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  • Fr., 10. November 2023, 11:16 Uhr
    STADTVERORDNETENVERSAMMLUNG: CDU-Kandidat Jürgen Eberle mehrheitlich zum neuen Stadtverordnetenvorsteher gewählt

    „Gemeinsam sind wir stark“

    Der neue Stadtverordnetenvorsteher ist Jürgen Eberle (CDU). Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Nach dem geplanten Rücktritt von Stadtverordnetenvorsteher Franz Siegl (SPD) in der Sitzung des Stadtparlaments am 11. Oktober wurde in der jüngsten Sitzung am Mittwoch Jürgen Eberle mit 21 der Stimmen als Nachfolger gewählt. Einer der abgegebenen 27 Stimmzettel war ungültig. Den Wahlvorschlag für den einzigen Kandidaten hatte die CDU-Fraktion eingebracht. Eberle, die früher schon einmal diese Funktion innehatte, stellte sich den Stadtverordneten in seiner kurzen Antrittsrede mit dem Appell an eine Kultur des Respekts vor. Ehrlich, Offenheit und Transparenz gehören für ihn dazu. Es gehe um gemeinsame Verantwortung. „Gemeinsam sind wir stark – diese Kultur möchte ich mit Ihnen leben“. Eine Debatte vor der Wahl war nicht vorgesehen, doch erteilte der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Lothar Ohl (SPD) Torsten Pfeil von der Fraktion Freie Wähler Bürstadt auf Wunsch das Wort für eine kritische Stellungnahme zum Vorgehen von SPD und Grünen.

    Erinnerung an Kommunalwahl

    Pfeil erinnerte an die Kommunalwahl 2021 und die im Anschluss getroffenen Abmachungen zwischen den drei Fraktionen: Die SPD sollte in den ersten zweieinhalb Jahren den Stadtverordnetenvorsteher sowie den Ersten Stadtrat für eine gewisse Zeit stellen, danach sollten die Freien Wähler den Vorsitz der Stadtverordnetenversammlung übernehmen. Weiter wies Pfeil darauf hin, dass der Magistrat und die Ausschüsse aufgestockt wurden, damit die Grünen-Fraktion in den Ausschüssen mit jeweils zwei Personen vertreten sein konnte. Während die Stelle des Ersten Stadtrats mit Christoph Lang von den Freien Wählern besetzt wurde, habe es für den Wunschkandidaten Holger Halkenhäuser als Stadtverordnetenvorsteher aus den Reihen von SPD und Grünen keine positive Rückmeldung gegeben. Daher der Verzicht der Freien Wähler auf einen eigenen Kandidaten. Halkenhäuser genieße sein volles Vertrauen, auch habe er bewiesen, den Haupt- und Finanzausschuss neutral und kompetent zu leiten, erklärte Pfeil. Was sollte gegen Halkenhäuser sprechen? Diese Frage könne er sich nicht beantworten.

    Hannelore Nowacki

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