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  • So., 07. September 2014, 22:51 Uhr
    Familientag der THW-Jugend Lampertheim im Rahmen der Ferienspiele erstmals auf dem Schillerplatz

    Geschicklichkeitsparcours und Demonstration eines Rettungseinsatzes

    Spielerisch veranschaulicht anhand des Umsetzens eines hartgekochten Eis wurde auch die Funktionsweise des ‚Spreizers‘, mit dessen Hilfe im Auto einklemmte Personen aus einem Fahrzeug befreit werden können. Foto: Sigrid Samson


    LAMPERTHEIM - Dass das THW für Einsatzbereitschaft in vielfältiger Art und Weise, aber auch für Stärke, Mut, Teamfähigkeit und Kameradschaft steht, wollten die zahlreichen Mitglieder des THW Ortsverbandes Lampertheim am 31. August  auf dem Schillerplatz den Bürgern näher bringen. Aus diesem Grunde veranstalteten sie ihren diesjährigen Familientag erstmals auf dem Schillerplatz, um sich zentrumsnah den Lampertheimer Bürgern zu präsentieren. Spiel und Spaß gehörte ebenso zum Tagesprogramm wie vielfältige Demonstrationen der Einsatzmöglichkeiten.

    Die Kinder übten sich an den unterschiedlichen Stationen, die von den THW-Mitgliedern auf dem gesamten Schillerplatz aufgebaut waren. Es gab erstmals drei verschiedene Inseln mit jeweils fünf  unterschiedlichen Spielen – eine grüne, blaue und rote Insel, bei denen man jeweils silberne Taler erwerben konnte. Eifrig wurden die silbernen Taler gesammelt. Wer genügend Taler gesammelt hatte, konnte sich zum Abschluss bei Martin Münd und Nicole Karb unter Anleitung seine eigene Einkaufstasche mit einem THW-Motiv bedrucken – die Kinder hatten Riesenspaß dabei.

    Bei der grünen Insel ging es um Geschicklichkeit nach dem Motto „Geschicklichkeit bringt Süßes“: Bonbonschleuder und Balanceparcours, aber auch Zielspritzen mit dem Wasserschlauch gehörten zu den Angeboten, die Begeisterung schon bei den jüngsten Teilnehmern fanden – als Belohnung gab es neben den Talern auch Süßigkeiten.

    Die Werkzeuge des THW wurden bei der blauen Insel „Helfer von morgen“ spielerisch näher gebracht. So konnte man bei dem Eierspiel mit einem „Spreizer“ ein hartgekochtes Ei umsetzen. Der Spreizer kommt zum Einsatz, um beispielsweise eine im Auto eingeklemmte Person zu befreien, indem die Türen des Fahrzeuges damit geöffnet werden können. Eine Übung mit Einsatz der Hydropresse auf einem Kugelbrett stand auch zur Verfügung.

    Ebenfalls bei dieser Station wurde von Zugführer Manuel Iden den interessierten Kindern die Rettung einer Person aus unwegsamem Gelände mittels Schleifkorbtrage demonstriert. Hiermit kann ein Verletzter – in diesem Fall ein Playmobil-Männchen – gesichert und anschließend mit dem Abseilgerät des Ladekrans transportiert werden. Die Kameraden Lukas Bürgy und Jugendbetreuer Florian Hoppner waren vom Transportfahrzeug aus den Kindern bei den Übungen behilflich.

    Holzknobelspiele, Jenga-Turm, Teufelswürfel und die Leonardo-Brücke in Groß- und Kleinformat gehörten zu den Aufgaben bei der roten Insel mit dem Thema „Groß und Klein“. Selbstverständlich standen die jugendlichen THW’ler auch hier mit Rat und Tat zur Seite.

    Ein Highlight stellte die Rettungsübung der jungen Kameraden dar, die von Jugendbetreuer Martin Münd über’s Mikrofon kommentiert wurde. Nachdem das THW-Einsatzfahrzeug mit Blaulicht durch die Sedanstraße angefahren kam, wurden die einzelnen Schritte zur Rettung einer Person demonstriert, die unter einem Anhänger eingeklemmt ist. Kevin Weinkauf  gab dabei die Anweisungen an die jungen Einsatzkräfte. Kreuzstapel aus Hölzern und aufblasbare Hebekissen kamen zum Einsatz, um den Anhänger zu heben und schließlich die eingeklemmte Person zu bergen. „Das Ganze dauert nur wenige Minuten, bis der Verletzte den Rettungskräften übergeben werden kann“ fügte Münd ergänzend hinzu – zahlreiche Anwesende und Passanten verfolgten interessiert das Geschehen.

    Die Veranstaltung, die im Rahmen der Lampertheimer Ferienspiele stattfand, wurde auch von Mitgliedern der Stadtjugendpflege begleitet und unterstützt.  So war auch  das „Flitze Feuerstein“ mit seinen vielfältigen Spielangeboten mit dabei. Mitglieder der Jugendförderung boten den Kindern ein Fünf-Sinne-Memory an und bastelten mit den Kleinen die beliebten Looms–Armbänder.

    „Wir haben uns erstmals für die Veranstaltung auf dem Schillerplatz entschieden, da in der Innenstadt mehr Menschen auch mal zufällig vorbeikommen, die wir auf unsere Tätigkeiten und Vielseitigkeit aufmerksam machen wollen“ ergänzte Münd – dies war auch tatsächlich der Fall.

    Das Wetter hielt bis fast gegen Ende – der Regen setzte erst zum Schluss der Veranstaltung ein.

    Münd freute sich über das gelungene Familienfest und betonte, dass interessierte Kinder und Jugendliche beim THW jederzeit willkommen sind – auch einfach nur mal zum Reinschnuppern. Sigrid Samson

     

     

     

     

     

     

     

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