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So., 19. Juli 2015, 22:48 Uhr
10-jährige Jubiläumsfeier der Orgel in der Domkirche / Musikalischer Festgottesdienst, Gemeindefest und Kinderorgelkonzert
Geburtstag einer der schönsten Orgeln Deutschlands gebührend gefeiert
Das Kinderorgelkonzert am Nachmittag erfreute nicht nur die kleinen Gäste – mit musikalischen Beiträgen von Domkantorin Heike Ittmann (l.) auf der Orgel und der spannenden Geschichte über die Arche Noah, erzählt von Pfarrerin Sabine Sauerwein (r.). Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Inmitten der Spargelstadt stand am Sonntag eine großes Jubiläum auf dem Programm: Die Orgel der Domkirche konnte ihren zehnten Geburtstag feiern, was mit einem beeindruckenden feierlichen Gottesdienst am Vormittag festlich eingeleitet wurde. Seit nunmehr zehn Jahren erfreut die „große blaue“ Orgel zahlreiche Menschen in Gottesdiensten und Konzerten. Viele Menschen haben dazu beigetragen, dass Lampertheim ein so wunderschönes Instrument sein eigen nennen kann. Die von der Firma Vleugels erbaute und von Eberhard Münch bemalte Orgel erklingt mittlerweile mit 37 Registern.
Eine große Ehre gab es für die Verantwortlichen der Kirchengemeinde, da es gelungen war, alle Chöre der Gemeinde gleichzeitig zur Mitgestaltung des Gottesdienstes zu bringen: der Chor Mosaik, der Kirchenchor und die Dekanatskantorei Ried musizierten gemeinsam mit dem Posaunenchor zu den Klängen der beliebten Orgel in der Domkirche – eine imposante Darbietung mit Gänsehautgefühl für die zahlreichen Gottesdienstbesucher. Dekan Karl Hans Geil hielt die Predigt – er war sowohl bei der Auswahl als auch an der künstlerischen Gestaltung beim Bau der Orgel maßgeblich beteiligt.
Im Anschluss an den Gottesdienst fanden sich viele Gäste zum Gemeindefest auf dem Domplatz ein. Auf den schattigen Plätzen unter den Bäumen ließ es sich bei angenehmen Temperaturen und einem leichten Wind zum Mittagessen gut aushalten. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt – zahlreiche Helfer vom Gemeindeleben-Ausschuss der Lukasgemeinde waren im Einsatz, die Besucher zu verköstigen. Vielfältige Spielmöglichkeiten auf der Domwiese gab es für die Kinder. Das Kindertag-Team der Lukasgemeinde bot neben dem Spielprogramm für die kleinen und großen Kinder auch eine Sonderaktion an, bei dem Ansteck-Buttons mit selbstgestalteten Orgelmotiven gestanzt werden konnten. Im Rahmen einer Orgelführung konnten Interessierte einen Blick hinter die Kulissen werfen oder sich sogar selbst einmal auf der „großen Blauen“ ausprobieren.
Die Kinder hatten viel Spaß daran, die Orgel einmal selbst auszuprobieren. Foto: Sigrid Samson
Ein weiteres Highlight des Tages war das Kinderorgelkonzert am Nachmittag auf der Empore, zu dem sich nicht nur Kinder, sondern gerne auch Eltern und Großeltern dazu gesellten. Unter dem Motto „Arche Noah“ spielte Domkantorin Heike Ittmann auf der Orgel Stücke aus verschiedenen Werken von Johann Sebastian Bach, während Pfarrerin Sauerwein die Musikstücke kommentierte und somit zu einer spannenden Geschichte aufleben ließ – ein äußerst ansprechendes Konzert für Jedermann. Nicht nur die Kinder waren begeistert und probierten die Orgel im Anschluss an das Konzert gerne mal selbst aus – auch mancher Erwachsene hatte seine wahre Freude daran. Andrea Hintz-Rettenmaier, Leiterin des Kinderchors Crescendo der beiden evangelischen Kirchengemeinden, wohnte gemeinsam mit Kindern ihrer Chöre der Veranstaltung ebenfalls bei – die Chöre wirken regelmäßig bei den Gottesdiensten mit.
Als besonderes Geburtstagspräsent hatte die Lukasgemeinde ein neues Register für die Orgel spendiert – das „Cornett“, das an diesem Ehrentag zum ersten Mal erklang. Eine ganz besondere Farbvielfalt der Klänge zeichnet das Cornett aus. Ittmann und Sauerwein verteilten an alle Kinder nach dem Konzert ein Cornetto-Eis – passend zum Cornett.
Pfarrerin Sabine Sauerwein und Klaus Kuczinski vom Kirchenvorstand zeigten sich sehr erfreut über den Verlauf des Veranstaltungstages und das zahlreiche Erscheinen der Besucher. Das Gemeindefest wurde im Anschluss an das Kinderkonzert beendet – der einsetzende leichte Regen machte somit dem Verlauf keinen Abbruch. Sigrid Samson