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Fr., 25. Februar 2022, 09:37 Uhr
GUTE TAT: Kiwanis Club Lampertheim löst sich auf und spendet 2.300 Euro an Lebenshilfe
Geld wird für erweiterten Garten der Sinne verwendet
Der Kiwanis Club Lampertheim und der Förderverein lösen sich auf. Kiwanis Club-Präsident Bernhard Conrad (von rechts) und der Vorsitzende des Fördervereins Anton Schugschdinis überbrachten Günther Baus und Susanne Bürkelbach von der Lebenshilfe den Spendenscheck über 2.300 Euro. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Kinder liegen den Kiwanis Clubs am Herzen, so war es auch beim Lampertheimer Kiwanis Club. Doch seit letztem Jahr befindet sich der Kiwanis Club in Auflösung und damit auch der Kiwanis-Förderverein. Das restliche Vermögen soll laut Satzung der Lebenshilfe Lampertheim zugutekommen. Diese letzte Spende erreichte am Donnerstag die Lebenshilfe. Club-Präsident Bernhard Conrad und der Vorsitzende des Kiwanis-Fördervereins Anton Schugschdinis überbrachten einen Spendenscheck in Höhe von 2.300 Euro. Das freute den Ersten Vorsitzenden der Lebenshilfe Günther Baus und die Zweite Vorsitzende Susanne Bürkelbach sehr, denn die Frühförderstelle der Lebenshilfe Lampertheim und Ried will den vor vielen Jahren eingerichteten Garten der Sinne wiederbeleben und mit wetterfesten Geräten für den Hörsinn um einen Klanggarten erweitern. Das verursache erhebliche Kosten, wie beide im Gespräch mit den Spendenüberbringern erläuterten. In Zusammenarbeit mit der Musikschule Lampertheim sollen in der Frühförderstelle zukünftig Musiktherapien angeboten werden und der erneuerte Garten der Sinne rollstuhlgerecht gestaltet werden, zum Beispiel mit einem begeh- und befahrbaren Bodenxylofon. Conrad erzählte, dass mehrere Faktoren zur Club-Auflösung beigetragen hätten, zuletzt habe der schon zuvor kleine Club nur noch elf aktive Mitglieder sowie ein passives Mitglied gezählt, im Förderverein waren 12 Mitglieder. Mitglieder seien weggezogen, älter geworden und nicht mehr willens oder in der Lage Verantwortung zu übernehmen, ein sehr aktives Mitglied aus Gründungstagen, Hans-Georg Schumacher sei verstorben. Er selbst sei umgezogen, ein Nachfolger für das Amt des Präsidenten habe sich nicht gefunden. Schade findet er das, zumal der Club sehr aktiv gewesen sei und sogar eine Auszeichnung erhalten hatte. Kiwanis Clubs gebe es jedoch in Bensheim, Worms und Mannheim. Auch die Corona-Pandemie habe zur Auflösung beigetragen - Einnahmen durch Aktionen hätten gefehlt, ebenso Kontakte. Man müsse öffentlich permanent präsent sein, um Geld einnehmen zu können, die Mitgliedsbeiträge allein reichten für Spenden nicht aus. Alle geplanten Aktionen hatten wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden müssen. Schugschdinis merkte an, dass der Förderverein mit der Club-Auflösung seine Existenzgrundlage verloren habe. Schon lange habe eine enge Verbindung zur Lebenshilfe bestanden, was auch die Begünstigung durch die Satzung zeige. Hannelore Nowacki