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  • Sa., 23. April 2016, 13:12 Uhr
    Japanisches Holztheater zu Gast in der Stadtbücherei / Kamishibai-Lesestunde erfreute Kinder ab drei Jahre

    Geschichte über Freundschaft und Mut



    Die Kinder erfreuten sich an der Geschichte von den „7 grummeligen Grömmels und dem kleinen Schwein" beim Kamishibai-Holztheater in der Stadtbücherei. Foto: Sigrid Samson

    LAMPERTHEIM – Von den großen und gefräßigen „grummeligen Grömmels“ handelte die wunderbar warmherzige Geschichte über Mut und Freundschaft, die Barbara Burkhard, Leiterin der Stadtbücherei Lampertheim, am Freitag den Kindern in der Leseecke der Bücherei vorlas. In einem kleinen Holztheater konnten die Kleinen die Handlung anhand von verschiedenen Bildkarten verfolgen. „Am Welttag des Buches morgen wird gefeiert, dass es Bücher gibt“, teilte Burkhard den Kindern mit, „zu diesem Anlass gibt es heute eine kleine Vorstellung für euch“, ergänzte sie und teilte mit, dass es sich hier um eine ganz andere Art von Buch handelte, als man es sonst gewohnt ist.

    In Japan hat das Kamishibai-Theater eine lange Tradition und wurde ursprünglich von fahrenden Händlern zum Verkauf von Süßigkeiten auf öffentlichen Plätzen verwendet. Die Faszination des kleinen japanischen Holztheaters, Kamishibai genannt, liegt im Anschauen der Bildkarten und dem gleichzeitigen Hören des Textes dazu.
    Das Bilderbuch „7 grummelige Grömmels und ein kleines Schwein“ handelte von einem kleinen Schwein, dass sich mitten in der Nacht einfach so aus Neugier in das weiße Haus am Rande des Dorfs hineinschlich und sich auf das Sofa schlafen legte. Es ahnte ja nicht, dass ausgerechnet in diesem Haus die großen, gefräßigen Grömmels wohnten. Und die waren alles andere als erfreut, als sie am nächsten Morgen ihren frechen Gast bemerkten. Aber große Zähne und lange Krallen machten dem kleinen Schwein keine Angst. Da die Grömmels in erster Linie immer hungrig waren, wollten sie das kleine Schwein zunächst am liebsten auffressen – doch daraus wurde nichts, da sich das kleine Schwein als pfiffiger darstellte, als es sich die haarigen kleinen Monster gedacht hatten. Das Schweinchen hatte ja schließlich ein gemütliches Sofa dort und eine wunderbare Schaukel, so dass es keinen Anlass gab, seinen mollig warmen Schlafplatz bei den Grömmels zu verlassen.

    Die Kinder hatten ihre wahre Freude an der Geschichte. Obwohl der „größte aller Grömmels“ so laut schnarchte, dass die Wände zitterten, zeigte das kleine Schwein keinerlei Angst und zog durch seine lustigen Bemerkungen und sein furchtloses Verhalten zum Schluss die Grömmels in seinen Bann und gewann schließlich sogar ihre Freundschaft: „Ich hab' dich zum Fressen gern“ - mit diesen Worten an das kleine Schweinchen endete die Geschichte. „Wer von euch hatte Angst vor den Grömmels?“, fragte Burkhard die Kinder. „Niemand“ lautete die Antwort, „die sind doch ganz lieb“. Einige der Kinder wollten die Geschichte sogar noch einmal hören und sehen und so gab es eine kleine „Zugabe“.

    Seit einigen Jahren wird Kamishibai gerne zur Leseförderung in Bibliotheken, Schulen und Kindertagesstätten eingesetzt. Als „Fernseher ohne Strom“ wird das Holztheater von kleinen Kindern gerne bezeichnet. Sigrid Samson

     
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