Resolution der Arbeitsgemeinschaft „Mittelzentrum Ried“ zur S-Bahn / Forderung: Inbetriebnahme der S-Bahn im Dezember 2017
„Flagge zeigen und aktiv werden“
Keine Augenwischerei, sondern Realität: Ein Intercity macht im Lampertheimer Bahnhof Halt. Hintergrund: Wegen eines Böschungsbrandes am Donnerstagnachmittag bei Biblis stockte der gesamte Zugverkehr in Richtung Frankfurt. Realistischer hingegen ist der S-Bahn-Halt in Lampertheim, sofern nicht weitere Verzögerungen eintreten. Foto: Steffen Heumann
LAMPERTHEIM – „Flagge zeigen und aktiv werden“ will auch die Stadt Lampertheim, da vom ursprünglich zugesagten Termin für die zweite Ausbaustufe der S-Bahn Rhein-Neckar im Dezember 2017 auch für die Spargelstadt viel abhängt. Dies machte Bürgermeister Gottfried Störmer beim Magistratsgespräch am Mittwoch deutlich. Deshalb trägt die gemeinsame Resolution der Arbeitsgemeinschaft „Mittelzentrum Ried“ nun auch die Unterschriften von Bürgermeister Störmer und Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass, nachdem die Resolution durch alle politischen Gremien gegangen ist. Außerdem hat Lampertheim die Aufgabe übernommen, die Resolution an das hessische Verkehrsministerium zu übersenden, um von dort in Baden-Württemberg zu intervenieren.
Die Städte und Gemeinden im Mittelzentrum Ried, Lampertheim, Bürstadt, Biblis und Groß-Rohrheim, fordern von der Deutschen Bahn AG und vom Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Neckar, dass der ursprüngliche Zeitplan für die Inbetriebnahme der S-Bahn Rhein-Neckar Stufe 2 eingehalten und nicht bis ins Jahr 2018 oder darüber hinaus verschoben wird. Die Kommunen investieren im Rahmen der Bauarbeiten zum Ausbau der S-Bahn in weitere Infrastrukturmaßnahmen im Umfeld der Bahnhöfe „und haben daher ein gesteigertes Interesse“, dass der Zeitplan eingehalten wird, heißt es in der Resolution. Verzögerungen verursachen weitere Kosten, mahnt die Arbeitsgemeinschaft. Bürgermeister Störmer hob einen weiteren Aspekt hervor: „Jeder öffentlicher Nahverkehr reduziert den Individualverkehr“.