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  • Mo., 25. Februar 2019, 09:06 Uhr
    Freiwillige Feuerwehr Lampertheim Mitte hatte 2018 mehr Einsätze als je zuvor

    Förderung der Kinder- und Jugendfeuerwehr eins der wichtigsten Anliegen

    Gruppenbild nach der Jahreshauptversammlung in der Fahrzeughalle mit Bürgermeister Gottfried Störmer (links) und den beförderten Einsatzkräften (Wehrführer Thorsten Gutschalk und Stadtbrandinspektor Klaus Reiber nicht im Bild). Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Eindrucksvolle Zahlen für das Berichtsjahr 2018 legte Wehrführer Thorsten Gutschalk bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Mitte am Donnerstagabend vor, die gut besucht war. Von der Verwaltungsspitze waren Bürgermeister Gottfried Störmer und Erster Stadtrat Jens Klingler zu Gast, das Ordnungsamt war mit Florian Müller und Andrea Volk vertreten. Gegenüber dem Vorjahr sind die Einsätze von 212 auf 358 gestiegen, darunter 49 Brandeinsätze und 249 Hilfeleistungen, aber auch 60 Fehlalarme. Dabei konnten die Einsatzkräfte 1.372 Menschen retten oder in Sicherheit bringen, jedoch wurden sieben Personen tot geborgen. Vier Einsatzkräfte wurden verletzt. Das Jahr 2018 könne nicht als normales Jahr bezeichnet werden, meinte Stadtbrandinspektor Klaus Reiber. „Die Einsatzzahlen sind hier förmlich explodiert“.  Dazu kamen Weiterbildung, Übungen und sonstigen notwendigen Arbeiten wie Geräte warten, die Fahrzeuge pflegen und die Räumlichkeiten der Feuerwehrwache instand halten - insgesamt hat die  89-köpfige Einsatzabteilung 20.330 Arbeitsstunden geleistet, nicht eingerechnet die Betreuung der Jugend- und Kinderfeuerwehr. So kommen pro Einsatzkraft im Durchschnitt 228 Stunden oder ganze 6 Arbeitswochen zusammen. Für die Ausbildungsabende 2018 hatten die Gruppen- und Zugführer den Dienstplan erstellt. Bei 47 angesetzten Übungen zur Ausbildung leisteten die Einsatzkräfte am Standort 3.629 Stunden, geleitet von eigenen Ausbildern aus den Reihen der Führungskräfte. Gutschalk wünscht sich eine höhere Beteiligung von Führungskräften, aber auch erfahrene Feuerwehrkameraden seien als Ausbilder willkommen. Hilfeleistungen haben die Brandeinsätze zahlenmäßig wie schon in den Vorjahren übertroffen. Auch vorbeugend im Brandschutz war die Feuerwehr Lampertheim Mitte tätig. Brandschutzpläne wurden überarbeitet, Gebäude im Rahmen von Übungen begangen und Gefahrenschwerpunkte besprochen. Bei 19 Veranstaltungen mit insgesamt über 11.400 Besuchern leistete die Feuerwehr rund 346 Stunden Brandsicherheitsdienst. Im trockenen und heißen August führte die Feuerwehr über zwei Wochen täglich Kontrollfahrten im Lampertheimer Wald durch. Bei einem Großbrand in Grasellenbach und nach Sturmschäden im September in Darmstadt unterstützte die Lampertheimer Feuerwehr die dortigen Kameraden mit 32 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen. Nachdem im März ein ICE wegen eines Oberleitungsschadens vor der Hofheimer Eisenbahnbrücke halten musste, wurde die Einsatzstelle über 500 Meter ausgeleuchtet und den Passagieren beim Umstieg in einen Ersatzzug geholfen. Ein ähnliches ICE-Ereignis wiederholte sich im Sommer zwischen Lampertheim und Bürstadt. Das alles macht die Freiwillige Feuerwehr ehrenamtlich