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  • Mi., 30. Januar 2019, 12:16 Uhr
    Lampertheim offiziell in Sicherheitsinitiative KOMPASS aufgenommen  

    „Gemeinsam für Sicherheit sorgen”

    Am Dienstag wurde Lampertheim in das Landesprogramm KOMPASS aufgenommen – der Präsident des Polizeipräsidium Südhessen, Bernhard Lammel (Mitte) überreichte aus diesem Anlass ein entsprechendes Schild und ein Starter-Kit an Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass (l.) und den Ersten Stadtrat Jens Klingler (r.). Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Es ist ein wichtiger Schritt, um den Menschen in Lampertheim noch mehr Sicherheit als bisher zu bieten und damit nicht nur das objektive, sondern vor allem auch das subjektive Sicherheitsgefühl zu stärken: Am Dienstag wurde Lampertheim offiziell in die Sicherheitsinitiative KOMPASS des Landes Hessen aufgenommen.

    KOMPASS steht für das KOMmunalProgrAmm SicherheitsSiegel. Das bundesweit einmalige Programm hat „im Herbst 2018 so richtig an Dynamik gewonnen”, freute sich Bernhard Lammel, Präsident des Polizeipräsidium Südhessen, bei der Vorstellung von KOMPASS. Die Stadt Lampertheim ist hierbei eine von elf der insgesamt 76 Kommunen in Südhessen, die sich für das Programm gemeldet haben. „Es freut uns sehr, dass wir in das Programm aufgenommen wurden. Grundlage hierfür war ein CDU-Antrag in der Stadtverordnetenversammlung, der von allen Parteien einstimmig angenommen wurde”, erläuterte der Erste Stadtrat Jens Klingler, der den krankheitsbedingt verhinderten Bürgermeister Gottfried Störmer vertrat. „Wir machen uns als Stadt Lampertheim – sowohl in der Verwaltung als auch in der Politik – seit langer Zeit Gedanken. Dies ist ein gutes Programm, dass aufgelegt wurde, um die Kommunen zu unterstützen. Die Welt verändert sich, die Aufgaben werden differenzierter und vielfältiger. Hierzu müssen wir die Kräfte bündeln, KOMPASS ist hierfür ein wichtiges Element.”

    Denn Ziel des Programms ist es , passgenaue Sicherheitskonzepte durch die beteiligten Sicherheitspartner Kommune, Polizei, Bürger und weitere gesellschaftliche Akteure zu erarbeiten und gemeinsam umzusetzen. So sollen Probleme vor Ort selbständiger angegangen und individuelle Lösungen entwickelt werden. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, dass die Bürger und ihr Sicherheitsgefühl stärker in den Fokus gerückt werden, „denn das subjektive und das objektive Sicherheitsgefühl sind häufig unterschiedlich. Daher ist es ein wichtiger Schritt, darauf zu achten, wie sich der Bürger fühlt”, stellte Bernhard Lammel klar.

    „Am Ende des Prozesses erhalten die teilnehmenden Kommunen ein Sicherheitssiegel, welches zum Ausdruck bringt, dass sich die Kommune um die Sicherheit sehr verdient gemacht und so eine höhere Lebensqualität geschaffen hat”, betonte Bernhard Lammel. „In Lampertheim gab es bereits vor der Aufnahme in das Programm KOMPASS eine Vielzahl von Aktionen, die durch die Stadt ins Leben gerufen wurden.” Als Beispiele nannte der Präsident des Polizeipräsidiums Südhessen die Aktion „Sicherer Schulweg”, die Leon-Hilfeinseln, die Aktion „Null Toleranz bei Gewalt” oder die Projekttage für Schüler in Zusammenarbeit mit der Jugendförderung. Und auch der durch die Polizei betreute Freiwillige Polizeidienst beeinflusse durch seine Präsenz das positive Gefühl bei den Bürgern. Aus diesen Gründen konnten der Erste Stadtrat Jens Klingler und Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass – als Vertreterin der Politik – bereits am Dienstag ein entsprechendes Schild in Empfang nehmen, das am Haus am Römer sichtbar als Zeichen für mehr Sicherheit in Lampertheim angebracht werden wird. Zudem erhielt die Stadt Lampertheim ein Starter-Kit. „Heute erfolgt der Einstieg in eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen Stadt, Polizei und Bürgern. Auch eine Sicherheitskonferenz ist geplant. Das Schild übergebe ich als sichtbares Zeichen für die klare Position der Stadt Lampertheim: ‚Wir machen mit, uns liegt die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl unserer Bürger am Herzen‘. Wir freuen uns, dass Sie mitmachen und als gutes Beispiel vorangehen – damit sich auch andere Kommunen für ihre Verantwortung in diesem Bereich bewusst werden und an KOMPASS beteiligen”, lobte Bernhard Lammel. Die Universität Gießen wird das Programm wissenschaftlich begleiten – und in Lampertheim als eine von zwei Kommunen in Südhessen eine Bürgerbefragung durchführen, wie die beiden KOMPASS-Beraterinnen des Polizeipräsidiums Südhessen, Heidrun Wilescheck und Stefanie von Hammel, erläuterten. Deren Aufgabe ist es, als Schnittstelle der Kommune zum Landeskriminalamt und zum Polizeipräsidium zu fungieren. 

    „Die Landesregierung zeigt viel Engagement wenn es um den Zuwachs von neuen Polizeikräften geht – dies dauert aufgrund der Ausbildung jedoch noch etwas, aber insgesamt werden rund 2.500 neue Stellen geschaffen. Auch für Südhessen werden wir Zuwachs an Polizeikräften für den öffentlichen Raum gewinnen”, so Bernhard Lammel weiter. „Aktuell haben wir nich genug Polizei, aber die Politik hat die Wichtigkeit erkannt. Auch in Lampertheim wird es eine spürbare Verstärkung geben, denn es wird einen zweiten Schutzmann vor Ort geben. Ein Polizeibeamter mehr bedeutet, dass 300 Dienste im Jahre mehr geplant werden können, dies ist eine erhebliche Verbesserung.”

    Die Beteiligung der Kommunen an diesem Projekt sei von größer Bedeutung: Denn diese kennen die Bedingungen vor Ort und können so eine passgenaue Prävention anbieten, die ebenfalls sehr wichtig sei, wie Bernhard Lammel abschließend betonte. „Es gibt Kommunen wie Lampertheim, die bereits viel in die Sicherheit der Bürger investieren. Wir haben die Hoffnung, dass sich viele Kommunen hieran ein Beispiel nehmen. Denn die Sicherheit ist nicht alleine die Aufgabe der Polizei, wir können dieses gesellschaftliche Problem nicht alleine lösen. Gerne leisten wir hierfür unseren Beitrag, aber das Gesamtproblem muss von der gesamten Gesellschaft angegangen werden.” Benjamin Kloos

     

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