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  • Mo., 31. Oktober 2022, 15:04 Uhr
    GESUNDHEIT: Lampertheimer Demenz-Messe am 5. November im Römersaal / Vielfältige Informationen und Hilfen

    Forum für Austausch und Information rund um Demenz

    Der Arbeitskreis Demenz um Rebecca Bauer, Marius Schmidt, Silvia Rhiem, Stephanie Rapp und Dr. Csaba Reich lädt herzlich zur Lampertheimer Demenz-Messe ein. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Demenz ist ein Thema, an dem niemand in seinem Leben vorbeikommt: Der Enkel, der seine Großeltern erlebt, die Tochter, die ihre Eltern versorgt oder als Geschwister, Freunde oder Nachbarn. Seit vielen Jahren kümmert sich der Arbeitskreis Demenz um Beratung und Information rund um dieses Krankheitsbild und lädt in diesem Zusammenhang am Samstag, 5. November, von 10 bis 13 Uhr zur Lampertheimer Demenz-Messe in den Römersaal, Haus am Römer, Domgasse 2-4 in Lampertheim ein. Ziel der zweiten Auflage dieser Veranstaltung, die im jährlichen Wechsel mit dem Seniorentag stattfindet, ist es, Hilfen und Sachverhalte näherzubringen. Gleichzeitig bietet die Demenz-Messe ein Forum für Austausch, Information und Diskussion. Sie befasst sich sowohl mit neuesten Forschungsergebnissen wie auch mit alltäglichen Fragen rund um das Thema und vermittelt einen guten Überblick über das breite Angebot an Dienstleistungen und Hilfsmitteln. Zudem wird über die Herausforderungen im Alltag berichtet.

    Auf die Besucher der Messe warten Informationsstände verschiedener Anbieter, die Hilfe, Beratung und Unterstützung rund um das Thema Demenz bieten. So sind unter anderem auch die Ökumenische Diakoniestation Lampertheim, das Dietrich Bonhoeffer-Haus, das Alten- und Pflegeheim Mariä Verkündigung, das St. Marien-Krankenhaus, die Caritas Seniorenberatung, ehrenamtliche Wohnberater, die Stadt Lampertheim sowie das Gesundheitsnetz der Ärzteschaft Lampertheim, GALA, vertreten.

    Darüber hinaus werden zwei Vorträge unterschiedliche Impulse setzen: Dr. med. Csaba Reich, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am St. Marien-Krankenhaus, wird um 10.45 Uhr zum Thema „Neue Erkenntnisse aus der Forschung und Leitlinien für den Umgang mit dementiell Erkrankten” sprechen. „Was gibt es neues in der Forschung, was ist für die Bevölkerung wichtig?”, nennt Dr. Reich die wesentlichen Bestandteile seines Vortrags. Dabei spielt auch die Demenzentwicklung im sozialen Spannungsfeld der Familie eine wichtige Rolle. „Hierbei nimmt die wachsende Vereinsamung ebenso eine große Bedeutung ein wie Depressionen – daraus bedingt kann sich Demenz entwickeln.”

    Um 11.20 Uhr wird sich Ergotherapeut Markus Michl mit dem Thema „Alltagshilfen zur Motivation und Förderung” befassen. Denn Demenzen nehmen rapide zu und erfordern von der Umgebung ein völlig Umdenken in der Behandlung und der Therapie dieser Patientenklientel. Leider werden viele Betroffene von der Umwelt häufig in eine Lethargie hineingeschont. Der Demente muss nach Ansicht von Markus Michl jedoch gefordert und gefördert werden, er braucht Erfolgserlebnisse und nicht ausschließlich Schonung. Wie motiviere und gestalte ich den Alltag als Angehörige lautet daher die Frage, die im Zentrum des Vortrages steht.

    Auch der Arbeitskreis Demenz selbst stellt sich vor – denn für diesen ist es wichtig, ein Ohr am Menschen zu haben und zu wissen, wo der Schuh drückt, erläuterten stellvertretend Silvia Rhiem von der Caritas Seniorenberatung, Stephanie Rapp von der Stabsstelle Soziales der Stadt Lampertheim und Rebecca Bauer, Heimleiterin im Alten- und Pflegeheim Mariä Verkündigung. Doch nicht nur bei derer Demenz-Messe selbst wird der Arbeitskreis präsent sein, sondern lädt darüber hinaus auch zum regelmäßigen Angehörigentreff ein, der immer am ersten Mittwoch im Monat um 15 Uhr im Agaplesion Dietrich-Bonhoeffer-Haus stattfindet. Vielen Menschen sei auch das Angebot der Tagespflege nicht bekannt, hierzu wird es ebenfalls ausführliche Informationen geben – zumal es immer wieder jüngere Betroffene gibt, bei denen die Partner noch arbeiten gehen und für die dieses Angebot von großer Bedeutung ist, wie Silvia Rhiem ergänzte. Insgesamt bietet die Demenz-Messe also eine ideale Gelegenheit, sich auszutauschen und zu informieren. Benjamin Kloos

     

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