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  • Mi., 19. August 2020, 13:53 Uhr
    WSV: Junge Kanuten des Wassersportverein Lampertheim starteten in Mannheim

    Franka Thierfelder holt Bronze bei der Deutschen Meisterschaft

    LAMPERTHEIM – In Mannheim durften 2020 die weibliche und männliche Jugend das erste Mal in diesem Jahr ihre Kräfte messen – und dies gleich bei den Deutschen Meisterschaften. Im Vorfeld hatte der Deutsche Kanu Verband gebeten, nur leistungsstarke Jugendliche zu melden, damit die Teilnehmerzahl begrenzt bleibt. Trotzdem gab bis zu sieben Vorläufe und einen entsprechend harten Qualifikationsmodus, um ins Finale zu kommen. Leider waren schon viele Träume  in den Vorläufen ausgeträumt. Jonathan Hintz und Tim Walter sind im ersten Jahr in der Jugendklasse – sie konnten ihrer Trainingsleistung bestätigen und fuhren gute Rennen, auch wenn es für einen Finalplatz nicht reichte. Auch auf der abschließenden Langstrecke fuhren sie ein beherztes Rennen und belegten Platz 10. 

    Philipp Reiber hatte gleich in seinem ersten Rennen einen starken Vorlauf und schied unglücklich als Fünfter aus. Ab da konnte er seine sehr guten Trainingsleistungen nicht mehr abrufen und fuhr in fast allen Rennen unter Wert. Im letzten Rennen – im Kajakeiner über 5000 Meter–  zeigte er, dass er viel mehr kann, als zuvor gezeigt hat. Philipp Reiber errang hier einen tollen 4. Platz.

    Bei der weiblichen Jugend fuhr Klara von Allwörden solide Rennen und kam in die Halbfinals, schied dort aber aus. Auf der Langstrecke kämpfte sie mit den Wellen und dem großen Starterfeld und wurde mit Platz 18 belohnt.

    Bei Franka Thierfelder lief es im Frühjahr richtig gut, doch irgendwann kam der Abriss: Die Trainingsleistungen stimmten nicht mehr. Bei einem Besuch beim Arzt kam heraus: Starker Eisenmangel, der die Leistungen negativ beeinflusst. Auch auf der Deutschen Meisterschaft waren die Leistungen nicht so, wie man Franka Thierfelder kennt. B-Finale Ergebnisse um Platz 6 entsprechen  nicht ihrem Leistungsvermögen und auch der 7. Platz im Kajakzweier über 500 Meter konnte Franka Thierfelder nicht zufrieden stellen.  Ohne Selbstvertrauen ging sie ins abschließende Rennen über die 5000 Meter. Beim Start lief es für Franka Thierfelder nicht so gut und sie lag schnell etwas zurück hinter der Spitze, aber sie arbeitete sich nach vorne und als das Teilnehmerfeld von der Wende zurück kam, waren selbst die WSV-Trainer überrascht: Die Lampertheimer Sportlerin hatte es irgendwie in die Spitzengruppe des Feldes geschafft. Im weiteren Verlauf des Rennens bildete sich eine Dreiergruppe, die sich vom Feld lösen konnte, mit dabei Franka Thierfelder. In der zweiten Wende riss Franka Thierfelder sich von der Spitze ab. 1500 Meter vor dem Ziel war sie auf sich alleine gestellt und hatte 30 Gegnerinnen im Nacken. Franka Thierfelder kämpfte und konnte den dritten Platz bis ins Ziel verteidigen. zg
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