in der Freizeit neben den beruflichen Anforderungen. „Ohne den Einsatz ehrenamtlicher Kräfte müssten, da die Sicherstellung des Brandschutzes eine Pflichtaufgabe der Gemeinde ist, hauptamtliche Kräfte vorgehalten werden“, erklärte Wehrführer Gutschalk, „bei einer rund um die Uhr verfügbaren Staffel, das heißt 6 Personen, wären rund 40 Personen einzustellen“. Dadurch wäre der städtische Haushalt mit rund 2 Millionen Euro jährlich zusätzlich belastet, machte Gutschalk deutlich. Sein besonderer Dank galt den Verantwortlichen und Helfern der beiden Nachwuchsorganisationen Jugendfeuerwehr und Kinderfeuerwehr, die überdurchschnittlich viele Mitglieder haben, wie er betonte. Auch den Partnern und Familien der Einsatzabteilung sprach Gutschalk seinen Dank aus, da sie allen den Rücken freihielten und so diese ehrenamtliche Tätigkeit ermöglichten. Jugendwart Sebastian Herweh berichtete von den zahlreichen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr mit 41 Dienstabenden und vom Jugendausschuss. Von den 40 Jugendlichen sind fünf Mädchen. An den 36 Sportabenden wurde die Fitness gefördert. Fahrten, Ausflüge und Besuche fanden an 32 Tagen statt. Vier Jugendliche traten in die Einsatzabteilung über, fünf neue Mitglieder verstärkten die Jugendfeuerwehr, vier Mitglieder verließen sie wegen anderweitiger Interessen. Wolfgang Raßek berichtete aus der Kinderfeuerwehr, die Feuerwehrthemen, Basteln, Malen und Spiele im Programm hatte und die Polizeistation sowie die Mannheimer Feuerwehr besuchte. Stadtbrandinspektor Klaus Reiber bezeichnete den Personalstand der Feuerwehr Lampertheim im Berichtsjahr als gut, wenngleich Rückgänge beachtet werden müssten und die Tagesalarmsicherheit durch mehr Einsatzkräfte verbessert werden könnte. Mit dem Bürgermeister gebe es darüber einen ständigen Austausch. „Die Förderung der Kinder- und Jugendfeuerwehr muss eins der wichtigsten Anliegen der Feuerwehr, der Kommune und der Politik sein und bleiben“, mahnte Reiber an. Der Bedarfs- und Entwicklungsplan gebe für die größten Maßnahmen die Ziele vor wie Beschaffung von Fahrzeugen und Ausrüstung, Bau der Unterstellhalle noch in diesem Jahr und altersbedingte Erhaltungsmaßnahmen am Feuerwehrhaus. Bürgermeister Störmer nannte 500.000 Euro Investitionssumme für die Halle und meinte aufmunternd: „Manches dauert mal etwas länger“.   Mit der Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins ging es nach einer Essenspause weiter.  Hannelore Nowacki

    Information

    Beförderungen für das Jahr 2018

    Feuerwehrmannanwärter/in wurden Helal Akbari, Nirvana Brühl, Arne Bähr, Sophia Gebhardt, Philip Karb, Jonas Moritz Krüger, Kai-Leon Rantschigei und Dustin Thome. 

    Feuerwehrmann/frau wurden Manuel Dajaku, Robin Holzwarth, Ayleen Häse, Kevin Reiber, Jannik Roos, Simon Schüssler und Marco Seelinger. 

    Oberfeuerwehrmann wurden Matthias Bienefeld, Matthias Hofmann, Martin Neumann und Marcel Thome.

    Hauptfeuerwehrmann/frau wurden Michael Reiber, Luca Rosenberg, und Sarah Werner.

    Löschmeister wurden Nicolas Braun und Markus Schütz. 

    Björn Voß wurde Oberlöschmeister.

    Alexander Neumann wurde Hauptlöschmeister.

    Jörg Lohmann wurde Brandmeister. 

     

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