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  • Di., 09. Februar 2016, 09:33 Uhr
    FC Waldhorn engagiert bei Integration und wird mit 500 Euro belohnt

    Fußball macht Spaß und verbindet

    Der FC Waldhorn hat Fußball begeisterte Flüchtlinge in seine Mannschaft und in das Vereinsleben integriert – das wurde mit einer Spende belohnt. Kreisfußballwart Reiner Held überbrachte ein Schreiben und den Spendenscheck der DFB-Stiftung Egidius Braun in Höhe von 500 Euro. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – So ein wunderschöner Tag – am Samstag strahlte die Sonne auch noch am Spätnachmittag, als beim Training des FC Waldhorn Kreisfußballwart Reiner Held, wie mit Kassierer Günter Prinz und Vereinsvorsitzender Michaela Fleischhauer verabredet,  im Auftrag der DFB-Stiftung Egidius Braun ein Schreiben mit Spendenscheck über 500 Euro mitbrachte. Damit unterstützt die DFB-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und der Nationalmannschaft im Rahmen eines Sonderprojekts engagierte Fußballvereine mit der einmaligen Zahlung von 500 Euro. Im Sommer letzten Jahres hatte der FC Waldhorn Flüchtlinge zum Probetraining eingeladen, anfänglich kamen  zwanzig junge Männer. Übrig geblieben sind alle, denen Fußball Spaß macht - jetzt spielen neun Flüchtlinge aus mehreren Ländern in der regulären Mannschaft bei Punktespielen mit, unter anderem aus Eritrea, Somalia und Syrien. Kassierer Prinz, früher selbst aktiver Fußballer, erzählte im Gespräch mit dem TIP, wie sich das Engagement mit den Flüchtlingen entwickelt hatte. Im August hatte der FC Waldhorn die Flüchtlinge in den Holiday Park eingeladen, bezahlt wurde alles aus der Mannschaftskasse. „Das war ein super Tag“, waren sich die beiden Vorstände einig. Was finanziell geht will Prinz ermöglichen. Mit nur 70 Mitgliedern und insgesamt 26 Spielern zählt Prinz seinen Verein zu den kleineren im Land. Dennoch hat der Verein auch für die Grundausstattung der Flüchtlinge gesorgt, ein kompletter Satz Trikots gehörte dazu, auch Schienbeinschoner und Schuhe wurden beschafft. Brauchbares aus eigenen Beständen der Mitglieder wurde an die Flüchtlinge abgegeben. Gerade gab es ein Problem mit zu kleinen Schuhen, schnellstmöglich muss der Spieler nun Fußballschuhe in Größe 45 bekommen. „Wir haben versucht über Sport zur Integration beizutragen“, erklärte Prinz. Das gelinge auch bei geselligen Gelegenheiten und am Stand wie bei der Kerwe. Bislang helfe Englisch bei der Unterhaltung. Zweimal in der Woche gehen die Flüchtlinge zum Deutschkurs und drei haben schon eine Arbeit gefunden, berichtete Prinz. Seine Erfahrung: Die meisten Flüchtlinge seien sehr gewillt, ihren Teil zur Integration beizutragen. Auch Trainer Amir Nur ist sehr engagiert und erzählte, dass er zumindest ein wenig mit Arabisch aushelfen könne. Er selbst kam als Kind vor 26 Jahren mit seinen Eltern aus Somalia. Mit den neuen Spielern ist er zufrieden, sie sind in den Verein integriert und spielen bei den Punktespielen mit. Momentan sei der FC Waldhorn in der D-Klasse auf dem dritten Platz und „nahe am Aufstieg“ und „für die Rückrunde ist noch alles drin“, zeigte sich Trainer Nur überzeugt. Als er von der Unterstützung der DFB-Stiftung gehört hatte, habe er sich im Internet schlau gemacht und den Antrag gestellt, berichtete Prinz. Dabei wollte die Stiftung wissen, was der Verein getan hat, wie das Vereinsleben ist und dies mit Bildern belegt haben. Kreisfußballwart Held, der wenige Minuten nach der Scheckübergabe als Schiedsrichter das Trainingsspiel beim FC Waldhorn pfeifen sollte, findet die Fußballvereine im Kreis Bergstraße sehr rührig. Schon sechs Vereine haben die 500 Euro erhalten, zwei Vereine kommen noch dazu. Hannelore Nowacki

     

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