„Kommunale Außenpolitik”: Programm für Verschwisterungsfeierlichkeiten der Partnerstädte vom 20. bis 22. Juni vorgestellt / Positive Wahrnehmung beeindruckt
„Freundschaften, die über Jahre wachsen”
Dirk Eichenauer, Fachbereich 40, Brigitte Stass, Vorsitzende des Gesamtpartnerschaftskomitees und Bürgermeister Gottfried Störmer präsentierten am Dienstag das Programm für die Verschwisterungsfeierlichkeiten der Partnerstädte vom 20. bis 22. Juni in Lampertheim. Foto: Steffen Heumann
LAMPERTHEIM – Ende Juni finden in der Spargelstadt die aus Kostengründen nur noch im Turnus von zwei Jahren ausgerichteten Verschwisterungsfeierlichkeiten der Partnerstädte Adria (Italien), Ermont (Frankreich), Maldegem (Belgien), Swidnica (Polen) und Lampertheim statt. In Hofheim wird ebenfalls gefeiert. Im Stadtteil blickt man bei der 20-Jahr-Feier mit Dieulouard (Frankreich) auf zwei Jahrzehnte intensiver Kontakte zurück.
Etwa 250 Personen aus den Partnerstädten, sowie Freunde und Förderer sind – nach der Ankunft und Begrüßung am Freitag nebst Quartierverteilung – zum Höhepunkt der Festlichkeiten, dem Europäischen Abend, am Samstag in die Hans-Pfeiffer-Halle eingeladen, um den kulturellen Austausch fortzuführen. Die offiziellen Mandatsträger nutzen im Vorfeld die Gelegenheit, um im Rahmen der Bürgermeistertagung Aktivitäten, wie etwa die Unterstützung für 3. Welt-Projekte oder gemeinsame Planungen für kommende Jahre, zu besprechen. Am Sonntagmorgen steht um 10 Uhr ein gemeinsamer ökumenischer Gottesdienst mit Fürbitten im Lampertheimer Dom auf dem Programm, ehe am Mittag die Verabschiedung der Gäste ansteht.
Im Stadtteil Hofheim laufen am Sonntagvormittag die Feierlichkeiten bezüglich der 20 Jahre bestehenden Partnerschaft mit Dieulouard an. Der Arbeitskreis Hofheimer Vereine hat in Eigenregie rund um das Bürgerhaus ab 10.30 Uhr ein umfangreiches Programm mit musikalischer Unterhaltung, einem gemeinsamen Mittagessen und zahlreichen Darbietungen ausgearbeitet.
„Die Freundschaften sind über die Jahre gewachsen”, verweist Bürgermeister Gottfried Störmer auf das Europa von heute als Friedensgarant. Nicht zuletzt profitiere Deutschland von den wirtschaftlichen Vorteilen der Gemeinschaft, so Störmer, der für den Erhalt und die Pflege von Städtepartnerschaften auf kommunaler Ebene plädiert. Brigitte Stass, Vorsitzende des Gesamtpartnerschaftskomitees, zeigt sich beeindruckt von der positiven Wahrnehmung in den anderen Städten, die sie als Lampertheimerin bislang erfahren habe. Etwa 20 Personen engagieren sich in der Spargelstadt, um das freundschaftliche Miteinander über Ländergrenzen hinweg auch in Zukunft mit Leben zu füllen. „Allerdings”, so bedauern Stass und Störmer unisono, seien die Verbindungen ins niederländische Wierden von offizieller Seite beendet worden. Trotz zahlreicher Bemühungen der Lampertheimer, habe die Kommune kein Interesse gezeigt, die Aktivitäten des früheren Trägervereins der Partnerschaft nach dessen Auflösung fortzuführen.
Dirk Eichenauer vom Fachbereich für Kultur, Jugend, Bildung und Vereine, freut sich jedoch, dass der Kontakt zu vielen Jugendlichen nach Wierden weiterhin gepflegt wird. 22 Gäste aus den Niederlanden werden erwartet und von städtischer Seite betreut. „Facebook kann zwar viel, aber nicht das kulturelle Miteinander ausgleichen”, erklärt Eichenauer. Neben den zahlreichen offiziellen Besuchern aus den Partnerstädten und weiteren Gästen, die in Hotels oder der Zehntscheune und bei Familien untergebracht sind, ist Dirk Eichenauer noch auf der Suche nach Schlafmöglichkeit für etwa 10 Personen aus dem polnischen Swidnica. Dirk Eichenauer steht für weitere Fragen unter der Rufnummer 06206/935233 oder per E-Mail (d.eichenauer@lampertheim.de) gerne zur Verfügung.