KANU-CLUB: Offizielle Auszeichnung als „Anerkannter Stützpunkt Integration durch Sport” / Drei Projekte werden gefördert
Gelebte Integration durch Sport
Julia Eppler von der Sportjugend Hessen (r.) überreichte Ulrike Gliem, 2. Vorsitzende des Kanu-Club Lampertheim (2.v.l.), die Auszeichnung „Anerkannter Stützpunkt Integration durch Sport” – sehr zur Freude des Ersten Stadtrates Marius Schmidt (l.), Alexander Busse (2.v.r.) und Sportcoach Dirk Eichenauer (3.v.l.). Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Sport bringt Menschen zusammen und ist dadurch ein wichtiger Faktor im Bereich der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Der Kanu-Club Lampertheim erhielt am Donnerstag durch Julia Eppler von der Sportjugend Hessen die offizielle Auszeichnung als „Anerkannter Stützpunkt Integration durch Sport”. Mit dieser Auszeichnung wird das unermüdliche Wirken der beiden Sport-Organisationen in Sachen Integration und Ausbildung von Übungsleiterinnen mit Migrationshintergrund gewürdigt. Ein entsprechendes Schild und ein Banner für das Bootshaus, „damit auch nach außen deutlich wird, dass wir für Flüchtlinge offen sind und hier ein Sportangebot für diese haben”, wie Ulrike Gliem, 2. Vorsitzende des Kanu-Club, bei der offiziellen Übergabe betonte, wurden nun offiziell überreicht. „Seit 2022 sind wir Stützpunktverein, für dieses Jahr haben wir drei Projekte, die für alle offen sich, damit Integration gelingen kann.”
Eines der Projekte ist das regelmäßige Stand Up Paddling auf dem Altrhein, welches bereits im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde und immer donnerstags stattfindet. In diesem Jahr wird dieses Angebt um das Kanufahren erweitert, die finanzielle Unterstützung aus dem Förderprogramm „Integration durch Sport” wird dabei für die Übungsleiter verwendet.
Auch das zweite Projekt besteht bereits seit 2022 und wird erneut gefördert: Beim Kinderturnen für Kinder von vier bis sechs Jahren sind viele ukrainische Kinder mit dabei, so dass Integration hier auf besondere Art und Weise gelebt wird. Die Resonanz ist so groß, dass mittlerweile zwei Gruppen gebildet wurden.
Neu im Angebot ist in diesem Jahr das Kickboxen, welches durch Alexander Busse angeboten wird und das speziell auch für Migrantinnen forciert werden soll, um deren Selbstbewusstsein zu stärken.
Julia Eppler, die für den Kreis Bergstraße für das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ zuständig ist, erläuterte dass dieses in Hessen durch die Sportjugend umgesetzt wird. „Aktuell gibt es nur zwei Vereine im Kreis Bergstraße, die hieran teilnehmen. Weitere Vereine, in denen Integration gelebt wird, können sich gerne bei der Sportjugend Hessen melden. Der Kanu-Club hat tolle Projekte, die umgesetzt werden und die in diesem Jahr nach entsprechender Prüfung gefördert werden. Hierbei wird unter anderem der Mehraufwand für Übungsleiter, die eingesetzt werden, aber auch für Materialkosten. Denn es ist wichtig, dass Integration stattfindet.”
Der Erste Stadtrat Marius Schmidt freute sich gemeinsam mit Sportcoach Dirk Eichenauer, dass „der Kanu-Club Stützpunktverein ist. Wir sollen in der Funktion des Sportcoaches Vereine animieren, in das Förderprogramm des Landes Hessen ‚Integration durch Sport‘ hineinzugehen. Schön, dass Integration von Menschen mit Migrationshintergrund hier so gut gelungen ist und gelingt. Denn eine Förderung ist nur möglich, wenn entsprechende Aktivitäten nachgewiesen werden können, dies ist hier der Fall.”
Ausführliche Informationen über die integrativen Projekte und Angebote des Kanu Club Lampertheim finden sich unter http://kc-lampertheim.de Benjamin Kloos