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  • Do., 27. August 2020, 15:53 Uhr
    LEBENSHILFE: Kreisbeigeordneter Karsten Krug übergibt Förderbescheid in Höhe von rund 38.000 Euro

    „Frühförderstelle leistet hervorragende Arbeit”

    Kreisbeigeordneter Karsten Krug (r.) übergab einen Förderbescheid in Höhe von rund 38.000 Euro für die Frühförderstelle der Lebenshilfe an an Susanne Bürkelbach (l.). Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – „Es ist ein sehr freudiger Anlass, wir freuen uns sehr, Sie heute begrüßen zu dürfen, zumal wie eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Kreis Bergstraße haben”, begrüßte Günther Baus, Vorsitzende der Lebenshilfe Lampertheim und Ried e.V., am Donnerstag den Kreisbeigeordneten Karsten Krug in den Räumen der Frühförderstelle.  An diese im gesamten Kreis Bergstraße tätige Stelle der Lebenshilfe können sich Eltern wenden, deren Kinder Auffälligkeiten in ihrer Entwicklung aufweisen, die von Behinderung bedroht, oder behindert sind. Frühförderung kann von Geburt bis Einschulung angeboten werden.

    Karsten Krug war aus einem besonderen Grund nach Lampertheim gekommen: „Tue gutes und sprich darüber: Unter diesem Motto bin ich heute hier, denn die Frühförderstelle leistet hervorragende Arbeit für Lampertheim und den gesamten Kreis. Es geht heute darum, die Abwicklung des Jahres 2019 abschließen zu können. Der Kreis ist  angesichts des herausragenden Engagements des Teams der Frühförderstelle gerne bereit, einen Großteil des Defizits zu übernehmen. Wir sind auf einem guten Weg, auch wenn wir noch nicht alles erreicht haben. Aber wir haben es geschafft, die Frühförderstelle seitens des Kreises mit einem Drittel mehr zu fördern, als dies zu Beginn meiner Amtszeit geschah.” Insgesamt unterstützt der Kreis die Frühförderstelle mit rund 480.000 Euro, mit der Übernahme des diesjährigen Defizits in Höhe von rund 38.000 Euro. „Dies zeigt die Wertschätzung des Kreises, aber auch die Notwendigkeit der Arbeit des gesamten Teams. Leider wird es auch künftig ein Defizit geben, aber ich bin bester Hoffnung, dass sich das Land Hessen und die Krankenkassen einigen und den medizinisch-therapeutischen Bereich endlich wertschätze und finanziell unterstützen. Denn dies ist die Aufgabe des Landes, für das der Kreis Jahr für Jahr einspringt”, ergänzte Karsten Krug, der zudem klarstellte: „Es gibt keine Vollfinanzierung seitens des Kreises, denn auch der Verein Lebenshilfe trägt einen großen Antuen an der Arbeit und der Finanzierung der Frühförderstelle. Ich freue mich, heute einen Förderbescheid in Höhe von rund 38.000 Euro übergeben zu können, Danke an den Verein, dass er ebenfalls 22.000 Euro übernimmt. Wir überlegen derzeit, die Frühförderstelle in Richtung Kreis weiter zu öffnen, die Bereitschaft unsererseits ist da, dieses wichtige Angebot zu erweitern.”

    Günther Baus dankte insbesondere für die offene Zusammenarbeit, „es ist wichtig, dass wir im Dialog sind.” Bezüglich der Finanzierung eines Teils des Defizits in Höhe von 22.000 Euro seitens des Vereins betonte er: „Wir haben ursprünglich eine Zusage von Seiten des Vereins, dass wir 10.000 Euro des Defizits übernehmen können. Aufgrund von Corona ist dies aber nicht wie zuvor die Obergrenze, sondern der Durchschnitt. Da wir im vergangenen Jahr einen geringeren Betrag leisten mussten und dies auch im kommenden Jahr der Fall sein wird, ist diese Summe in diesem Jahr möglich. Der Betrag wird aus den Rücklagen für das Gebäude abgezwackt, wir sind optimistisch, dass wir dennoch genügend Rücklagen bilden können. Die verwendeten Mittel stammen nicht aus den allgemeinen Spendengeldern. Und wir sind ebenfalls optimistisch, dass wir irgendwann eine gesetzliche Regelung in Hessen haben, bei der die komplette Finanzierung seitens des Landes übernommen wird.”

    Im Anschluss stellte Susanne Bürkelbach, Leiterin der Frühförder- und Beratungsstelle, kurz die Vorzüge und die Arbeit der Stelle vor. „Wenn der Kreis Bergstraße nicht einspringen würde, gäbe es dieses wichtige Angebot nicht mehr. Daher ist es umso wichtiger, dass die Landesrichtlinien endlich umgesetzt werden und das Land seine Aufgabe der Finanzierung übernimmt”, appellierten alle Beteiligten in Richtung Land und Krankenkassen. Benjamin Kloos

     

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