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Fr., 21. Februar 2014, 12:52 Uhr
Freiwillige Feuerwehr Lampertheim Mitte blickt auf arbeitsreiches Jahr zurück
„Freizeitbeschäftigung mit beruflichen Ausmaßen“
Die Freiwillige Feuerwehr Lampertheim Mitte hatte zur Jahreshauptversammlung Bürgermeister Gottfried Störmer zu Gast, ihren obersten kommunalen Dienstherrn, der auch die Beförderungsurkunden überreichte. Im Bild links der Bürgermeister und die Führungsriege der Feuerwehr. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Für Bürgermeister Gottfried Störmer war es die erste Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lampertheim Mitte in seiner erst kurzen Amtszeit seit Dezember. In seiner Ansprache brachte er seine Wertschätzung für die ehrenamtliche Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr in Lampertheim zum Ausdruck. „Es ist eine Freizeitbeschäftigung mit beruflichen Ausmaßen“, umriss Störmer das vielfältige Aufgabengebiet der Brandschützer, die immer mehr zu Helfern in der Not aus vielen Lebenslagen wurden und auch zukünftig werden. Beeindruckt zeigte sich Störmer von der Leistung der Feuerwehr im Lampertheimer Bruch am vergangenen Samstag: „Mich hat ihre Bereitschaft und Freude bei der Pump-Aktion besonders positiv berührt – danke!“. Auch Erster Stadtrat Jens Klingler war wie gewohnt bei der Jahreshauptversammlung zu Gast. Bei der ansonsten gut besuchten Versammlung auf dem Stützpunkt im Technischen Zentrum an der Florianstraße fehlten jedoch die Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr Hofheim vollständig, aber entschuldigt, wie Wehrführer Ralf Reiber bei der Begrüßung anmerkte. Die Kameraden aus Hüttenfeld waren hingegen gekommen. Die Mitglieder des Feuerwehrvereins hielten ihre Jahreshauptversammlung im Anschluss ab. In seinem Jahresbericht für das Jahr 2013 gab Wehrführer Ralf Reiber einen Überblick auf das umfangreiche Einsatzgeschehen und auf die insgesamt geleisteten Arbeitsstunden, die für Übungen, Seminare und Weiterbildungen, Arbeiten am Stützpunkt und an der technischen Ausrüstung geleistet wurden. Am 31. Dezember 2013 zählte die Einsatzabteilung 80 aktive Mitglieder gegenüber 76 im Vorjahr. Zu den 45 Brandeinsätzen mit drei Großbränden kamen beachtliche 133 Hilfeleistungen, allerdings auch 37 Fehlalarme. Bei den Hilfeleistungen führte er 35 Einsätze zur Menschenrettung auf, Hilfe wurde auch bei vier Verkehrsunfällen, sechsmal im Sturmeinsatz und dreimal mit Tieren und Insekten geleistet. Bei diesen Einsätzen wurden 582 Personen gerettet oder in Sicherheit gebracht, 33 von ihnen waren verletzt. Drei Personen konnten nur noch tot geborgen werden. Die Gesamteinsatzstundenzahl lag bei 5.289 Stunden. Zu außergewöhnlichen Einsätzen kam es im Berichtsjahr: Beim Hochwasser Ende Mai und im Juni auf der Bahnstrecke Frankfurt-Mannheim durch den mit 500 Personen voll besetzten ICE, der nachts unwetterbedingt auf freier Strecke stand. Die Passagiere konnten unverletzt gerettet werden. Beim Brandsicherheitsdienst für Veranstaltungen wurden 412,25 Stunden geleistet. Bei den angesetzten 46 Übungen kamen 3.472 Stunden zusammen. Besonders bemerkenswert und vorbildlich sei die Zusammenarbeit mit dem Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW), den unmittelbaren Nachbarn der Feuerwehr im Technischen Zentrum. Im Berichtsjahr fanden 25 Fortbildungsveranstaltungen auf Kreisebene und an der Landesfeuerwehrschule in Kassel statt. Die Fahrzeug- und Gerätesituation stufte der Wehrführer „als gut und sachgerecht“ ein. Reiber dankte allen Beteiligten für ihr vielfältiges Engagement, häufig sogar in zusätzlichen Arbeitsstunden zu den geleisteten Einsatz- und Übungsstunden. Die Arbeit der Nachwuchsorganisationen würdigte Reiber „als wichtigen Bestandteil unseres Feuerwehrwesens“. Jugendwart Sebastian Herweh berichtete im Detail von vielen schönen Ereignissen, von 43 Dienstabenden, 40 Sportabenden und 37 Tagen, an denen Fahrten, Ausflüge und Besuche stattfanden. Von den 38 Mitgliedern sind 3 Mädchen. Zwei Mitglieder traten in die Einsatzabteilung über. In der Jugendarbeit kamen 2.825 Übungsstunden zusammen. Für die feuertechnische Ausbildung wurden 1.298 Stunden aufgewendet. Höhepunkte waren das sommerliche Kreiszeltlager in Bürstadt und das interne Zeltlager im Hesseneck. Von den Aktivitäten der Kinderfeuerwehr Lampertheim Mitte berichtete ihr Leiter Stefan Roth. Neben Feuerwehrthemen waren im abwechslungsreichen Dienstplan Ausflüge und Veranstaltungen mit Spaß und Spiel im Programm. 24 Jungen und ein Mädchen waren Ende des Jahres in der Kinderfeuerwehr. Hannelore Nowacki
Beförderungen
Feuerwehranwärter wurden Christian Hannewald, Maximilian Stähler-Oelze, Tobias Morgenweck, Alexander Braun, Daniel Thome, Jan-Pascal Weimer und Jan Schumacher. Zum Feuerwehrmann wurden Erich Friedrich und Adrian Zähringer befördert. Oberfeuerwehrmann wurden Alexander Vlastaras und Markus Rothe. Nicolas Braun ist jetzt Hauptfeuerwehrmann, Jasmin Kronauer Hauptfeuerwehrfrau. Alexander Neumann wurde zum Löschmeister, Sebastian Herweh zum Oberlöschmeister befördert.