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  • Mo., 28. September 2015, 11:39 Uhr
    Pfarrgemeinderatswahlen am 7. und 8. November / Bürstädter Pfarreien bilden erstmals Gesamtpfarrgemeinderat / Kandidaten gesucht!

    Für die Gemeinde. Für die Menschen. Für St. Michael und St. Peter.

    Mitverantwortung zählt: Pfarrer Peter Kern, Harald Klöpsch, Rosi Hartmann, Reinhold Ruh und Karl-Hans Reischert (v.l.) freuen sich auf engagierte Kandidaten für die Pfarrgemeinderäte in St. Michael und St. Peter. Foto: Benjamin Kloos


    BÜRSTADT – Die Pfarrgemeinderatswahlen stehen vor der Tür: Am 7. und 8. November werden im gesamten Bistum Mainz alle Katholiken dazu aufgerufen, bei den kirchlichen „Kommunalwahlen” ihre Stimme abzugeben und damit zu entscheiden, welche Frauen und Männer das pfarrliche Leben in der Gemeinde mitgestalten sollen. So auch in Bürstadt, wo im Gebiet der Kernstadt und in Riedrode insgesamt circa 7.000 Katholiken der beiden Pfarreien St. Michael und St. Peter per Briefwahl wählen dürfen und sollten.

    Mitdenken, mitmachen, mitwählen

    Bei der Wahl geht es darum, für die verschiedenen, sehr konkreten Aufgaben der Gemeinde kompetente Kandidaten zu finden, die aus ihrem Glauben heraus für ihre Gemeinde Zeit, Engagement und Phantasie zur Verfügung stellen. Als Aufgaben des Rates werden in diesem Zusammenhang die Kontaktaufnahme zu Neuzugezogenen, jungen Familien und besonders zu denjenigen, die der Kirche fern stehen, genannt. Als vordringliches Thema steht die Arbeit für sozial Schwache und Flüchtlinge im Vordergrund, aber auch die Organisation beispielsweise von Pfarrfesten, neue Wege in der Kinder- und Jugendarbeit zu finden, die Erstkommunion- und Firmvorbereitung zu unterstützen oder natürlich auch die Gottesdienste mit zu gestalten,

    Gutes für Gemeinde tun

    Die Kandidatensuche läuft derzeit auf Hochtouren.  In St. Peter und in St. Michael werden jeweils mindesten zehn Kandidaten für die je sieben Pfarrgemeinderatsämter gesucht. Wer Interesse hat, kann sich noch bis zum 10. Oktober melden oder aber Vorschläge geeigneter Kandidaten einbringen. Anschließend wird die Wahlliste erstellt, bevor die Briefwahlunterlagen an die Gemeindemitglieder verteilt werden. „Jeder ist herzlich willkommen. Wer für die Kandidatenliste vorgeschlagen wird, sollte sich ermutig fühlen und 'JA' zur Kandidatur sagen", betonte Karl-Hans Reischert, aktueller Vorsitzender des Pfarrgemeinderates St. Peter im Rahmen eines Pressegesprächs. Beide Gemeinden verfügen über zahlreiche engagierte Mitglieder, die stets mithelfen wenn sie gebraucht werden. „Aber wir benötigen Kandidaten, die bereit sind, vier Jahre die Gemeinde aktiv zu gestalten. Dabei gibt die Arbeit im Pfarrgemeinderat nicht nur der Gemeinde etwas, sondern auch einem selbst: Wohlgefühl, Gemeinschaft und Gedanken über den Sinn des Lebens und religiöse Fragen auch in der Praxis auszutauschen”, ergänzte Rosi Hartmann, derzeitige Vorsitzende des Pfarrgemeinderates St. Michael und Wahlleiterin für diese Pfarrei. Übrigens sei durch die vielfältigen Themen- und Aufgabenbereiche eine Vereinbarung mit dem Beruf gut möglich.

    Gesamtpfarrgemeinderat entsteht

    Am 7. und 8. November werden die Gemeinderäte in St. Peter und in St. Michael noch getrennt voneinander gewählt. Doch es war „eine ganz wichtige und vor allem bewusste Entscheidung, dass beide Gemeinden künftig einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat haben”, betonte Reinhold Ruh, Wahlvorstand in St. Peter. Dies bedeutet, dass nach der eigentlichen Wahl der Pfarrgemeinderäte im November zunächst in beiden neungewählten Räte jeweils ein Verwaltungsrat gewählt wird. Diese beschließen anschließend, vermutlich im ersten Drittel des neuen Jahres, die Bildung eines Gesamtpfarrgemeinderates für beide Gemeinden.

    „Die Pfarrgemeinden wachsen zusammen”, freut sich Pfarrer Peter Kern. „In vielen Bereichen arbeiten beide Gemeinden bereits seit vielen Jahren zusammen, sei es bei der katechetischen Arbeit oder aber dem Seelsorgerat."

    Jugendvertreter gesucht

    Ein wichtiger Aspekt jedes Pfarrgemeinderates ist die Jugendarbeit: Unter dem Motto „… nur noch kurz die Welt retten" sind daher Jugendliche ab 16 Jahren dazu aufgerufen, sich bei der Pfarrgemeinderatswahl für das Amt des Jugendvertreters zu kandidieren. Wer an dieser wichtigen Aufgabe Interesse hat, sollte gerne mit anderen gemeinsame Aktionen auf die Beine stellen an einer aktiven Mitarbeit in Gremien interessiert sein, sich als Teil der Gemeinde verstehen und die Anliegen von Kindern und Jugendlichen vertreten wollen. Wichtig ist zudem neben der Zugehörigkeit zur katholischen Kirche auch der Wohnsitz im Gebiet der Pfarrei.

    „Wir wünschen uns, dass sich Gemeindemitglieder einbringen, für die Menschen, für die Gemeinde und für die Kirche. Egal wie alt Sie sind, ob Mann oder Frau, bringen Sie sich für Ihre Gemeinde ein”, hoffen beide Gemeinden auf regen Zuspruch sowohl bei der Kandidatensuche als auch der Wahl selbst.

    Weitere Informationen rund um die Pfarrgemeinderatswahlen gibt es unter der eigens eingerichteten Internetseite des Bistum Mainz unter www.pfarrgemeinderatswahlen.de. Formulare zur Kandidatenbenennung sind in den beiden Pfarrbüros erhältlich und liegen in den Kirchen aus. Und natürlich freuen sich auch die anderen katholischen Pfarreien im Ried über engagierte und motivierte Kandidaten für die jeweiligen Pfarrgemeinderäte. Benjamin Kloos

     

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