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  • Mi., 18. September 2019, 19:21 Uhr
    Lômbadda Babbler feiern Einjähriges

    Geburtstagsfeier im Alten Rathaus

    Volles Haus zum ersten Geburtstag der Lômbadda Babbler. Foto: Nadine Schütz


    LAMPERTHEIM – Es war Dienstagabend. Es hätte eine ganz normale Veranstaltung der Lômbadda Babbler sein können. Doch der Saal im Alten Rathaus füllte sich zum Bersten. Weit über 50 Gäste kamen, um das einjährige Bestehen der Initiative um die lampertheimer Mundart zu feiern.

    Insgesamt 14 Beiträge – man könnte sagen Geschenke – konnte man an diesem gemütlichen Abend zählen, die fast Ausschließlich aus dem Publikum kamen. Der Einstieg erfolgte mit einer musikalischen Premiere. Manfred „Männe“ Beck hatte in Absprachen mit Karl-Heinz „Kalle“ Horstfeld, dem Initiator der Lômbadda Babbler, das Lied „Dehoam in Loambade“ vorbereitet. In Begleitung seiner Gitarre sang Beck im Refrain „Lômbadde du bischt de Hit“.

    Frank Gumbel, Initiator der Bäschdädder Babbler, brachte ein Gedicht über eine aus dem Ruder gelaufene Geburtstagsfeier mit, in dem der Gastgeber sich zu guter Letzt freuen darf, dass er jetzt ein Jahr lang Zeit hat, sich zu erholen.

    Gleich drei zum Thema passende Gedichte von Else Hanf trug deren Tochter Helga Brune vor. Eines davon beschreibt einen außergewöhnlichen Geburtstagsgast: Eine unbekannte aber sehr elegant gekleidete Dame. Die Pointe: Es war das Fotomodell auf dem Otto-Katalog vor der Haustür.

    Das erste Lob in 30 Jahren Ehe für einen Käsekuchen bekam eine Frau aus einer Erzählung von Helmut Hummel. Einer wahren Begebenheit entsprechend berichtete er, dass der gelobte Kuchen allerdings ein Ersatz von seinem Großvater, einem Bäcker, war.

    Michaela Parsing zählte auf, welche großen Jubiläen mit dem ersten Geburtstag der Lômbadda Babbler einhergingen, während Herbert Tiefel eine Lobrede aussprach und Maria Kern vor ihrem Gedicht über eigentlich nicht notwendige neudeutsche Vokabeln, in die Nachkriegszeit entführte und vom Improvisationstalent der Geburtstags-Gastgeber erzählte.

    Käthe Lahr-Bachert gab eine lyrische Zusammenfassung ihrer Eindrücke aus dem ersten Jahr der Lômbadda Babbler zum Besten und Kerstin Zecher beschrieb amüsant-realistisch, welche Relevanz die Null im Laufe eines Lebens bis hin zur Doppel-Null hat.

    Eine persönliche Sicht der Geburtstage von klein auf trug Erika Krämer-Tomczak vor und erlaubte sich in ihrem Gedicht vorsichtige Spekulationen über die Zukünftigen Wiegenfeste.

    Mit einer Erzählung über Petrus, der vertretungsweise für den Lauf der Dinge auf der Erde zuständig war, brachte Margit Kühn das Publikum zum Lachen. Petrus hatte nämlich unerlaubterweise Menschen gemacht. Da diese komisch redeten, beschloss man, sie zu Einwohnern von Lampertheim zu machen.

    Nadine Schütz, die als Kind an den Geburtstagen ihrer Großeltern ein ums andere Mal gefragt wurde, was sie denn werden wolle, präsentierte in ihrem Gedicht die langersehnte Antwort: Dichterin.

    Und Heinz „Clever“ Eichenauer präsentierte seinen im gewohnt genial-eigenen Stil verfassten Geburtstags-Vortrag. Er vermisse die die Geschenke und Getränke, sprach aber dennoch von schönen Babbel-Stunden und wünscht sich, das 25jährige Jubiläum mitfeiern zu dürfen. Immerhin durften sich aber alle über kleine Muffins und Kekse freuen, die Meike Paul beigesteuert hat.

    Einen besinnlichen Abschluss bescherte Beck mit seinem Lied „Koffer in der Hand“, das er eigens für diesen Abend in den lampertheimer Dialekt übertragen hatte.

    Das nächste Treffen der Lômbadda Babbler ist für den 29. Oktober angesetzt. Das Motto des Abends: „Älter werden – der Unruhestand eines Rentners“. Nadine Schütz

     

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