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  • Mo., 27. Juli 2015, 10:58 Uhr
    Brandschutzerziehung in der Schillerschule in Bürstadt

    Feuerwehrdiplom für die Teilnehmer

    BUZ: Brandschutzerzieher Siegfried Gebhardt und sein Kollege Klaus Ottermann schauten in der Schillerschule in Bürstadt vorbei. Foto: oh


    BÜRSTADT - „Eins, Eins, Zwei, Hilfe komm herbei“, so schallte es die letzten Wochen immer mal wieder aus einem der Klassensäle der Schillerschule in Bürstadt. Grund waren der Brandschutzerzieher Siegfried Gebhardt und sein Kollege Klaus Ottermann. Im Vorfeld wurde mit dem Schulleiter Peter Gärtner ein passendes Konzept erarbeitet. 121 Kinder aus sechs Klassen lernten, was ein Feuer braucht, damit es brennt: brennbares Material, Sauerstoff und die nötige Temperatur. Wie man das vermeiden kann, in dem man eine der drei Säulen beseitigt. Auch der sichere Umgang mit Zündmitteln in Kinderhänden wurde geübt und demonstriert. An Hand des Rauchhauses wurde das Verhalten des Brandrauches gezeigt – bei verschlossenen Türen und bei geöffneten Türen. Wie wichtig der Rauchmelder ist und dass in Hessen in Haushalten eine Rauchmeldepflicht besteht, wurde ebenfalls besprochen. Verantwortlich ist hierbei der Wohnungseigentümer. Wie und wo ein Rauchmelder sein muss, wurde besprochen. Auch konnten die Kinder, mit den mitgebrachten „Telefonen“, die nicht am Telefonnetz angeschlossen waren, einen Notruf absetzen. Dabei sollten sie ihren Namen, die Stadt und die Straße des Geschehens nennen und erläutern, was passiert ist, ob Menschen sich im Gebäude oder im verunglückten Fahrzeug befinden. Auf keinen Fall, darf ein Notruf im Scherz abgesetzt werden, das mussten die Kinder versprechen! Tatsächlich ging bei einer Schulunterrichtseinheit der Alarmmelder los und die Kinder konnten live miterleben, wie die Alarmierung der Feuerwehr erfolgt. Sie erfuhren auch, wie lange die Feuerwehr bis zum Unglücksfall braucht. Überfüllte Straßen, zugeparkte Gehwege, verschlossene Bahnschranken, Nebel, Glätte usw. behindern die Arbeit der Feuerwehr. Auch die Gefahren an der Einsatzstelle wurden mit Bildern unterlegt. Fluchtwege und die Wasserentnahme aus einem Hydranten wurde besprochen. Am letzten Tag bekamen die Kinder verschiedene Filme gezeigt, mit einem Quiz wurde das Erlernte abgefragt und danach besprochen. Die Kinder konnten sich an Feuerwehrfahrzeugen betätigen. Dabei wurden sie von den Kameraden aus Bobstadt unterstützt. Am Ende bekam jeder ein Feuerwehrdiplom und verschiedene Geschenke. Auch ein Hinweis auf die Jugendfeuerwehr der Stadt Bürstadt mit Bobstadt und Riedrode durfte nicht fehlen. Die Lehrkräfte und die Schüler bedankten sich bei den Brandschützern ganz herzlich mit selbst gemalten Bildern. Auch hat man einen dreistelligen Geldbetrag eingesammelt, der dem Verein Paulinchen e, V. überwiesen wird. Paulinchen ist ein Verein, der sich für brandverletzte Kinder einsetzt. Im nächsten Schuljahr hat die Feuerwehr nach dieser großen Resonanz ihr Kommen zu gesagt und sie freut sich heute schon auf die nächste Runde der Brandschutzerziehung. zg

     

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