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  • Fr., 31. März 2017, 11:36 Uhr
    Muslime und Christen versammelten sich auf dem Europaplatz

    Gemeinsame Aktion „Aufstehen für den Frieden“



    Die geistliche Welt und die Politik sprachen sich für den Frieden auf Erden aus, der im Kleinen beginne. Foto: Hannelore NowackiLAMPERTHEIM – Seite an Seite standen sie am Donnerstagabend auf dem Europaplatz – Vertreter von vier Gemeinden, Bürgermeister Gottfried Störmer und etwa sechzig Teilnehmer an der gemeinsamen Aktion von Muslimen und Christen „Aufstehen für den Frieden“. Eingeladen waren alle, die sich für den Frieden einsetzen wollen. Pastor Jörg Lüling von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde hatte eine brennende Kerze im schützenden Glas als Zeichensetzung mitgebracht. Zum stillen Gebet gegen Ende der Aktion kamen die Anwesenden seiner Aufforderung gerne nach und bildeten um die Kerze einen Kreis, im inneren Kreis Menschen, die für eine Glaubensrichtung stehen, als Zugewanderte, Flüchtlinge oder als Ur-Einwohner in Lampertheim leben, im äußeren Kreis alle anderen. Pfarrerin Sabine Sauerwein von der Lukasgemeinde hatte als Zeichen ein Plakat mit einem Zitat von Martin Luther King aufgestellt, der in allen Bewohner der Erde Nachbarn sah. Dieser Aussage schloss sich Pastor Lüling an, der gegen  Hass und Gewalt den Appell setzt „Liebt einander“. Pfarrer Patrick Fleckenstein von der nahe gelegenen St.-Andreas-Kirche vertrat die katholischen Mitbürger. Gebete bleiben leere Worthülsen, wenn man nichts dafür tue, mahnte er, es sei eine große Herausforderung für uns alle. Der große Weltfrieden beginne im Kleinen, “dort wo wir leben“, betonte Pfarrer Fleckenstein. Ahmet Afaaq, der Imam der islamischen Ahmadiyya-Gemeinden in Südhessen, erklärte, dass der Glaube alleine nicht ausreiche, solange keine guten Taten folgen. Wie Iftikhar Shaikh, der Vorsitzende der Ahmadiyya-Gemeinde in Lampertheim und Bürstadt, ist der Imam der Auffassung, dass die Muslime dem Staat gegenüber loyal sein sollen, in dem sie leben und ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten sollen – ihre islamische Glaubensrichtung sei in 225 Staaten vertreten. Ihrer Meinung nach müssen die Muslime ihre Stimme gegen Anschläge wie kürzlich in London erheben. Bürgermeister Störmer machte mit einem Zitat von Kennedy deutlich, dass der Krieg der Menschheit ein Ende setzen könne. Katastrophen wie in Syrien und auch der Krieg der Drogenkartelle in Mexiko betreffe meistens Menschen, die selbst am wenigsten damit zu tun hätten. Glaube, politische und wirtschaftliche Interessen seien die Ursache. Nach dem stillen Gebet waren die Teilnehmer eingeladen zu Gesprächen miteinander. Hannelore Nowacki 

     
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