wehrführer die ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die dafür in ihrer Freizeit, zusätzlich zu Übungsstunden, Weiterbildung und Einsätzen, Betreuung von Kinder- und Jugendfeuerwehr, Zeit mitbringen. Infolge der geleisteten Aus- und Weiterbildungen wurden 23 Einsatzkräfte in die jeweiligen Dienstgrade Feuerwehrmannanwärter (7), Feuerwehrmann und Feuerwehrfrau (8), Oberfeuerwehrmann (2), Hauptfeuerwehrmann (2), Löschmeister (2)  und Hauptlöschmeister (1) befördert. Wehrführer Gutschalk wurde zum Oberbrandmeister befördert. Von der erfolgreichen Arbeit der Jugendfeuerwehr berichtete Jugendwart Sebastian Herweh. Von den 47 Mitgliedern waren zum Stichtag sechs Mädchen, sechs Mitglieder traten  in die Einsatzabteilung über. Die Kinderfeuerwehr feierte ihr 10-jähriges Bestehen im Kurpfalzpark, berichtete Benjamin Raßek, Leiter der Kinderfeuerwehr. Sieben Betreuer brachten den 15 Kindern, darunter zwei Mädchen, auf spielerische Weise die Feuerwehrtechnik nahe und förderten die soziale Kompetenz. Fünf Kinder kamen neu hinzu, fünf Kinder traten in die Jugendfeuerwehr über. Hannelore Nowacki

     

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