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Do., 20. Februar 2014, 13:42 Uhr
Mehrgenerationenwohnen durch Verein MeWoLa soll rasch umgesetzt werden / Informationsveranstaltung am 12. März
Gemeinsames Wohnen von jung und alt im Herzen Lampertheims
Mehrgenerationenwohnen im Herzen Lampertheims: Frank-Rüdiger Kirschner, Hannelore Goerz, Hans Schader und Richard Hinz (v.l.) präsentieren das schlüssige Konzept. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM - „Gemeinsam statt einsam" - unter diesem Motto steht ein besonderes Projekt, das der Verein Mehrgenerationenwohnen in Lampertheim (MeWoLa) im Herzen der Spargelstadt umsetzen möchte. Auf dem Martin-Luther-Platz soll eine Wohneinheit mit 25 Wohneinheiten unterschiedlichster Wohnungsgrößen - von 50 bis 120 Quadratmetern - entstehen - familien-, kind- und altengerecht, als „kleines Dorf im Dorf".
„Gegenseitige Hilfe statt Versorgung" heißt es im Programm des vor einem Jahr gegründeten Vereins. Und dies ist wörtlich zu nehmen, spielt doch das gemeinsame Miteinander im geplanten Projekt eine wichtige Rolle.
„Unser Modell ist besonders für junge Familien geeignet. Gerade aus finanziellen Aspekten ist das Genossenschaftsmodell ideal: Durch diese werden die Mieter vollwertiges Mitglied in der Gemeinschaft, gerade was die Planung und den Bau angeht. Und wenn Sie später sagen, uns gefällt es hier, können Sie diese Wohnung käuflich erwerben. Dies ist vertraglich zugesichert. Und das bei guten Fördermöglichkeiten - besser geht es kaum", wirbt der Vereinsvorsitzende Frank-Rüdiger Kirschner für das Projekt. „Wichtig ist, dass sich eine Gemeinschaft bildet, die sich gegenseitig unterstützt. Jeder soll das einbringen, was er am Besten kann", weiß der Vorstand. Denn: Die künftigen Bewohner des Mehrgenerationenhauses haben die Wahl zwischen zwei verschiedenen Modellen: Entweder werden die Wohnungen direkt käuflich erworben oder die Interessenten erwerben Genossenschaftsanteile in Höhe von 10 Prozent, ziehen als Mieter ein und haben ein Vorkaufsrecht.
Zu jeder Wohnung ist ein Tiefgaragenstellplatz eingeplant, zusätzlich wird es einen großen Gemeinschaftsraum geben, in dem man gemeinsam essen oder spielen kann, kulturelle Angebot nutzt oder aber auch Aussprachen und Diskussionen führt. Das Projekt wird in Kooperation mit der „Wohngenossenschaft pro" umgesetzt. Der erfahrene Projektentwickler hat bereits 15 Wohnobjekte in Baden-Württemberg realisiert und steht für eine kompetente Umsetzung.
Nach intensiver Vorarbeit und der Besichtigung eines entsprechenden Projektes in Heidelberg kann MeWoLa nun in konkrete Planungen gehen. „Wir hoffen auf großen Zuspruch", freut sich der Vorstand, bestehend aus Frank-Rüdiger Kirschner, Hans Schader, Hannelore Goerz und Richard Hinz auf viele Interessierte. „Bisher sind 20 Interessierte und Mitglieder zusammengekommen, das Ziel sind 45-50 Menschen, die bereit sind, den eingeschlagenen Weg mitzugehen."
Angesprochen sind Menschen aus Lampertheim und aus der Region, die in einer intensiven Nachbarschaft miteinander leben und sich gegenseitig unterstützen wollen. Dabei sind alle Altersgruppen eingeladen, am Projekt teilzunehmen, besonders junge Familien sind gerne gesehen.
Mit Blick auf eine baldige Realisierung des Projektes gibt sich der Vorstand optimistisch: „Die Stadt hat uns einen gewissen Vorrang für das Gelände am Martin-Luther-Platz gewährt. In ein bis zwei Jahren soll das Mehrgenerationenhaus dann stehen - als Pilotprojekt, dem noch weitere folgen sollen." AlsZielgröße der Gesamtkosten durch das Gemeinschaftsprojekt sollen zwischen 2.500 und 2.700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche betragen.
Am 12. März findet um 19 Uhr eine erste öffentliche Informationsveranstaltung für Interessenten im Sitzungssaal des Stadthauses Lampertheim statt. Dabei wird nicht nur das Projekt und die technischen Details vorgestellt werden, sondern es wird zudem einen Erfahrungsbericht eines Lampertheimers geben, der in einem eben solchen Mehrgenerationenhaus in Schorndorf lebt.
Wer Interesse am Mehrgenerationenwohnen hat, ist direkt in die Planung und die einzelnen Entscheidungsprozesse mit eingebunden. „Damit unser Projekt zügig voranschreitet, sind wir auf Menschen angewiesen, die reales Interesse haben. Daher wird bereits im ersten Schritt ein Betrag von 2.500 Euro erhoben, der selbstverständlich auf den Kaufpreis angerechnet wird." Benjamin Kloos