Bei Ferienspielen mit Technischen Betriebsdiensten erbaute Fledermausquartiere wurden jetzt installiert
Fledermäuse im Stadtpark
Fledermäuse finden ab sofort auch im Lampertheimer Stadtpark geeignete neue Quartiere. Foto: NABU
LAMPERTHEIM – „Kleine Künstler - große Talente“, so das Motto bei den Technischen Betriebsdiensten während der Ferienspiele im Sommer. Die Kinder konnten Fledermauskästen zusammenbauen und farblich gestalten. Über 20 Kästen sind so entstanden, die diese Woche im Stadtpark und am Spielplatz Hollernweg aufgehängt wurden. Diese werden zukünftig den kleinsten Säugetieren in der Natur als Quartier dienen.
Die Technischen Betriebsdienste der Stadt Lampertheim möchten diese Mitteilung zum Anlass nehmen, sich auch nochmals bei den fleißigen Kindern für die Unterstützung beim Bau der Kästen zu bedanken. So wird wieder ein Baustein für die Biodiversität in Lampertheim umgesetzt.
Der Stadt Lampertheim liegt als Grundlage für die Standortauswahl eine Fledermauskartierung vor. So kann sichergestellt werden, dass an den Standorten auch Fledermäuse vorkommen. Wichtig für die Auswahl des Standortes ist eine Höhe von mindestens vier Metern und einem Anflugbereich von einem Meter unterhalb und vor dem Kasten. Der Platz sollte warm und nicht windig sein, so dass einiges bei der Platzwahl zu beachten war. Wenn man Nistkästen für Fledermäuse aufhängt, sollte man erst mal Geduld mitbringen. Fledermäuse brauchen häufig etwas länger um einen Kasten anzunehmen und bis zur Besiedelung kann es teilweise bis zu mehreren Jahren dauern. Fledermäuse nehmen die Kunstquartiere viel seltener an als beispielsweise Vögel. Daher ist es auch wichtig, dass natürliche Strukturen wie alte Bäume mit Baumhöhlen erhalten bleiben.
Leider sind diese außergewöhnlichen Tiere vom Aussterben bedroht. Durch Nahrungsmangel wie beispielsweise durch Ausbringen von Insektiziden oder durch den Quartierverlust und –mangel ist ein deutlicher Rückgang der Fledermauspopulationen in Deutschland zu spüren. Dem kann man entgegenwirken durch Schaffung von Quartiersmöglichkeiten, vielfältigen Strukturen in der Landschaft - wie Hecken und Alleen - und durch Schaffung von Nahrungsquellen für Insekten. zg