Di., 03. Mai 2016, 09:35 Uhr
Landfrauen-Frühstück im Treff 21 ein humorvoller Treffer
Fünf-Sterne-Genuss mit Blick auf das pralle Leben

Nach dem gemütlichen Landfrauen-Frühstück präsentierte Erzählerin Dorothea Hille aus Heilbronn lustige Geschichten und besinnliche Gedanken. Foto: Hannelore Nowacki
GROSS-ROHRHEIM – Die Landfrauen hatten das große Frühstücksbüffet am Mittwoch im Treff 21 selbst vorbereitet und Appetit anregend aufgebaut, mit allem was einen Gute-Laune-Tag garantiert. Zum Fünf-Sterne-Genuss des Landfrauen-Frühstücks gehörten Lachs und Füllsel, Eier, Wurst, Käse und Obst – alles zum Preis von nur 6,50 Euro, inklusive waren die angeregten Tischgespräche. Fast siebzig Gäste waren gekommen - volles Haus und gute Stimmung erwarteten Dorothea Hille, die mit dem Zug aus Heilbronn angereist war, um den Groß-Rohrheimer Frauen einen riesigen Blumenstrauß der humorvollen Erzählkunst mitzubringen. Dass die Erzählerin auch einige nachdenklich stimmende Gedanken zwischen die Lacherfolge setzte, rundete ihren Blick auf das Leben, wie es so kommt und geht, auf inspirierende Weise ab. In ihrem gut einstündigen Erzählvortrag überreichte Dorothea Hille den Zuhörenden eine symbolische Blume nach der anderen, bis am Ende das Blumenbild vollendet war und die begeisterten Zuhörerinnen mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause gehen konnten. Immer wieder bot die leicht schwäbelnde Erzählerin mit ihrem Humor Anlass zum herzhaften Lachen, denn wer kennt das Dilemma nicht, das Schenkende und Beschenkte leicht erfassen kann. Das Erzählthema „Schenken und beschenkt werden“ reicherte die Vortragskünstlerin mit großer Expertise an, wie sie aufmerksamen Mitmenschen vom Leben zu Teil werden kann. „Wir schenken uns nichts mehr“. Dieser wohlmeinende Satz, besonders zu Weihnachten, hat in Paarbeziehungen schon einige Verwirrung gestiftet. Was hilft da? Vielleicht dieser Satz: „Schenken ist ein großes Risiko und kann ein großes Vergnügen sein“. Einen anderen Satz, der schon viele Schenkende genervt hat, lehnt Dorothea Hille nicht völlig ab, sie empfiehlt ihn bei Nichtgefallen der Gabe: „Das wäre doch nicht nötig gewesen“. Wenn jedoch das Geschenk „wie gerufen kommt“, dann solle man das auch sagen. Nach der Christrose, mit der sie die Geschichte des kleinen Jesus in der Krippe mit den Geschenken der drei Weisen verband, kam Hille über das Mauerblümchen, das vom Leben beschenkt wird, zur weniger sympathischen Schlingpflanze. Am Ende zeigte die Osterglocke, dass jeder Tag ein Tag der Freude sein kann und das tränende Herz gab den Hinweis: „Trost bei Gott gefunden - wir können als Getröstete durch das Leben gehen“. Vom Gänseblümchen war zu erfahren, dass kleine Geschenke die Freundschaft erhalten, die Orchidee erinnerte an „das Wunder der zweiten und hundertsten Chance“ von Gott. Marianne Hofmann, Vorsitzende des Landfrauenvereins, wies die Gäste auf die ausgelegte „Bienenpost“ hin, das Mitteilungsblatt der Landfrauen mit Terminen und jetzt im Frühling mit einem Spargelrezept. Das nächste Landfrauenfrühstück mit Vortrag findet im Herbst statt. „Wir haben immer interessante Vorträge“, erklärte Hofmann im Gespräch mit dem TIP, am preislich günstigen Frühstück wollen die Landfrauen nichts verdienen, aber auch nichts drauflegen. Hannelore Nowacki