Führten das Stück Agam von Aggaria“ auf: Die Minizwibs. Foto: oh
HÜTTENFELD - 1994 gründete der damalige Vorsitzende des Hüttenfelder Theatervereines „ZwiBuR“ (Abk. für das Hüttenfelder Lied „Zwische Bergstroß‘ un Rhoi“) Erwin Walter die Kinder- und Jugendabteilung des Vereines – die „Minizwibs“. Das Schicksal hat es so gewollt, dass Walter, der nicht nur Vater der Minizwibs ist, sondern eine Vielzahl von Stücken für die Gruppe geschrieben hat, die Jubiläumsveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen am Sonntag nicht mehr miterleben durfte. Er ist vor zwei Wochen verstorben und konnte somit auch nicht mehr der Uraufführung seines Stückes „Agam von Aggaria“ beiwohnen, das im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier stand.
Der Tag begann mit einem Gottesdienst, in dem noch einmal Erwin Walter gedacht wurde. Natürlich war die Trauer bei Großen und Kleinen groß. Doch es war der Wille Walters, dass diese Feier stattfinden soll, auch wenn er sie nicht mehr erleben könne. Und so entwickelte sich aus der Trauer auch die Freude, dieses Jubiläum miteinander zu feiern, ganz im Sinne des Gründers.
Nach dem Gottesdienst gab es einen kleinen Umtrunk mit kleinen Speisen, so unter Anderem gab es Weißwürstchen und Brezel.
Anschließend wurde von den Minizwibs das Stück „Agam von Aggaria“ in der Gustav-Adolf-Kirche aufgeführt. Unter der Regie von Manuela Ehret und Johanna Herget spielten die 14 Mädchen die fantastische Geschichte des Außerirdischen Agam. Der Inhalt: Beim Frühstück hört Familie Schmitt, dargestellt von Anna Fleig und Sarah Zimmermann mit ihren Kindern (Janine Wüst, Pia Rendl), dass ein UFO gelandet sein soll, dem ein Kind entstiegen ist – Agam von Aggaria (Anastasia Seth). Die Suche nach diesem gestaltet sich für die Oberkommisarin (Celine Kohl) schwierig, denn Agam hat Tricks drauf, nicht entdeckt zu werden. So sorgt er für Verwirrung in der Schule und bringt Lehrerin (Kim Rendl), Rektorin (Xenia Scharf) und die Schüler (Laetitia Seth, Nina Gutschalk, Lilli Schietzold, Helena Heurich) zur Verzweiflung. Schließlich erscheinen die Eltern von Agam (Tatjana Schäfer, Lilly Mostert) und holen ihn zurück. Sie hatten eine geheime Mission zu erledigen, um die Menschen auf der Erde zu retten. Was das war, blieb geheim. Denn die Bewohner von Aggaria haben auch die Fähigkeit, die Zeit zurückzudrehen und keiner auf der Erde konnte sich dann an diesen Zwischenfall mehr erinnern. Der Applaus für die Akteure in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche war ausgiebig.
Bei Waffeln, Kaffee und Kuchen ließ man dieses in jeder Beziehung einzigartige Jubiläum am späten Nachmittag ausklingen. Noch lange saß man auf der neuen Terrasse hinter der Kirche beisammen.
Das Stück wird beim Basar der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde am 29. Juni um 14 Uhr im Pater-Delp-Zentrum ein zweites Mal aufgeführt. ehr