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Mo., 05. November 2018, 10:55 Uhr
Feierstunde zu Präventionswochen des Kreises Bergstraße in der Erich-Kästner-Schule
Filmprojekt der „Netzhelden“ als Höhepunkt begeisterte Zuschauer
Der rote Teppich führte in die Mensa, zur informativen und unterhaltsamen Auftaktveranstaltung der diesjährigen Präventionswochen mit geladenen Gästen. Im Bild (von rechts): Gesundheitsbeauftragte des Kreises Bergstraße Reinhild Zolg, Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz, Leiterin der Netzhelden Maike Sattler-Wolff, Landrat Christian Engelhardt, Schulleiterin Stephanie Dekker und Bürgermeisterin Barbara Schader. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT –Ganz großes Kino war bei der Auftaktveranstaltung zu denPräventionswochen 2018 des Kreises Bergstraße angesagt – gezeigt wurden im Rahmen einer nicht öffentlichen Feierstunde am Freitagabend in der Mensa der Erich-Kästner-Schule (EKS) mehrere Filme. Höhepunkt war der Film der „Netzhelden“ mit dem Titel „Mediennutzung – eine Frage der Generation?“. Die 16-köpfige Schülergruppe engagiert sich im Bereich Jugendmedienschutz an der Erich-Kästner-Schule und auch bei den jüngeren Schülern der benachbarten Schillerschule, ihre Vorgänger der ersten Stunde haben die EKS bereitsverlassen. Und wie bei bedeutenden Medienereignissen üblich, war auch der rote Teppich ausgerollt. Alle zwei Jahre finden diese Präventionswochen statt, jetzt zum dritten Mal. Das Landratsamt Bergstraße bietet diesmal unter dem Motto „Prävention – ein Leben lang“ bis zum 14. November Veranstaltungen und Workshops bei verschiedenen Einrichtungen für alle Altersgruppen an, die zum Teil nicht öffentlich sind. Die Themen und Veranstaltungsorte sind aus gutem Grund breit gestreut, wie Landrat Christian Engelhardt in seiner Rede deutlich machte. Das Spektrum reiche von der Gesundheitsprävention bis zur Medien- und Gewaltprävention. Zehn Milliarden Euro ließen sich jährlich durch vorbeugendes Verhalten einsparen, gab Engelhardt zu bedenken, plus Lebensqualität. „Doch geht es bei unserem Programm nicht ums Geld einsparen, wir wollen, dass Menschen besser leben“. Eine Vielzahl leistungsfähiger Partner habe der Kreis Bergstraße an seiner Seite, darunter einige Krankenkassen, das DRK, Kommunen und das „Medienprojektzentrum offener Kanal rhein-main“. Die EKS gehöre nach der Sanierung zu den modernsten Schulen im Kreis, er komme gerne als Gast an diese „fantastische Schule“.Zwei besondere Gäste aus Russland habe er mitgebracht, erklärte Engelhardt, den Königsberger Kreisleiter und den Vizelandrat, die zum 80-jährigen Bestehen des Kreises Bergstraße gekommen waren. Zum thematischen Einstieg hatte das Ensemble des EKS-Schulchors unter der Leitung von Karin Euba einen Liedtext mit dem Titel „Netzhelden“ verfasst. „Es geht hier um Respekt, denn manchmal fehlt er in der Welt“ heißt es darin, und „Lass dir helfen, bei deinem Datenschutz, mit ein paar Regeln wirst du nicht ausgenutzt“. Adrian Schnellbächer, stellvertretender Schulsprecher, und Samea Weidenauer führten durch das Programm. Dem Image-Film der Erich-Kästner-Schule, die ihr Leitbild mit dem Motto „Miteinander füreinander – gemeinsam Ziele erreichen“ definiert, folgte die Rede von Schulleiterin Stephanie Dekker. Ein Image-Film des Kreises Bergstraße mit dem Landrat schloss sich an, seiner Rede folgte ein Filmbeitrag von EKS-Schülern zum 1250-jährigen Jubiläum der Stadt Bürstadt. Bürgermeisterin Barbara Schader stellte in ihrer Rede den ganzheitlichen gesundheitlichen Ansatz in der Erich-Kästner-Schule und in Bürstadt heraus, der Lebensqualität mit freier Entfaltung der Persönlichkeit verbinde.
Die „Netzhelden“ der Erich-Kästner-Schule, die sich für ihre Mitschüler ehrenamtlich im Bereich Medienkompetenz engagieren. Foto: Hannelore Nowacki
Maike Sattler-Wolff, Leiterin der „Netzhelden“ stellte die Gruppe vor, die das Filmprojekt an drei Tagen durchgeführt hatte: Marta Hartmann, Lucija Tufekcic, Lina Lamparska und Ayline Jeckel. Zum Schneiden ihres Filmmaterials waren sie beim „offenen Kanal“ in Offenbach zu Gast. Für ihr nachdenklich stimmendes Filmwerk erhielten sie begeisterten Applaus. Zum persönlichen Nutzungsverhalten ihrer Smartphones hatten sie Lehrkräfte und Schüler befragt. „Wir sind sehr stolz auf euch“, lobte Sattler-Wolff ihre Netzhelden. Von Schulleiterin Dekker hörte das Publikum: „Ich möchte auf die Netzhelden nie mehr verzichten“. Allen, die die ehrenamtliche Arbeit der „Netzhelden“ noch nicht kannten, erklärte sie, dass die Schülergruppe selbständig Elternabende und Klassenbesuche durchführe, Vorträge halte und eine wöchentliche Sprechstunde anbiete. Gesundheitsdezernentin und Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz erklärte als Ziel der Präventionswochen, die gesamte Bevölkerung zu einem gesundheitsbewussten Verhalten zu inspirieren. Sie ist überzeugt: „Es ist nie zu spät für ein gesundheitsbewusstes Leben“ – aber „Prävention funktioniert nur, wenn die Menschen mitmachen“. Die Netzhelden nannte sie „vorbildlich“ und sprach ihnen für das „sehr professionelle Video“ ihre Anerkennung aus. Dem offiziellen Programm folgte der netzwerkende Teil des Abends mit Gesprächen und Bewirtung durch die Schüler. Hannelore Nowacki