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  • Mi., 15. Juni 2016, 13:46 Uhr
    Bürgerstiftung Lampertheim unterstützt Technische Betriebsdienste mit 1.000 Euro / Ehrenamtliche Betreuer gesucht

    Für Arbeitssicherheit der Flüchtlinge gesorgt



    Der Vorsitzende der Bürgerstiftung Lampertheim, Erich Maier (4.v.r.), übergab zur Unterstützung der Arbeit der Flüchtlinge in den Technischen Betriebsdiensten eine Spende an deren Leiterin Sabine Vilgis (5.v.r.). Foto: Benjamin Kloos

    LAMPERTHEIM – Sicherheit am Arbeitsplatz ist ein wichtiges Thema – dies gilt selbstverständlich auch für Flüchtlinge, die sich einbringen und verschiedensten Tätigkeiten nachgehen. So wie beispielsweise bei den Technischen Betriebsdiensten. Um hier für die entsprechende Ausstattung zu sorgen, überreichte der Vorsitzende der Bürgerstiftung Lampertheim, Erich Maier, am Mittwoch einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro an die Leiterin der Technischen Betriebsdienste, Sabine Vilgis.

    „Die Bürgerstiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeit vor Ort im Bereich der Flüchtlinge zu unterstützen. Bereits 2015 konnten wir 1.000 Euro für Winterkleidung zur Verfügung stellen und Ende des Jahres werden weitere 500 Euro für eine besondere Veranstaltung im Bereich der Flüchtlingsarbeit fließen”, betonte Erich Maier. „Ermöglich wurde diese Spende durch die Raiffeisenbank Ried, die den Bürgerstiftungen Lampertheim, Bürstadt und Biblis jeweils einen Betrag zur gezielten Unterstützung der Flüchtlinge zur Verfügung gestellt hat.”

    „Seit 1,5 Jahren beschäftigen wir im Bauhof Flüchtlinge, die sich freiwillig bei uns melden können. Sie werden je nach Vorkenntnissen eingesetzt, sei es in der KFZ-Werkstatt, bei den Schreinern und Malern oder vor allem in der Gärtnerei”, erläuterte Sabine Vilgis. Zur Arbeitssicherheit gehört auch die entsprechende Kleidung, seien es Sicherheitsschuhe, Arbeitshosen oder aufgrund der aktuellen Wettersituation leuchtende Regenjacken. „Diese Spende ist für uns dabei eine immense Unterstützung, für die wir sehr dankbar sind. Das Geld fließt auf ein Konto, von dem ausschließlich Arbeitskleidung für Flüchtlinge gekauft wird.” Aktuell sind ein Iraner und drei Afghanen beschäftigt, mit „deren Arbeit wir sehr zufrieden sind”, wie Sabine Vilgis ergänzte.

    Dass die Unterbringung von Flüchtlingen in Berufen nicht immer einfach ist erläuterte Horst Schmitt, Ansprechpartner rund um die Flüchtlinge bei der Stadt Lampertheim. „Wir haben derzeit zwölf Sprachkurse, die Koordination zwischen der Unterbringung der einzelnen Flüchtlinge in diesen Kursen und möglichen Arbeitgebern ist teilweise schwierig, sonst würden sicher noch mehr Flüchtlinge hier arbeiten.”

    Kurt Stass, Vorsitzender des Koordinierungskreises der Flüchtlingshilfe Lampertheim, dankte für das Engagement der Bürgerstiftung. „Mit der gemeinnützigen Arbeit lernen die Flüchtlinge auch die Bedeutung von Pünktlichkeit und der Qualität der Arbeit – wichtige Bausteine für die Integration.” Gleichzeitig rief er dazu auf, sich ehrenamtlich zu engagieren. „Wir wollen die Betreuung der Flüchtlinge, die täglich stattfindet, auf möglichst viele Schultern verteilen und suchen daher Menschen, die bereit sind, sich zu engagieren.” So beispielsweise in der neu geschaffenen Arbeitsberatungsstelle für Flüchtlinge in der Kernstadt. Hier sind jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr zwei ehrenamtliche Betreuer vor Ort, die bei der Ausfüllung von Dokumenten und Formularen helfen und bei Fragen rund um die Arbeit beraten. „Hier benötigen wir dringend noch Unterstützung. Wenn Sie helfen wollen, melden Sie sich bitte bei Horst Schmitt unter 06206/935-210 oder bei Frau Kristina Delceva unter 06206/935-357.” Benjamin Kloos

     
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