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  • Fr., 03. September 2021, 10:07 Uhr
    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Radverkehrsschau” deckte Schwachstellen im Stadtgebiet von Bürstadt auf

    Für sicheres Radfahren muss noch viel getan werden

    Bei der „Radverkehrsschau” von Bündnis 90/Die Grünen in Bürstadt wurden verschiedene Sicherheitsrisiken für Radfahrer aufgedeckt. Foto: oh


    BÜRSTADT – Am 28. August trafen sich mehr als 21 Bürger:innen im Rahmen einer „Radverkehrsschau” von Bündnis 90/Die Grünen zu einer Rundfahrt östlich der Bahnlinie Mannheim Frankfurt. Es wurden prekäre Punkte in diesem Gebiet angefahren und dort die Verkehrsverhältnisse für die Fahrradfahrer besprochen.

    Los ging es am Bahnhof, der von keiner Seite auf einem sicheren Radweg erreichbar ist. Als Knotenpunkt für einen belastbaren und sicheren ÖPNV eigentlich ein Unding und nicht verständlich.

    Weiter ging es an die Kreuzung Vincenzstraße / Krieglachring, wo Fahrradwege plötzlich enden. Ein symptomatischer Zustand in der Stadt, wie die Grünen feststellen.

    Weiter ging es zur Wasserwerkstraße, wo sich der Autoverkehr/Fahrradverkehr und Fußgänger die einzige Brücke ins Sonneneck und Boxheimer Hof teilen müssen. Eine unbefriedigende Situation, gerade für die schwachen Verkehrsteilnehmer, die sich mit jeder Erweiterung des Sonnenecks noch verschärft.

    So wurde auch vor Ort darüber diskutiert, was die Umwidmung der Oberschultheis-Schremser Straße in eine Fahrradstraße mit sich bringt und umgesetzt werden kann. Was das für die Anwohner und den Durchfahrtsverkehr bedeutet und welche Vorteile die schwächsten Verkehrsteilnehmer davon hätten.

    Dass eine Fahrradstraße eben nicht bedeutet, dass der Autoverkehr ausgeschlossen ist, ist vielen Mitbürger:innen nicht bekannt. Hier gilt es zu informieren und Klarheit zu schaffen.

    An der Kreuzung Nibelungenstraße /Wasserwerkstrasse wurde über den geplanten Kreisel diskutiert und wie dieser Fahrradgerecht umgesetzt werden muss. Hier stieß auch der Bundestagsdirektkandidat der Bündnis 90 / DIE GRÜNEN, Moritz Müller, zu der Radgruppe hinzu. Er hatte sich extra für diesen Termin ein Fahrrad der VRN am Bahnhof gemietet und zeigte damit, wie einfach es ist, die öffentlichen Verkehrsmittel mit dem klimafreundlichen Fahrrad zu kombinieren.

    Am Beethovenplatz wurde noch einmal Station gemacht und am Quartiersbüro ausführlich die Ausbaupläne der Nibelungenstraße Ost unter besonderer Berücksichtigung des Radverkehrs dikutiert.

    Hier wurden auch Aspekte bewegungseingeschränkter Menschen den Teilnehmern nahegebracht als der stellvertretende Vorsitzende des VDK Kreisverbands Bergstraße, Hans Dieter Niepötter, auf die besonderen Belange behinderter Mensch einging. So sind Sichtachsen für gesunde Menschen auf herkömmlichen Fahrrädern vollkommen unterschiedlich zu den Sichtachsen auf Liegeräder und Handbikes oder auch Rollstuhlfahrern. Ein Aspekt der bei der Planung von Parkflächen zu berücksichtigen ist. Am Ende der zweistündigen Rundfahrt waren sich die Beteiligte einig, dass es in Bezug auf sicheres Fahrradfahren in Bürstadt noch viel zu tun gibt. zg

     

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