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  • Mi., 18. September 2013, 12:40 Uhr
    Bürgermeisterkandidat Frank Schall informierte sich über die Anliegen der Wirtschaft

    „Förderung der Wirtschaft ist mir eine Herzensangelegenheit"

    Bürgermeisterkandidat Frank Schall (2.v.r.) informierte sich in den Räumen von Rechner Sensors über die Anliegen und Wünsche der Lampertheimer Wirtschaft. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM - Wie kann die Wirtschaft in Lampertheim gestärkt werden, wo besteht Handlungsbedarf? Diese Fragen erörterten Bürgermeister Frank Schall und Vertreter der Lampertheimer Wirtschaftsunternehmen am Dienstag in den Räumen von Rechner Sensors in der Gaußstraße. Neben Jochen und Achim Rechner sowie Dr. Armin Kohler von dem gastgebenden, weltweit agierenden Wirtschaftsunternehmen hatten sich zahlreiche Unternehmer aus allen Bereichen der lokalen Wirtschaft eingefunden - von der Produktion bis zur Dienstleistung.

    Vor der Gesprächsrunde informierten sich Frank Schall und die Wirtschaftsvertreter über in den Produktionshallen übxer die Tätigkeit der Firma Rechner.

    „Seit der Unternehmensgründung im Jahre 1965 haben wir uns mit Engagement, Produktinnovationen und bester Qualität eine weltweite Spitzenposition am Markt erarbeitet. Dies gilt ganz besonders für unser Spezialgebiet, die kapazitiven Sensoren", erläutert Dr. Kohler. „Mit Hilfe unserer Sensoren kann beispielsweise festgestellt werden, ob in einer bereits verschweißten DVD-Hülle auch wirklich eine DVD enthalten ist. So können für die Käufer unliebsame Überraschungen vermieden werden."

    Sachlich, fachlich und mit gegenseitigem Respekt vor der Arbeit des Gesprächspartners diskutierten Frank Schall und die Vertreter der Wirtschaft anschließend relevante Fragen bezüglich der lokalen Wirtschaftssituation. Die Unternehmer nutzen die Gelegenheit, dem Bürgermeisterkandidaten aufzuzeigen, wo es noch Handlungsbedarf gibt. „Genau dies war das Ziel dieses Treffens", betonte Schall. „Denn nur so weiß ich - falls ich zum Bürgermeister gewählt werde - wo bei der lokalen Wirtschaft der Schuh drückt und was alles verbessert werden kann."

    Neben der Neuansiedlung steht für Frank Schall besonders auch die Stärkung und Förderung der bereits ansässigen Wirtschaft im Vordergrund. „Die Wirtschaftsunternehmen sind mir sehr wichtig", betonte Schall. „Wir haben hier in Lampertheim viel Potential, auch durch die gute Infrastruktur und Verkehrsanbindung." Dr. Armin Kohler bestätigte dies. Besonders die neuen Kreisverkehre stellten ein gelungenes Eingangstor zur Stadt dar. „Aber auch das Umfeld muss in Ordnung sein, dies gehört mit zur Infrastruktur", stellte Dr. Kohler klar.

    Ein Vorschlag, der auf überaus positive Resonanz stieß, war die Wiedereinführung eines regelmäßigen Wirtschaftsgespräch. Dies könne zweimal im Jahr stattfinden. Dabei solle es nicht nur darum gehen, in kollegialer Runde über aktuelle Anliegen zu sprechen, sondern auch um sich gegenseitig besser kennen zu lernen. So könnten Syergieeffekte zwischen den einzelnen Unternehmen entstehen.

    Frank Schall versprach, im Fall seiner Wahl die Gespräche seitens der Stadt mit der Wirtschaft zu intensivieren. „Denn die Stadt lebt von der Wirtschaft, sie sollte spüren, wie es den ansässigen Unternehmen geht."

    Herbe Kritik musste die Stadtentwicklung einstecken: „Wir haben bereits vor einiger Zeit eine Anfrage bezüglich einer Erweiterung unseres Geländes gestellt", äußerte sich einer der Unternehmer. „Aber bis heute warten wir auf eine Antwort." Ein weiterer Lampertheimer Unternehmer sei sogar nach Bürstadt abgewandert, weil ihm eine Vergrößerung seiner Firma in Lampertheim nicht möglich gewesen sei. „Hier besteht dringend Handlungsbedarf, die Anliegen der Wirtschaft werden von Seiten der SEL nicht ernst genug genommen", war der einhellige Tenor.

    Zudem wünschten sich die Unternehmer im Bereich der Auftragsvergabe bei Bauunternehmungen seitens der Stadt, dass vermehrt Lampertheimer Firmen berücksichtigt würden. Im benachbarten Bürstadt würde dies sehr gut gelingen.

    Kritisch sahen die Vertreter der Wirtschaft zudem zwei weitere Punkte: Die Internetverbindung und den Bahnanschluss Lampertheims mit Bahnhofsumfeld.

    In der Innenstadt sei das schnelle V-DSL bereits vorhanden, aber die Industrie- und Gewerbegebiete sind davon abgehängt. „Wir können hier noch nicht einmal eine richtige Videokonferenz mit unseren Partnern beispielsweise in Südkorea abhalten, sondern müssen schon froh sein, wenn Skype funktioniert", so Dr.Kohler.

    Und auch der Lampertheimer Bahnhof sei wahrlich kein Aushängeschild für Lampertheim. „Sowohl was das Aussehen der Bahnsteige betrifft als auch die Anbindung an den Flughafen. Wir holen unsere internationalen Gäste lieber persönlich in Frankfurt ab, als dass wir sie nmit dem Zug hierher fahren lassen", betonte Dr. Kohler. Frank Schall sprach sich in diesem Zusammenhang für ein Gesamtkonzept für den ÖPNV aus.

    Lob erhielt hingegen das Bürgerbüro: „Dieses arbeitet effektiv, schnell und funktioniert hervorragend", war die allgemeine Meinung.

    Zum Schluss bedankte sich Frank Schall für die zahlreichen Anregungen, die er gerne mit auf den Weg nahm. Benjamin Kloos

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