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  • Fr., 05. Juni 2015, 11:57 Uhr
    Sonniges Gemeindefest St. Andreas auf dem Europaplatz

    Fronleichnamsprozession im langen Zug durch die Innenstadt

    Die Fronleichnamsprozession versammelte sich zur Andacht am Altar vor der Schillerschule. Weiter führte der Weg zum Altar an der St.-Andreas-Kirche. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Der Himmel meinte es gut mit der Fronleichnamsprozession am Donnerstag – bei strahlendem Sonnenschein bewegte sich der lange Prozessionszug durch die sommerliche Innenstadt, von der Pfarrkirche Mariä Verkündigung durch die Neue Schulstraße und Kaiserstraße bis vor den Altar an der St.-Andreas-Kirche. Zuvor hatte um acht Uhr in Mariä Verkündigung das Hochamt begonnen, nach Abschluss der Fronleichnamsprozession fand in St. Andreas eine weitere Messe statt. Das erste Hochamt zur Feier des Leibes und Blutes Christi wurde von Pfarrer Erhard Schmitt, Pfarrvikar Claus-Peter Stockh, Pfarrvikar Dr. Virginijus Grigutis und Pfarrer Simon Kornas zelebriert, die zweite Festmesse in der St.-Andreas-Kirche zelebrierten Geistlicher Rat Pfarrer Peter Hammerich und Pfarrvikar Dr. Virginijus Grigutis. Vatikanische Fahnen in Gelb und Weiß wehten entlang des Weges und einige Wohnhäuser waren festlich mit weiß-gelben Blumenschmuck dekoriert. Die Katholische Kirchenmusik unter der Leitung von Markus Niebler begleitete die Prozession musikalisch und bei den Andachten an den Altären am Haus Will, am St. Marien-Krankenhaus und vor der Schillerschule trat der Kirchenchor von St. Andreas mit seinem Dirigenten Heinrich Weppelmann auf. Zum Mitsingen der Lieder während der Prozession hatten alle Teilnehmer die Texte und Noten auf Handzetteln erhalten. Eine Welle des Gesangs erfasste die Prozession immer wieder. Der Duft von Weihrauch erfüllte die Luft und der helle Klang von Messingglöckchen machte auf den Zug aufmerksam. Die Ministranten in weiß-roten Gewändern gingen voran, gefolgt von den Pfarrern, die abwechselnd die Monstranz durch die Stadt trugen. Auch die Andachten wurden im Wechsel gefeiert. Die Kommunionskinder, die Mädchen in ihren festlichen weißen Kleidern, die Jungen in Anzügen, streuten Rosenblätter.

    Beim Gemeindefest von St. Andreas war bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Auf dem Europaplatz waren bei sommerlichen Temperaturen auch die Schattenplätze begehrt. Foto: Hannelore Nowacki


    An der letzten Station an der St. Andreas-Kirche hatten die Pfadfinder St. Georg vom Stamm Guy de Larigaudie ein großflächiges Bodenornament aus Sand und anderen Naturstoffen geschaffen und mit ihrer Lilienblüte in Kreide signiert. Die Lektoren der katholischen Kirchengemeinden Mariä Verkündigung, St. Andreas und Herz Jesu lasen bei jeder Andacht einen Text, der sich mit der besonderen Aufgabe der jeweiligen Institution befasste oder den Dialog mit Gott zum Thema hatte. Vor dem St.-Marien-Krankenhaus wurde der Segen für alle erbeten, die dort zum Wohle der Kranken tätig sind, vor der Schillerschule erinnerte der Sprecher an die große Verantwortung der Lehrer und dass das Leben ein Wandel sei. Auch der Wunsch nach Frieden, an Gott gerichtet, kam zum Ausdruck: „Wir wollen für den Frieden beten, zeige uns Möglichkeiten, wie wir mit dem Frieden beginnen können“. Am Schluss der Fronleichnamsprozession sprach Pfarrer Hammerich die Einladung an alle aus, das Gemeindefest von St. Andreas zu besuchen. Dieser traditionelle Bazar fand auf dem Europaplatz unter freiem Himmel und im Saal des Vereinshauses „Zum Schwanen“ statt. Eine große Helferschar kümmerte sich um die Bewirtung – vom Grill stiegen wunderbare Düfte auf, auch gemischter Salat war im Angebot, alles zu volkstümliche Preisen. Die Pfadfinder machten sich umgehend auf die Suche nach Käufern der Tombolalose, eine erfolgreiche Aktion. Im Saal waren die Tische schön mit Blumenschmuck gedeckt. Das beeindruckende Kuchenbüffet lockte mit reicher Auswahl und vielen Erdbeertorten. Draußen hörten die Gäste von der Katholischen Kirchenmusik ein Platzkonzert. Der Kirchenchor St. Andreas zog es vor, im Saal zu singen, um nicht mit dem Verkehr konkurrieren zu müssen. Jürgen Richter führte per Mikrofon durch den Feiertag. Später hatte sich der Kinderchor des Alfred-Delp-Kindergartens unter der Leitung von Mechthild Schneider-Schossau angesagt und um 15 Uhr, zwei Stunden vor dem geplanten Schluss, hatten die Organisatoren eine Kinderüberraschung im Programm. Ein Clown aus Mannheim mit Luftballons und sonstigen Späßen war engagiert worden. Der Reinerlös des Bazars ist für die Renovierung des Andreas-Heims bestimmt.  Hannelore Nowacki

     

     

     

     

     

     

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