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  • Di., 31. März 2015, 09:39 Uhr
    Mariä Verkündigung feierte Palmsonntag mit Hochamt

    Gedenken an den Jubel beim Einzug von Jesus in Jerusalem

    Die Segnung der Palmsträuße und Palmstecken fand unter dem hohen schützenden Vordach der Kirche Mariä Verkündigung statt. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – „Wir wollen Jesus heute Morgen zujubeln“, sagte Pfarrer Erhard Schmitt zu Beginn des Palmsonntagsgottesdienstes, den er mit Pfarrvikar Claus-Peter Stockh zelebrierte. Die Kinder, angeführt von Ministranten, waren mit ihren bunt geschmückten Palmstecken und Palmsträußen zum Haupteingang der Kirche Mariä Verkündigung gezogen. Im Schutze des hohen Kirchenvordaches spielte das Bläserensemble und der Chor Ephata unter der Leitung von Maria Karb sang das „Hosanna“, den Jubelgruß aus der Zeit Jesu. Pfarrer Schmitt segnete die Palmstecken und erklärte den Brauch, der ein Zeichen des Sieges sei, eine Stärkung des Glaubens. Die Menschen damals jubelten Jesus mit grünen Palmzweigen zu, weil sie ja noch nicht Fahnen wie heute aus Stoff kannten. Eigentlich hätte diese Feier an der Kreuzigungsgruppe im Grünen stattfinden sollen. Doch diesmal strahlte die Sonne nicht wie im letzten Jahr, stattdessen fegte eine ordentliche Brise durch Lampertheim und graue Wolken versprachen Regen. In der Kirche Mariä Verkündigung füllten sich die Bankreihen und die große Gemeinde hörte zunächst der Lesung aus dem Buch Jesaja zu. Das Leiden Jesu Christi wurde nach Markus berichtet, der es in der Bibel eindringlich geschildert hat. Zuvor hatten die Menschen damals Jesus als König gefeiert, nun wurde er verhöhnt, verspottet und gekreuzigt. „Dass Jesus sterben musste, macht uns traurig“, sagte Pfarrer Schmitt, „und trotzdem feiern wir Palmsonntag und schmücken unsere Kreuze, weil Jesus auferstanden ist. Das hat die Leute auch damals froh gemacht“. Pfarrer Schmitt bat die Kommunionkinder vor den Altar, um der Gemeinde die Bitten vorzutragen, die sie für den Gottesdienst vorbereitet hatten. Darunter die Bitte für die Menschen, die in der Kirche und in der Politik Verantwortung tragen, „dass sie immer richtig entscheiden“. Den Angehörigen der Absturzopfer und Bergungsmannschaften wünschte ein Kind, dass Gott helfen möge, wie er auch allen Menschen Kraft geben möge, die Menschen im Sterben beistehen. Der Chor Ephata begleitete die Gabenbereitung und die Eucharistiefeier mit einfühlsamen Gesängen. Wie aus himmlischen Sphären erklangen die  Stimmen von der Empore herab. „Friede sei mit dir“ – mit diesen Worten waren die Gottesdienstbesucher aufgefordert ihren jeweiligen Sitznachbarn die Hand zu reichen. Am Schluss bedankte sich die Gemeinde mit Applaus und Pfarrer Schmitt dankte dem Chor für die wunderschöne Mitgestaltung des Gottesdienstes sowie allen Helfern. Draußen wartete auf die Kirchenbesucher eine gut bestückte Kuchentheke, an der sich bald eine lange Schlange bildete. Die freundlichen Helferinnen erfüllten zügig alle Kuchenwünsche und verpackten sie für den Heimweg. An Stehtischen war auch die Möglichkeit, die Backkunst vor Ort auf Porzellantellern zu genießen. Hannelore Nowacki

    Die Kommunionkinder freuten sich auf den Palmsonntagsgottesdienst, auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielte. Schließlich gibt es ja warme Jacken, Mützen und Schals. Foto: Hannelore Nowacki

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