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  • Do., 24. Februar 2022, 12:28 Uhr
    EVANGELISCHES DEKANAT BERGSTRASSE: Friedensgebete und Glockengeläut

    Für den Frieden – Gegen den Krieg

    KREIS BERGSTRASSE – Angesichts des Angriffs von Russland auf die Ukraine hat das Evangelische Dekanat Bergstraße die Kirchengemeinden am Donnerstag, 24. Februar, aufgerufen „von heute an und in den nächsten Tagen um zwölf Uhr die Glocken zu läuten und für den Frieden zu beten“. Es schließt sich damit einem entsprechenden Appell des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Volker Jung an.

    Der Bergsträßer Dekan Arno Kreh lud am Donnerstag um 12 Uhr zu einem Friedensgebet auf dem Parkplatz vor dem Heppenheimer Haus der Kirche ein. Mehrere Gemeinden im Evangelischen Dekanat Bergstraße riefen ebenfalls zu Friedensgebeten und Friedensandachten auf. In weiteren Gemeinden sind Friedensandachten in Vorbereitung.

    Das Läuten der Glocken sei ein „Aufruf, innezuhalten persönlich zu beten“, sagte Kirchenpräsident Jung. Es sei auch gut, wenn zur Mittagszeit oder auch zu anderen Zeiten, in Friedensandachten gemeinsam gebetet werde. Nach Worten Jungs ist der militärische Angriff der russischen Regierung „entsetzlich und versetzt viele Menschen in große Angst.“ Die Folgen seien nicht absehbar. Jung: „Ich unterstütze alle Appelle an die russische Regierung, die militärischen Aggressionen sofort zu beenden und die Truppen abzuziehen. Für alle, die jetzt politisch zu entscheiden haben, bitte ich um Besonnenheit und den Willen, Eskalationen zu vermeiden und Wege des Friedens zu suchen und zu gehen. Krieg bringt schreckliches Leiden und Not über Menschen. Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein.“

    Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus sagte, sie stehe „erschüttert und sprachlos“ vor den Angriffen auf die Ukraine. Grenzen zwischen Ländern würden verschoben, die Souveränität von Nationen werde missachtet, Völkerrecht werde gebrochen und der Friede auf dem europäischen Kontinent aufs Spiel gesetzt. „Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Menschen, die nun um Leib und Leben fürchten und die erleben, wie Leid und Tod in ihre Städte und Dörfer einziehen.“ zg

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