Mo., 17.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Fr., 10. März 2023, 12:08 Uhr
    FÖRDERUNG: Bürstadt und Lampertheim erhalten 2,475 Millionen Euro aus Förderung smarter Kommunen im Programm „Starke Heimat Hessen“

    Gemeinsam auf dem Weg zu mehr Digitalisierung

    Die hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus (2.v.r.) überreichte Bürstadts Bürgermeisterin Barbara Schader (l.) und Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer (r.) den Förderbescheid für das Projekt „Interkommunale Smart City Strategie“ – sehr zur Freude des CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Bauer. Foto: Benjamin Kloos


    BÜRSTADT/LAMPERTHEIM – Wie interkommunale Zusammenarbeit funktioniert, zeigen die beiden Städte Bürstadt und Lampertheim bereits auf vielen Ebenen, beispielsweise bei der Straßenbeleuchtung. Jetzt gehen beide Kommunen noch einen Schritt weiter und wollen gemeinsam digitale Technologien nutzen, um smarter zu werden und Ressourcen zu sparen. Basis hierfür ist eine regionale Datenplattform, mittels der unter anderem die Grünflächenbewässerung optimiert, eine Verkehrszählsensorik aufgebaut und eine nutzerabhängige Lichtsteuerung installiert werden sollen. Das Projekt „Interkommunale Smart City Strategie“ wird dabei vom Land Hessen durch die Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm „Starke Heimat Hessen“ gefördert – die Förderquote liegt bei 90 Prozent. Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus überreichte am Freitag in der Alla-Hopp-Anlage in Bürstadt die Förderzusage über 2,475 Millionen Euro an Bürstadts Bürgermeisterin Barbara Schader und Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer.

    Bürstadt hat bereits eine digitale Plattform für die Straßenbeleuchtung und Sicherheit gemeinsam mit der StraßenBeleuchtung Rhein-Main GmbH fertiggestellt. Dieses Pilotprojekt soll nun Teil einer regionalen Datenplattform werden, auf der weitere Daten primär aus den Bereichen Umwelt, Mobilität und Energie abgebildet werden sollen. Am Ende des Projekts sollen die Daten nicht nur der Verwaltung, sondern auch Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen. Als erste Einzelmaßnahmen haben sich die beiden Städte drei Projekte vorgenommen: Die bedarfsgerechte Steuerung der Grünflächenbewässerung für Parks und Sportflächen, den Aufbau einer Verkehrszählsensorik sowie die Ausstattung bestimmter Straßen und Wege mit einer nutzerfrequenzabhängigen Beleuchtungssteuerung. Im weiteren Verlauf sind auch noch weitere Digitalisierungsvorhaben denkbar wie das Laden von Elektrofahrzeugen unabhängig vom Anbietenden oder die Digitalisierung von Abläufen des Bauhofs. 

    „Dass wir nachhaltiger mit unseren Ressourcen umgehen müssen, ist klar. Aber wo müssen wir ansetzen? Digitale Technologien bieten die Chance, größere Transparenz zu erhalten und verschiedene Daten miteinander zu verbinden und auszuwerten. Eine Datenplattform ist zudem ein wichtiger Schritt zu einer Smart City, da sie durch die Zusammenführung und Bereitstellung von Daten Grundlage für weitere Use Cases ist. Als Hessische Landesregierung fördern wir dies, weil wir smarte und starke Städte und Regionen wollen, damit Hessen dank Digitalisierung noch lebenswerter und attraktiver wird. Interkommunale Zusammenarbeiten unterstützen wir besonders gern, da Digitalisierung gemeinsam am besten gelingt und so Ressourcen gespart werden können. Dabei sollen die Bürger den größten Nutzen haben“, betonte Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus und nannte Ressourcenschonung und Transparenz als Schlagwärter des Antrages aus Bürstadt und Lampertheim. „Gerade im Bereich der Grünflächenbewässerung kommunaler Flächen werden Sie ein Vorbild sein. Es ist uns wichtig, dass das Wissen transferiert wird, um voneinander lernen zu können. Daher werden alle Anwendungen auf einer gemeinsame Plattform zur Verfügung gestellt. So wird Digitalisierung in Hessen schneller.”

    Bürgermeisterin Barbara Schader hob hervor, dass beide Städte eng miteinander verbunden seien. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dieser Summe bedacht werden und haben jetzt zwei Jahre Zeit, die vielfältigen Ideen gemeinsam umzusetzen. Mit den 2,475 Millionen Euro aus dem Programm ‚Starke Heimat Hessen‘ können unsere Städte transparente Strukturen im Bereich Klima, Umwelt und Mobilität für die Bürgerinnen und Bürger schaffen.”

    Bürgermeister Störmer stellte klar: „Die Digitalisierung bietet die große Chance, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten.  Wenn davon dann noch die Bürgerinnen und Bürger profitieren und das Ganze auf interkommunaler Ebene abläuft, ist dies umso erfreulicher. Aufgrund des Klimawandels müssen wir uns Gedanken machen, wie wir unsere Grünanlagen erhalten können und zu sehen, wie wir die Wasserversorgung intelligent steuern können. Und im Bereich der Mobilität stehen zu viele Autos auf unseren Straßen, wir wollen sensibilisieren, auf das Auto zu verzichten.” Benjamin Kloos

     
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 1