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Mo., 07. Mai 2018, 08:56 Uhr
Goetheschule feierte Schulfest und Abschluss der Projektwoche mit den Kindern und Familien
„Genug für alle für immer“ – Nachhaltigkeit lernen
„Genug für alle für immer“ war das Motto der Projektwoche in der Goetheschule zum Thema Nachhaltigkeit. Beim Festumzug vom Alfred-Delp-Platz zum Schulhof ging Schulleiterin Margarete Veltman mit Symbolen der Nachhaltigkeit voran. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Die Goetheschule hat sich das Prädikat „Umweltschule“ bereits erarbeitet, aber es geht weiter. Bald soll die Grundschule das hessische Zertifikat „Nachhaltigkeit – lernen und handeln“ tragen dürfen, teilte Schulleiterin Margarete Veltman mit. Den Festumzug führte sie mit dem Fahrrad an, das alle Anliegen als Gepäck dabei hatte: Vorne im Korb lagen Lampertheimer Spargel, Erdbeeren und Kräuter, ein großes Windrad wies auf umweltfreundliche Energien hin, eine klimafreundliche Einkaufstasche hing am Lenker und das Plakat „Grüne Meilen“ machte auf die Teilnahme der Goetheschule an diesem Umweltprojekt für klimafreundliche Mobilität aufmerksam. Dem kleinen Eisbären im Fahrradkorb ging es gut, hatte er doch den ganzen Festumzug der Goetheschule zum großen Thema Nachhaltigkeit hinter sich. Als kleiner Plüschbär mit Symbolbedeutung für den Klimawandel machte ihm der sonnenwarme Freitagnachmittag nichts aus, doch die Eisbären im Norden brauchen Kälte und viel Eis unter den Füßen. „Eisbären in Gefahr“ war das Thema der Klasse 2a in der Projektwoche und beim Festumzug zeigte sich die ganze Klasse im selbstgemachten Eisbärenkostüm. „Müllvermeidung und Recycling“ hatte die Klasse 3a als Thema, beim Umzug hatten sie sich in „Gelbe Säcke“ und blaue Müllsäcke gehüllt. „Müll wird Spielzeug“ regte die Klasse 2c mit ihrer Verkleidung an. Um Nachhaltigkeit ging es in der Projektwoche unter dem Motto „Genug für alle für immer“. Alle sechzehn 1. bis 4. Klassen mit insgesamt 350 Kindern, unterstützt von 20 Lehrkräften, hatten sich einfallsreich und tiefgründig mit einem eigenen Thema befasst, das sie beim Festumzug fantasievoll mit Kostümierung und Plakaten illustrierten. Am Wegrand klatschten die stolzen Eltern und Großeltern Beifall, als sich der Umzug vom Alfred-Delp-Platz dem Schulhof näherte. Als Ehrengäste begrüßte Schulleiterin Veltman Bürgermeister Gottfried Störmer, den Ersten Stadtrat Jens Klingler und den SPD-Fraktionsvorsitzenden Marius Schmidt. „Wir sind Kinder einer Erde und was machen wir daraus“ hörten die Zuschauer den Chor auf der Festbühne singen, ein nachdenklich stimmendes Lied, anspornend vorgetragen. Veltman lud die große Zuschauerrunde ein, den jungen Experten für Umwelt- und Klimaschutz Gehör zu schenken. „Viele kleine, starke Leute können das Gesicht der Welt verändern“, zeigte sich Veltman überzeugt. Sarah, Leonie und Levin hatten einen Tag lang die Umweltakademie „Plant-for-the-Planet“ in Bensheim besucht und dort Erstaunliches erfahren und gelernt. Auf der Festbühne waren alle Themen der jungen Nachhaltigkeitsexperten versammelt. Foto: Hannelore Nowacki
„Wir haben gemerkt, es geht gar nicht nur um den Eisbären, es geht um unsere Zukunft“, erklärte Levin und sprach vom großen Ziel, Milliarden von Bäumen zu pflanzen – 400 Bäume je Mensch auf Flächen, die heute nicht genutzt werden und brach liegen. Als Botschafter für Klimagerechtigkeit geben sie zukünftig ihr Wissen an andere Kinder weiter, kündigte Schulleiterin Veltman an, Anfragen gebe es schon. Nach der lehrreichen Begrüßung präsentierten die Kinder die Ergebnisse ihrer Projektarbeit in den jeweiligen Klassenräumen, in den Containern und in der Sporthalle. Auf der Bühne im Schulhof führten die vierten Klassen später zweimal den „Zahnseidentanz – The Floss und den Shuffle Tanz“ auf. Im Musikzimmer war „Rhythmus mit Alltagsdingen & Müll“ geboten. Für das gemütliche Beisammensein der ganzen Schulgemeinde war der Schulhof mit Tischen und Bänken zum Festsaal unter der Maisonne umfunktioniert. Viele Meter lang waren das Salatbüffet und die Kuchentheke, dank elterlichen Fleißes und Spendenbereitschaft war beides reichlich für jeden Geschmack bestückt. Schokoladenfreunde konnten sich bei einem Projektstand mit fair erzeugter und gehandelter eindecken. Der Männerkochklub „Spargelrunde“ versorgte die Hungrigen mit Bratwurst vom Grill und mediterran angerichteten Hähnchenschlegeln. Hannelore Nowacki
Information
Die präsentierten Themen beim Schulfest waren Spiele mit Müll (Klasse 1a), Bienen (Klasse 1b), Der Wurm ist los Kompost-Wurm & Co. (Klasse 1c), Rhythmus mit Alltagsdingen & Müll (Klasse 1d), Eisbären in Gefahr (Klasse 2a), Eine Weltreise der Jeans (Klasse 2b), Müll wird zu Spielzeug (Klasse 2c), Alles nur Müll oder was? (Klasse 2d), Müllvermeidung & Recycling (Klasse 3a), Eine Wiese für alle! (Klasse 3b), Schmetterlinge (Klasse 3c), Wasser – Spiel – Wassermemory (Klasse 3d), Energiespardetektive (Klasse 4a), Ernährung-fair-klimafreundlich-Klimafrühstück (Klasse 4b), Plastikmüll in Flüssen und Meeren (Klasse 4c), CO2-Fußabdruck unseres Essens (IK).