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    BAHNHOFSGEBÄUDE: Ahmadiyya Muslim Gemeinde erfüllt Leerstand in der Eugen-Schreiber-Straße 2 künftig mit Leben

    Gebetshaus hält in ehemaliger Gaststätte Einzug

    Aktuell finden im Bahnhofsgebäude Sanierungsmaßnahmen statt. Der Innenbereich wird zu einem Gebetshaus umfunktioniert. Eine mittelfristige Lösung für die Ahmadiyya-Gemeinde. Foto: Steffen Heumann


    LAMPERTHEIM – In der Spargelstadt brodelt die Gerüchteküche. Heißer gegessen als bekanntlich gekocht wird aktuell in der Bahnhofsgegend. Gegenstand der Spekulation ist nicht die Riedbahnsanierung, sondern die Folgenutzung des Bahnhofsgebäudes in der Eugen-Schreiber-Straße 2. Es wird „gemunkelt“, dass an der exponierten Stelle des Bahnhofsgebäudes die Ahmadiyya Muslim Gemeinde (KdöR) Lampertheim ein Gebetszentrum errichten möchte. Recherchen im Internet führen zu dem Ergebnis, dass „Google“ bereits unter gleicher Adresse ein Gebetszentrum der Gemeinde vermerkt hat.

    Gespräche mit positivem Abschluss

    Alle wesentlichen Fakten fördert ein Telefongespräch mit Shaikh Iftikhar Ahmed, dem Vorsitzenden der Gemeinde, zu Tage. Nachdem die Gebetszentren in der Römer- und der Behringstraße nicht mehr genutzt werden können, stand die Gemeinde vor der Herausforderung, neue und geeignete Räumlichkeiten zu finden. Mit Blick auf den Immobilienmarkt kein leichtes Unterfangen. Erleichtert waren die Verantwortlichen, dass die Gespräche mit der Verwaltung und dem nicht ortsansässigen Gebäude-Eigentümer einen positiven Abschluss fanden. Mit dem Ergebnis, dass die Ahmadiyya Muslim Gemeinde künftig als Mieter den ehemaligen gastronomischen Bereich im Gebäude nach erfolgter Sanierung als Gemeindehaus nutzen wird. „Eine mittelfristige Lösung“, wie Shaikh Iftikhar Ahmed erklärt.

    „Tag der offenen Tür“ in Planung

    „Eine Gemeinde ohne Gemeindehaus kann nicht leben“, betonte der Vorsitzende im Gespräch mit dem TiP. Geplant war bereits Ende August die Räumlichkeiten zu beziehen. Allerdings müsse man mit Verzögerungen rechnen, da auch Denkmalschutzaspekte zu berücksichtigen seien. Spätestens im September seien die Bürger zur Besichtigung am „Tag der offenen Tür“ eingeladen, sich vor Ort über die Gemeinde zu informieren und die neuen Räume in Augenschein zu nehmen.

    Täglich, wie auch an den Wochenenden, finden Gottesdienste und Versammlungen der Gemeinde statt. Dass das rund um den Bahnhof zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen oder Menschenansammlungen führen könnte, sei nicht zu erwarten. Das neue Gebetshaus befinde sich zwar an einer repräsentativen Stelle, aber das Gemeindeleben sei überschaubar. Bereits seit über 40 Jahren ist die Ahmadiyya Muslim Gemeinde in Lampertheim aktiv und Teil der Gesellschaft. Seit über 100 Jahren gibt es die religiöse Bewegung in Deutschland. An den Rahmenbedingungen am Bahnhofsgebäude ändert sich nichts. Die Immobilie bleibt zunächst in privater Hand, die Stadt Lampertheim verfügt allerdings über ein Vorkaufsrecht.

    INFO: Die Lehre der Ahmadiyya basiert auf dem Islam, dem Koran und den Hadith. Daneben haben aber auch die Schriften des Mirza Ghulam Ahmad eine große Bedeutung, vor allem bei der Auslegung von Koran und Hadith. Die zentralen Werte des Islam (Gebet, Almosen, Fasten …) werden geteilt. Insbesondere die Frage, ob es weitere Propheten nach Mohammed geben kann, spaltet sunnitische und schiitische Muslime einerseits und Ahmadiyya andererseits. (Quelle: Wikipedia). Weitere Infos unter www.ahmadiyya.de

    Steffen Heumann

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