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  • Mo., 02. November 2015, 12:47 Uhr
    Festgottesdienst mit Vortrag und musikalischen Beiträgen des Kirchenchors

    Gerhard Hechler berichtete von St. Petersburg

    Gerhard Hechler (Mitte) erzählt von St. Petersburg. Foto: Ehret


    HÜTTENFELD - Zum traditionellen Reformationsgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Hüttenfeld stand neben den musikalischen Beiträgen des Kirchenchores ein Vortrag von Gerhard Hechler auf dem Programm, der für das Gustav-Adolf-Werk tätig ist und eine Zeit lang als Pfarrer in der Luthergemeinde in St. Petersburg wirkte. Eröffnet wurde der Festgottesdienst natürlich musikalisch. Der Kirchenchor unter der Leitung von Ronald Ehret intonierte zusammen mit der Gemeinde den Choral „Unser Leben sei ein Fest“. Nach einer Lesung von Pfarrer Reinald Fuhr zum Schwedenkönig Gustav Adolf, der der kleinen Hüttenfelder Kirche den Namen gab und die in diesem Jahr auf ihr 90-jähriges Bestehen zurückblickt, und einem weiteren Beitrag des Kirchenchores („Wechselnde Pfade“) zeigte Gerhard Hechler einen Film, den die Deutsche Welle zum Wirken Hechlers gedreht hatte. Hechler war fünf Jahre lang zusammen mit Reinald Fuhr im Schuldorf Seeheim-Jugenheim tätig und war weitere zehn Jahre Pfarrer in Seeheim.  Bereits im Ruhestand nahm er ein Angebot an, als Pfarrer in der evangelischen Kirche St. Peter in St. Petersburg zu agieren. Begleitet von einer lebensgroßen, roten Martin-Luther Büste trat er die Reise an und wurde freundlich in Russland empfangen. Die 150 Jahre alte Kirche wurde zu Zeiten der Sowjetunion zu einem Schwimmbad umgebaut und gilt bis heute, auch noch nach dem Rückbau zu einer Kirche, im Umgangston der Einheimischen als die „Schwimmbadkirche“. In seiner unnachahmlichen lockeren Art und in hessischem Idiom schilderte der gebürtige Darmstädter, wie beeindruckend seine Zeit dort war, auch, oder gerade wegen der Kontakte zu den orthodoxen Christen in der „wohl schönsten Stadt der Welt“. Der Chor intonierte dann noch die Lieder „Gott breitet seine Arme aus“ und Franz von Assisis „Herr mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens“. Schwungvoller Abschluss war dann „Wir strecken uns nach dir“ zusammen mit der Gemeinde. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein bei Apfelwein und Schmalzbrot erzählte Hechler noch die eine oder andere lustige Anekdote aus seiner Zeit in St. Petersburg. ehr

     

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