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  • Mi., 08. November 2017, 13:56 Uhr
    Netzwerk „Null Toleranz bei Gewalt” besteht seit zehn Jahren / Resolution gegen Gewalt erneuert

    Für ein friedliches Zusammenleben in Lampertheim

    Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Netzwerkes „Null Toleranz bei Gewalt” erneuerten dessen Mitglieder mit ihrer Unterschrift die Resolution gegen Gewalt. Foto: Benjamin Kloos

    LAMPERTHEIM – Vor zehn Jahren wurde in Lampertheim das Netzwerk „Null Toleranz bei Gewalt” gegründet – mit dem Ziel, Lampertheim zu einer Stadt zu machen, in der für Gewalt kein Platz ist. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, deren Angebote sich an Jugendliche richten, ist es gelungen, unter der Federführung der Stadtverwaltung dieses Netzwerk fest im Gemeinwesen zu installieren und dabei beachtliche Erfolge zu erzielen.
    Am Mittwoch versammelten sich aufgrund des Jubiläums die Mitglieder des Netzwerkes, um die vor zehn Jahren geschlossene Resolution „Aufruf gegen Gewalt in Lampertheim” durch gemeinsames Unterzeichnen zu erneuern und gleichzeitig auf die bisherige Arbeit zurückzublicken.
    Bürgermeister Gottfried Störmer erinnerte an die Gründungszeit des Netzwerkes: „2006 wollten wir uns enger vernetzen, da die Sachbeschädigungen, der sinnlose Vandalismus aber auch verabredete Schlägereien, bei denen bestimmte Personen körperlich angegangen wurden, stark angestiegen waren.” Hierzu wurde ein runder Tisch gegründet, aus dem sich rasch das Netzwerk entwickelte. Die erste Aktion war im Jahr 2007 eine Unterschriftenaktion, bei der 2.254 Unterzeichner ein Zeichen gegen Gewalt setzten. Fortan wurde die Arbeit des Netzwerkes in eine pädagogische und eine Steuerungsebene unterteilt, wobei die Steuerungsebene sich aus den Schulleitern der örtlichen Schulen, der Polizei sowie des Diakonischen Werkes und der Stadt Lampertheim zusammensetzt und die strukturellen Fäden in der Hand hält. Die pädagogische Ebene, zu der Schulsozialarbeiter, die Mitarbeiter der Jugendförderung, des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung der Stadt, die örtliche Polizei, die Jugendgerichtshilfe und das Diakonische Werk gehören, tauscht sich regelmäßig über die aktuelle Situation aus.
    Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit finden seit 2009 jährliche Aktionstage statt, um auf das Netzwerk aufmerksam zu machen. So setzten sich Jugendliche der 7. Klassen im vergangenen Jahr mit dem Thema Handy und Medien auseinander, während 2017 der Alkoholkonsum und die Sucht im Vordergrund standen. Finanziert werden diese Aktionstage durch die Jugendhilfe e.V. in Bensheim, der die Netzwerker ihren ausdrücklichen Dank hierfür aussprachen.
    Der Erfolg der Zusammenarbeit des Netzwerkes besteht unter anderem auch darin, dass die Wege zur Zusammenarbeit verkürzt und Überschneidungen aufgedeckt wurden. Insgesamt habe sich die Arbeit der einzelne Institutionen in diesem Bereich intensiviert und verbessert. „Der Austausch über diese kurzen Wege war über all dies Jahre sehr wichtig”, ergänzte Bürgermeister Störmer, „auch um in konkreten Fällen sinnvoll zusammenwirken zu können, um Regulierungen zu schaffen, die den Jugendlichen helfen und diese vor einer Wiederholung der Tat abhalten.” Momentan seien der Vandalismus und Körperverletzungen stark zurückgegangen, was alle Mitglieder als Erfolg des Netzwerkes ansahen. Dennoch wolle man auch weiterhin am Puls der Zeit bleiben und die erfolgreiche Arbeit fortsetzen, zum Wohl aller Menschen in Lampertheim. Wichtig sei dabei in erster Linie die Prävention. „Ich wünsche mir, dass wir nicht nachlassen”, schloss Bürgermeister Störmer, bevor mit der gemeinsamen Unterschrift unter die Resolution der Wunsch, miteinander gegen Gewalt vorgehen zu wollen, erneuert wurde. Benjamin Kloos

    Info: Dem Netzwerk „Null Toleranz bei Gewalt” gehören die Stadt Lampertheim mit den Fachdiensten Jugendförderung, Familie und Soziales sowie Verkehr, Sicherheit und Ordnung, das Lessing Gymnasium, die Alfred-Delp-Schule, die Elisabeth-Selbert-Schule, die Biedensandschule, das Diakonische Werk mit dem Jugendmigrationsdienst, die Polizeistation Lampertheim-Viernheim, die Jugendgerichtshilfe sowie die Schulsozialarbeit an.

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