STADTVERORDNETENVERSAMMLUNG BÜRSTADT: Beschlüsse zu Digitalisierung, Energie und Klimaschutz
Förderung von Balkonkraftwerken
Bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung in Bürstadt stand die ganzheitliche interkommunale Smart-City-Strategie im Mittelpunkt. Ein eigenes, lokales Klimaschutzkonzept soll erarbeitet werden. Foto: www.pixabay.com
BÜRSTADT – Auf dem Weg zur Smart City haben sich die Stadtverordneten ohne Debatte bei einer Enthaltung dafür entschieden die Projektszizze zum Förderantrag einzureichen, nachdem bereits im Haupt- und Finanzausschuss darüber ausführlich diskutiert worden und Einstimmigkeit hergestellt war. Auch die Lampertheimer Parlamentarier hatten sich in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause für diese ganzheitliche interkommunale Smart-City-Strategie entschieden. Einen Schritt in die digitale Zukunft ist Bürstadt bereits mit der Installierung smarter Leuchten im sanierten Bahnhofsumfeld gegangen, die für weitere Leistungen aufgerüstet werden können. Anträge der CDU-Fraktion zur Erstellung einer Treibhausgasbilanz und Erarbeitung eines eigenen, lokalen Klimaschutzkonzeptes wurden im Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität (UEM) vorberaten und nach eingehender Debatte von den Stadtverordneten in fünf separat abgestimmten Punkten mehrheitlich mit den Stimmen von CDU, Freien Wählern (FW) und FDP teilweise bei Enthaltung von FW, SPD und Grünen angenommen. In Zusammenarbeit mit dem Kreis Bergstraße wird die neue Klimamanagerin Michelle Ohl ein Klimaschutzkonzept erarbeiten, das städtische Gebäudemanagement wird sich um Energieeffizienz und Ausbau erneuerbarer Energien kümmern. Alexander Bauer (CDU) argumentierte, die Stadt müsse als Vorbild vorangehen und Gebäude ertüchtigen. Uwe Metzner (Grüne) verwies verwundert auf einen Antrag der Grünen von 2019, mit dem der Klimanotstand ausgerufen werden sollte, der es nun in Form eines CDU-Antrags in die Debatte geschafft habe. Im Magistratsbericht stellte Bürgermeisterin Barbara Schader zwei neue Mitarbeiter im Gebäudemanagement vor, Tobias Mohr und Nicole von Dungen, die ab August die Energieverbräuche und den Zustand der Liegenschaften prüfen werde. Einstimmig wurde die neue Richtlinie zur Förderung der Stecker-PV-Geräte beschlossen, die Klimaschutzmanagerin Michelle Ohl ausgearbeitet hatte. Diese Balkon-Photovoltaik-Anlagen können sich auf Antrag 50 Eigentümer oder Mieter einmalig mit 100 Euro bezuschussen lassen, bei einer Gesamtfördersumme von 5.000 Euro. Die Antragstellung ist bis zum 19. August möglich. Hannelore Nowacki