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  • Di., 10. Mai 2022, 09:53 Uhr
    UNTERHALTUNG: Erstes Konzert des evangelischen Posaunenchors nach zwei Jahren

    „Frauen erobern die Welt“ und der Posaunenchor die Herzen 

    Einen funkelnden Hut hatte Dirigent Dirk Hindel als Zeichen seiner glanzvollen Leistung geschenkt bekommen. Foto: Hannelore Nowacki


    HOFHEIM – Auf einen vollen Bürgerhaussaal und ein begeistertes Publikum konnte der evangelische Posaunenchor am Samstagabend beim Jahreskonzert unter der Leitung von Dirigent Dirk Hindel und Vize-Dirigent Pascal Wichert schauen. Gute drei Stunden waren die Konzertbesucher der Musik und den Wortbeiträgen gefolgt, die als Gesamtkunstwerk unterhaltsame Information zu den Musikstücken und Einblicke ins Chorleben boten. Zum Motto „Frauen erobern die Welt“ hatte der Posaunenchor Stücke aus der Welt des Musicals und Films, der Operette sowie aus Pop und Schlager vereint, die eine Hommage an die Frauen waren. Im Programmfaltblatt werden den Frauen so positive Eigenschaften zugeschrieben wie „durchsetzungsfähig, intelligent, warmherzig, einfühlsam, selbstbestimmt und souverän“. Dirigent Hindel hatte Stücke ausgewählt, die einer starken und femininen Rolle Ausdruck verleihen. Als Solistin bezauberte Gastsängerin Mirjam Thöne mit ihrer klar funkelnden Stimme in den Stücken  „Gabriellas Sång“ aus dem Film „Wie im Himmel“ und dem Musicalstück „Ich gehör nur mir“ und sorgte für ergreifende   Momente. Das Nachwuchsorchester eröffnete den Konzertabend mit „Cinderella – das Aschenbrödel“, dirigiert von Pascal Wichert. Zuvor tauchte das Publikum durch die Erzählung in diese Märchenwelt ein. Zur Libussa-Fanfare aus der gleichnamigen Oper von Smetana erfuhr das Publikum, dass sich die echte Fürstin Libussa einst, ungefähr im neunten Jahrhundert, als emanzipierte Frau erwies. Der zarten Annenpolka mit Walzerkrönung am Ende folgten aus der Operette „Die lustige Witwe“ von Franz Lehar die Ouvertüre, das „Vilja Lied“ und der flotte „Weiber-Marsch“.  Aus dem Disney-Film „Pocahontas“ präsentierte der Posaunenchor das Stück „Colors of the Wind“. Nach der zwanzigminütigen Pause übernahm Kaiserin Sissi im Stück von Timo Dellweg die Hauptrolle, gefolgt von „Beauty und the Beast“.

    Der Nachwuchschor mit Dirigent Pascal Wichert eröffnete das Konzert. Foto: Hannelore Nowacki


    Eine Überraschung war der im Programm nicht angekündigte Titel „The Lady Caliph“ aus dem Film „La Califa“, ein Musikwerk, das für Solo-Euphonium arrangiert war, mit den Solistinnen Patrizia Jabi am Euphonium, Leonie Trübe auf der Trompete und Michelle Malz auf der Oboe. Das Programm war bereits für das geplante und dann wegen der Coronapandemie ausgefallene Konzert am 28. März 2020 gedruckt worden. Zum Finale hörte das Publikum ein Potpourri der schönsten Stücke von Whitney Houston und das Beste von Helene Fischer, die mit ihrem Hit „Atemlos“ jede Party belebt. Als Zugabe schenkte der Posaunenchor dem Publikum den mitreißenden Marsch mit dem schönen Titel „Jubelklänge“, komponiert von Ernst Uebel. Wolfgang Herbert, seit 2010 Erster Vorsitzender des evangelischen Posaunenchors Hofheim/Ried 1912, hatte in seiner Begrüßungsrede von der schwierigen Zeit für den Posaunenchor während der Coronazeit mit den beiden Lockdowns berichtet, doch habe es keinen vollständigen Stillstand gegeben: Das musikalische Gebet wurde im Frühjahr 2022 vom Flügelhornisten Rolf Drucktenhengst ins Leben gerufen, darüber wurde sogar im Radio berichtet. Vom Balkon, Fenster und Garten aus wurde musiziert, mit Noten versorgt von den beiden Dirigenten. Neue Wege wurden gesucht, um musikalisch aktiv zu bleiben. In kleinen Ensembles wurden Gottesdienste in der Friedenskirche begleitet. Hannelore Nowacki

    Foto: Hannelore Nowacki

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