
GROSS-ROHRHEIM – Mit tatkräftigem ehrenamtlichem Einsatz haben mehrere Bürgerinnen und Bürger am Sonntagvormittag die Fläche rund um das Kriegerdenkmal in Groß-Rohrheim neu gestaltet. Wo bislang eine reine Kiesfläche das Erscheinungsbild prägte, wurden die Steine entfernt und stattdessen pflegeleichte, hitzeresistente Bodendecker gepflanzt. Die Anregung zu dieser Aktion kam aus der Netzwerkgruppe Umwelt, die sich unter anderem zum Ziel gesetzt hat, öffentliche Flächen in Groß-Rohrheim künftig stärker unter ökologischen und klimatischen Gesichtspunkten zu gestalten. Dazu gehören insbesondere die Entsiegelung geeigneter Flächen, eine naturnahe Bepflanzung sowie die Reduzierung des Pflegeaufwands. Mit der Neugestaltung am Kriegerdenkmal wollte die Gruppe nicht nur einen Vorschlag unterbreiten, sondern selbst aktiv werden und ein konkretes Beispiel für eine mögliche zukünftige Gestaltung öffentlicher Flächen schaffen.
Kleine Fläche mit Vorbildcharakter
Die Maßnahme soll zugleich als Pilotprojekt dienen. In den kommenden ein bis zwei Jahren soll beobachtet werden, wie sich die neu gepflanzten Bodendecker entwickeln und wie hoch der tatsächliche Pflegeaufwand ausfällt. Sollten sich die Erwartungen bestätigen, könnte die Gestaltung als Vorbild für zahlreiche weitere kleinere öffentliche Flächen in Groß-Rohrheim dienen, die bislang überwiegend mit Kies oder Schotter bedeckt sind. Neben einer optischen Aufwertung verspricht sich die Gemeinde von einer solchen naturnahen Gestaltung insbesondere Vorteile bei der Anpassung an zunehmende Hitzeperioden. Während sich Kies- und Steinflächen bei starker Sonneneinstrahlung deutlich erwärmen können, kann eine dauerhafte Begrünung dazu beitragen, die Aufheizung der unmittelbaren Umgebung zu verringern. Gleichzeitig soll durch die Auswahl geeigneter Bodendecker langfristig der Pflegeaufwand für die Mitarbeiter des kommunalen Bauhofs reduziert werden.
Bürgermeister dankt für ehrenamtliches Engagement
Bürgermeister Karsten Krug war bei der Aktion selbst vor Ort und beteiligte sich an den Arbeiten. „Ich freue mich sehr über diese Initiative aus unserer Netzwerkgruppe Umwelt. Hier wird nicht nur darüber gesprochen, wie wir unsere Gemeinde klimaangepasster und grüner gestalten können, sondern selbst mit angepackt. Genau dieses ehrenamtliche Engagement macht unsere Dorfgemeinschaft aus“, betont Bürgermeister Krug. Besonders erfreulich sei, dass mit der Aktion zugleich praktische Erfahrungen gesammelt werden könnten, die bei der zukünftigen Gestaltung weiterer öffentlicher Flächen hilfreich seien. „Wenn sich diese Form der Bepflanzung bewährt, können wir uns gut vorstellen, auch an anderen Stellen in Groß-Rohrheim bisherige Kiesflächen entsprechend umzugestalten. Damit könnten wir gleich mehrere Ziele erreichen: mehr Grün in unserer Gemeinde, einen Beitrag zum Hitzeschutz und langfristig weniger Pflegeaufwand“, so Krug weiter. Die Gemeinde wird die Entwicklung der neu gestalteten Fläche in den kommenden Monaten begleiten und die gewonnenen Erfahrungen bei weiteren Überlegungen zur klimaangepassten Gestaltung öffentlicher Grünflächen berücksichtigen. red
Beitrag aus der Rubrik