„Wer will fleißige Handwerker sehen”: Schüler der Schillerschule begrüßten im Rahmen der Präsentation der Projektwoche musikalisch ihre Gäste. Foto: Benjamin Kloos
BÜRSTADT – „Wer will fleißige Handwerker sehen” hallte es am Freitag Nachmittag über den Schulhof der Schillerschule, auf dem sich zahlreiche Schüler, deren Geschwister, Eltern, Großeltern und Freunde sowie Lehrer zum Abschluss und der Präsentation der diesjährigen Projektwoche versammelt hatten. „Auf der Baustelle” war das Motto, passend gewählt zur Baustelle, die durch den Mensabau derzeit tatsächlich auf dem Schulhof zu finden ist.
„Vor annähernd einem Jahr feierten wir den ersten Spatenstich für den Bau unserer Mensa”, erläuterte Schulleiter Torsten Wiechmann bei der Begrüßung. „Dabei wünschten sich die Kinder mit einem Lied viele fleißige Handwerker. Obwohl bis zum Baubeginn dann doch noch etwas Zeit ins Land ging, konnten wir seit Jahresbeginn gut beobachten, wie das Gebäude jeden Tag ein Stück wächst. Darüber freut sich die ganze Schulgemeinde und nimmt regen Anteil daran. So lag es nahe, die Projektwoche unter das Thema Baustelle zu stellen. Seit Montag wurde gehämmert, gesägt, genagelt und gebastelt, aber auch gesungen, fotografiert und geschrieben. Die Kinder konnten die Baustelle besichtigen und zu Exkursionen aufbrechen.”
Bei den Projekten erwiesen sich die Schüler äußerst kreativ. Den Kindern der Vorklasse war es vorbehalten, aus mit Formen aus verschiedenen Materialien Helme, Pylonen und Hämmer zu konstruieren und mit Lego und Bausteinen Türme zu bauen. Die vierten Klassen veranstalteten ein Zirkusprojekt, welches ebenfalls am Freitag in der TSG-Halle aufgeführt wurde.
Die Schüler der 3. Klassen nahmen aufgrund ihrer Klassenfahrten ebenfalls an klassenübergreifenden, eigenen Projekten wie „Fadenbilder”, „So bauten Menschen früher”, „Mein Traum…selbst bauen” oder „Eine Baustelle, was ist das?" teil.
Die Schüler der 1. und 2. Klassen hingegen konnten sich in unterschiedliche Projekte einwählen. Im Projekt „Werde Bauarbeiter” stand unter anderem ein Ausflug ins Weltkulturerbe nach Lorsch auf dem Programm, zudem wurde betoniert, gemauert, Beton gemischt, Fliesen gelegt, Kran gefahren und noch vieles mehr. In einem weiteren Projekt konstruierten Schüler aus Materialien wie Zeitungspapier, Tesa, Würfeln und Zuckerwürfeln eigene Gebäude, während auf der „Baustelle Musikraum” Musikinstrumente gebaut, gesungen und der Raum renoviert wurden. Im Rahmen der Vorstellung der Projektwoche gab es zudem musikalische Vorführungen der Ergebnisse. Auf der neuen Wiese der Bürstädter Schillerschule wurden unter anderem eigene Tipis errichtet. Foto: Benjamin Kloos
Auf dem Programm stand zudem bei weiteren Gruppen der Bau von Brücken, verbunden mit ersten Erfahrungen zum Thema Statik, hämmern und sägen wie ein Schreiner oder das Herstellen von Igeln, Tausendfüßlern und einer Jakobsleiter. Auch der Kinderliebling „Bob der Baumeister” durfte nicht fehlen, in diesem Projekt bauten die Kinder Helme und Werkzeuge aus Zeitungen und Pappmache. Zudem wurde ein Lied eingeübt, das ebenfalls am Freitag vorgeführt wurde. Erstmals wurde die Projektwoche und ihre Ergebnisse zudem durch ein eigenes Projekt in einer eigenen Zeitung dokumentiert. Ein Höhepunkt war auch die Wiesenbaustelle der 3. Klassen. Hier bauten die Schüler viele Sachen aus Holz – Tipis, Sonnenterrassen und ein Bewegungspfad geben der neuen Wiese nun ein noch schöneres Erscheinungsbild. Eins wurde bei der Präsentation auf jeden Fall deutlich: Alle Kinder waren mit Freude und viel Spaß dabei und sichtlicht – sowie auch zurecht — stolz auf ihr Geleistetes. Benjamin Kloos